Wie eine rotbraune Wunde im Gebirg – Bemerkungen zum Waldbrand auf dem Tösberg in Schramberg

Blick auf die Waldbrandfläche Tösberg Schramberg, linke Bildhälfte die Waldbrandfläche am Tösberg, rechte Bildhälfte des Schlossberg mit der Burgruine Hohenschramberg, im Vordergrund die östliche Frontseite der ehemaligen Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik (H.A.U.), © Christophe Neff 23.08.2028

„Wie eine rotbraune Wunde im Gebirg“ erschien mir die Waldbrandfläche auf dem Tösberg in Schramberg, als ich diese am Sonntag, den 23.08.2026, von der Aussichtsplattform an der B462 oberhalb von Schramberg fotografierte. Daneben ockergelb die vertrockneten Bäume und Sträucher auf der Flanke des Schlossberges zwischen Talstadt und Aussichtshäusle. Ich kam von einer kleinen Familienfeier auf der Alb „ra“, und da die A 81 zwischen Herrenberg und Stuttgart mal wieder zugestaut war, hatten wir uns entschlossen, über den Schwarzwald, das Kinzigtal zurück in die Pfalz zu fahren. So gelb und trocken, wie an diesem Tag, war mir das Kinzigtal bisher in meinem Leben noch nie erschienen. Das ähnelte schon den ausgetrockneten Landschaften des Hochschwarzwaldes um Herrenschwand, die ich in meinem letzten Blogbeitrag „Blognotiz 05.08.2026: Der Waldfrieden – Ruhe tanken im Hochschwarzwald“ beschrieben hatte.

Den Waldbrand in Schramberg, der am Abend des Sonntags, dem 15. August, am Fuße des Tösbergs ausbrach, hatte ich durch „Posts“ von Freunden aus Schramberg in den sozialen Netzwerken mitbekommen. Ich saß am Notebook und wollte gerade einen Blogbeitrag auf Französisch über den Waldbrand im Hohen Venn verfassen, als die ersten „Bildnachrichten“ vom Waldbrand in Schramberg bei mir „aufflackerten“. Der Waldbrand im Hohen Venn, den ich damals und jetzt noch für eine der größten Waldbrandkatastrophen in Mitteleuropa in diesem Jahrtausend halte. Da wird es bis in den beginnenden Winter noch einzelne Moorflächen geben, die unterirdisch vor sich hin glühen. Die Glutnester können ja metertief im Torf quasi unbemerkt langsam „verglühen“. Torfbrände endgültig zu löschen, das ist schon ein richtig schwieriges Unterfangen. Im Frühjahr 2011 hatte es im Hohen Venn schon mal einen großen Waldbrand gegeben, das war aber in den internationalen Medien nie richtig wahrgenommen worden[1]. Nach diesem Brand hatte ich mir eigentlich vorgenommen, das Hohe Venn zu besuchen, um die Regenerationsprozesse der Vegetation etwas näher unter die Lupe zu nehmen, aber dazu ist es leider nie gekommen. Aber das lässt sich ja vielleicht irgendwann nachholen.

Was den Schramberger Waldbrand betrifft, erhielt ich dann am Montag, den 17.08.2026, eine Interviewanfrage von der Lokalredaktion des Schwarzwälder Boten, die ich auch beantwortete. Das Interview erschien dann unter dem Titel „‚Das hat mich nicht überrascht‘ – Interview: Christophe Neff hat seit Jahren vor einer zunehmenden Waldbrandgefahr im Schwarzwald gewarnt. Dass es nun in seiner Heimat Schramberg zu einem Großbrand gekommen ist, überrascht den Vegetationswissenschaftler nicht“ am Mittwoch, den 19.08.2026, in der Printausgabe der Regionalausgabe „Schramberg“ des Schwarzwälder Boten. Eine Zusammenfassung des Interviews findet man hier auf KITopen. Das ist, denke ich, ein ganz nettes, lesenswertes Interview geworden. Wobei sich im Vorspann ein kleiner Fehler eingeschlichen hat, der mir selbst beim Lesen der Korrekturfahne nicht aufgefallen war. Nein, ich bin nicht in Schramberg geboren, sondern in Tübingen[2]. In Schramberg bin ich aufgewachsen und habe dort auch am hiesigen Gymnasium mein Abitur abgelegt. Nach Schramberg kamen wir, weil mein Vater dort in den 1960er Jahren – es müsste so 1967 gewesen sein – seinen Schuldienst antrat, am selben Gymnasium, an dem ich 1984 mein Abitur ablegte[3]. Er verstarb dann im Schuldienst an einer Krebserkrankung im Januar 1992. Damals war ich noch Geographiestudent an der Universität Mannheim und bereitete gerade meine Diplomarbeit über die Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes vor[4],[5] . Das Waldbrandthema begleitet mich also schon seit Jahrzehnten.

Wenn man die „Brandwunde“ am Tösberg unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, kann man sagen, dass die Bewohner der Talstadt Schramberg ein wahnsinniges Glück hatten, dass die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei etc. unter der Leitung des Stadtbrandmeisters Patrick Wöhrle das so gut in den Griff bekommen haben – „Chapeau“. Das hätte auch in einer Katastrophe enden können. Dank dem beherzten Eingreifen der „Rettungskräfte“ sind wohl nur ca. 20 ha Waldfläche den Flammen zum Opfer gefallen. Dennoch wird das bestimmt einer der größten Waldbrände im Schwarzwald seit dem zweiten Weltkrieg gewesen sein.

Ich halte Schramberg persönlich für bestimmt eine der waldbrandgefährdetsten Städte im deutschen Südwesten. In einem Talkessel gelegen und rundum vom Wald umrandet. Das hat a priori erst mal gar nichts mit dem Klimawandel zu tun[6]. Auch ohne Klimawandel wären da Waldbrände schon ein Problem. Gleiches gilt übrigens auch für Überschwemmungen und Starkregen. Der Klimawandel steigert das Risiko eines Waldbrandes dazu noch erheblich. Lange Hitze- und Dürreperioden trocknen die Wälder richtig aus, und wenn es dann aus was für Gründen auch immer (Blitzschlag, Fahrlässigkeit, Brandstiftung) zu einer Entzündung kommt, dann kann es ziemlich rasch zu einem kaum kontrollierbaren Waldbrandszenario kommen. In Schramberg wird das Ganze auch noch die „Californisation“ verschärft, die enge Verzahnung von Wald und Siedlung, die im US-englischen Sprachgebrauch auch als „Urban-Forest Interface“ oder auch als „Wildland–urban interface“ bezeichnet wird[7].

Ich habe im November 2010 auf Anregung der damaligen Kommandantin der Feuerwehr Schramberg, Abteilung Talstadt, Annette Melvin, einen Vortrag zu den Waldbrandrisiken im Landkreis Rottweil gehalten (Neff 2010b) – und schon damals ausdrücklich auf diese Risiken hingewiesen. Ein paar Monate vorher hatte ich in diesem Blog auch schon einen auf Französisch verfassten Blogbeitrag zum gleichen Thema unter dem Titel La Forêt progresse à Schramberg – et les risques d’incendies aussi“ (der Wald in Schramberg wächst – und die Waldbrandrisiken wachsen auch)“ verfasst (Neff 2010a).

Die Stadt Schramberg, in der ich aufgewachsen bin, die gesamte Raumschaft Schramberg, der Schwarzwald und viele andere „waldreiche“ Regionen in Deutschland werden sich in Zukunft auch intensiver mit der steigenden Waldbrandgefahr auseinandersetzen müssen und sich für die größeren Risiken wappnen. Da gibt es auch keine einfachen „Wunderlösungen“. Waldpatrouillen nach Vorbild der französischen „Patrouille Dangel“[8], wie sie in den französischen Mittelmeerdepartements schon seit den 1980er Jahren gibt, die man mit „Aufklärungsdrohnen“ kombiniert. Das könnte ggf. ein Lösungsansatz sein. Damit wäre gewährleistet, dass man den Waldbrand, das Vegetationsfeuer, auch kurz nach der Entzündung entdeckt und damit auch die Chance hat, es frühzeitig einzudämmen. Das weiter auszuführen würde diesen Blogbeitrag sprengen. Das werde ich später irgendwann etwas ausführlicher in diesem Blog besprechen.

Die Bewohner der Talstadt Schramberg, aber auch die Bewohner des Stadtteils Tennenbronn – ein Stadtteil, der zu meiner Schulzeit noch eine unabhängige Gemeinde war –, haben wirklich sehr viel Glück gehabt, dass das Ganze noch ziemlich glimpflich abgelaufen ist, dank dem professionellen Agieren der Feuerwehr aus Schramberg und Umgebung. Ganz ausgestanden dürfte es noch nicht ganz sein. Die Erfahrung aus der Waldbrandkatastrophe von Leuk–Albinen vom August 2003 war ja auch[9], dass sich im Wurzelraum der Bäume oftmals Glutnester noch über Tage hinweg „weiterglühen“, im Schwyzerdytsch auch als „motten“ bezeichnet[10]. Das könnte auch in Schramberg noch drohen. Es ist zumindest nicht ganz auszuschließen.

Man wird auch im Schwarzwald, so wie im mediterranen Süden oder auch in den Waldlandschaften Québecs in Kanada oder in den Wäldern der nordamerikanischen Pazifikküste, lernen müssen, mit den „Waldbrandrisiken“ zu leben. Der Klimawandel wird sich nicht mehr „zurückdrehen“ lassen – bestenfalls wird er sich wohl bremsen lassen. Deshalb wird man sich auch darauf vorbereiten müssen. Und selbstverständlich sollte man weiterhin daran arbeiten aus dem Fossilismus auszusteigen. Dazu gab es vor kurzen auch ein bemerkenswertes Interview des Schweizer Klimaforscher Reto Knuti im Züricher Tagesanzeiger[11]. Abgesehen vom Klimawandel sollte sich das was von der freien Welt noch übrig geblieben ist auch aus „geostrategischen Gründen“ schnellst möglich von der Abhängigkeit von fossilen Energien lösen.

Die Brandwunde am Tösberg in Schramberg wird irgendwann zugewachsen sein. Aber dass da wieder ein dichter Gebirgswald steht wie einst vor dem Brand, das werde ich wohl nicht mehr erleben. Es wird sich bestimmt eine interessante „Vegetationsdynamik“ auf der Waldbrandfläche ergeben. Man sollte das wie schon auf der Waldbrandfläche am Kirchberg in Schiltach geschehen systematisch analysieren[12]. In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf die vorbildlichen vegetationskundlichen Forschungen von Thomas Wohlgemuth[13] et al auf dem schon erwähnten Waldbrandflächen von Leuk-Albinen. Über die vegetationsdynamischen Prozesse nach Waldbränden in Mitteleuropa weiß man übrigens bisher viel zu wenig. Da gibt es noch sehr viele „Wissenslücken“ aufzuarbeiten!

Bibliographie und Quellen:

Grelu, J.L ;  Mercier, J. ; Renaud, Jean Pierre (1990). Le patrouillage : une opération de prévention des incendies de forêts dans le Gard. Revue forestière française, 1990, 42 (S), pp.272-277. ⟨Doi 10.4267/2042/26149⟩. ⟨hal-03425145⟩

Knuti, Reto (2026): Reto Knutti im Gespräch -Wer sich vom Hass nicht distanzieren kann, wird wahnsinnig», sagt der Schweizer Klimaforscher“ , Tagesanzeiger 13.08.2026

Neff, Christophe (1995) : Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes (Südfrankreich) : eine geographische Analyse. Mannheim 1995, Materialien zur Geographie, ISBN 3-923750-50-1. (Kurzzusammenfassung der Arbeit bei KITopen)

Neff, Christophe (2010a): La Forêt progresse à Schramberg – et les risques d‘ incendies aussi. Blog „Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books“, 14.10.2010, https://cneffpaysages.blog/2010/07/14/la-foret-progresse-a-schramberg-et-les-risques-d-incendies-aussi/  (letzter Abruf: 26.08.2026).

Neff, Christophe (2010b): Waldbrände in Mitteleuropa – Bestandsaufnahme und Zukunftsszenarien. Was kommt auf die Feuerwehren im Lkr. Rottweil zu?. KITopen, DOI: 10.5445/IR/1000149170

Neff, Christophe (2015a): Blognotice 15.08.2015: Incendies de forêt à Schramberg en Forêt-Noire et processus de californisation du paysage . Blog „Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books“, 15.08.2015, https://cneffpaysages.blog/2015/08/15/blognotice-15-08-2015-incendies-de-foret-a-schramberg-en-foret-noire-et-processus-de-californisation-du-paysage/  (letzter Abruf 26.08.2026)

Neff, Christophe (2015b): Sommer 2015 – zur Waldbrandgefahrenlage in der Raumschaft Schramberg (17.08.2015). Blog „Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books“, 17.08.2015, https://cneffpaysages.blog/2015/08/17/sommer-2015-zur-waldbrandgefahrenlage-in-der-raumschaft-schramberg-17-08-2015/  (letzter Abruf 26.08.2026). PDF des Textes bei KITopen, DOI: 10.5445/IR/1000156994

Neff, Christophe (2022): The Schiltach – Kirchberg fire succession site : Analyzing Post Fire succession in a submontan/montan mixed Abies alba forest (Schiltach/Black Forest/Germany). KITopen, DOI: 10.5445/IR/1000148831)

Neff, Christophe (2026): „Das hat mich nicht überrascht“ – Interview: Christophe Neff hat seit Jahren vor einer zunehmenden Waldbrandgefahr im Schwarzwald gewarnt. Dass es nun in seiner Heimat Schramberg zu einem Großbrand gekommen ist, überrascht den Vegetationswissenschaftler nicht. Das Gespräch führte Johannes Fritsche. Schwarzwälder Bote, Schramberg, Mittwoch 19. August, 2026.  (Zusammenfassung hier bei KITopen, PDF-Volltext ab August 2027 DOI: 10.5445/IR/1000196308)

Wohlgemuth, Thomas & Moser, Barbara (2009): Phönix aus der Asche: Die rasche Wiederbesiedlung. der Waldbrandfläche oberhalb von Leuk durch PflanzenBull. Murithienne 126/2008 : 29-46 (2009)

Wohlgemuth, Thomas et al. (2010): Leben mit Waldbrand. Merkblatt für die Praxis, Januar 2010

Wohlgemuth, Thomas & Moser, Barbara (2018): Zehn Jahre Vegetationsdynamik auf der Waldbrandfläche von Leuk (Wallis). Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen, 169, 279-289.

Photo:  © Christophe Neff 23.08.2028

Christophe Neff, Grünstadt 26.08.2026


[1] Siehe u.a.: « Vue de Grünstadt : – la saison des feux de forêts 2011 vient de commencer »

[2] Siehe u.a. „Der Neckar – literarische Spaziergänge mit Jan Bürger

[3] Mehr Biographisches findet sich im vom Martin Himmelheber für den Schramberger Stadtwerke verfassten Artikel „Schramberger Auswärts Wissenschaftler Christophe Neff Feuer und Flamme für Waldbrände“ (hier der Link zum PDF in KITopen: DOI: 10.5445/IR/1000164977)

[4] An der Universität Mannheim konnte man auch einmal « Geographie » studieren, siehe auch „Das Fach Geographie an der Mannheimer Hochschule“.

[5] Die Diplomarbeit wurde dann als kleines Büchlein unter dem Titel „Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes (Südfrankreich) : eine geographische Analyse“ 1995 veröffentlicht.

[6] Siehe auch Neff 2015b „ Sommer 2015 – zur Waldbrandgefahrenlage in der Raumschaft Schramberg (17.08.2015)“.

[7] Siehe auch « Blognotice 15.08.2015: Incendies de forêt à Schramberg en Forêt-Noire et processus de californisation du paysage »

[8] Hierzu siehe auch  « Grelu et al. (1990): Le patrouillage : une opération de prévention des incendies de forêts dans le Gard »

[9] Siehe u.a. « Feux de forêts et lectures de paysages méditerranéens: (Écologie et biogéographie des forêts du bassin méditerranéen ; The Nature of Mediterranean Europe – an Ecological History ; Le feu dans la nature – mythes et réalité) ».

[10] Siehe u.a. Wohlgemuth et al (2010) „Leben mit Waldbrand“.  Wortwörtlich „Das Feuer mottete mehr als zehn Tage weiter“ (S.1.)

[11] Siehe „Reto Knutti im Gespräch -Wer sich vom Hass nicht distanzieren kann, wird wahnsinnig», sagt der Schweizer Klimaforscher“ , Tagesanzeiger 13.08.2026.

[12] Vgl. Neff, C. (2022): The Schiltach – Kirchberg fire succession site : Analyzing Post Fire succession in a submontan/montan mixed Abies alba forest (Schiltach/Black Forest/Germany). KITopen, DOI: 10.5445/IR/1000148831)

[13] Siehe u.a. Wohlgemuth & Moser 2009 & 2018, sowie Wohlgemuth et al. 2010

Blognotiz 05.08.2026: Der Waldfrieden – Ruhe tanken im Hochschwarzwald

Herrenschwand: Spahaus des Waldfriedens inmitten von Hochweiden, © Christophe Neff, 30.07.2026

Manchmal fahre ich ohne Ziel los und sage zur Belchen-Südwand guten Tag. Weiter in weichen Schwüngen über Böllenbach ab ins Wiesental. Von Präg über den Hochkopf nach Herrenschwand. Ein paar Höfe, ein Gasthof namens Waldfrieden und Gelände ohne Ende. Ein Schlepper kreuzt, Wild wechselt, Wald duftet. Später gibt es Nudelsuppe aus der Terrine und essbare Landschaft zum Hauptgang. Weiderind, Holzofenbrot, Vesperteller. Das ist mein Südschwarzwald.“ (Abel, Wolfgang, 2022, 7)

Endlich hatte ich es geschafft, nach so vielen erfolglosen Versuchen über die Jahre, Zimmer im Waldfrieden zu reservieren. Und Hunde sind ja auch akzeptiert, da wir ja seit einigen Monaten auch Hundebesitzer sind[1]. So fuhren wir dann ähnlich, wie es Wolfgang Abel[2] in seinem Buch „Hoch hinaus“ beschreibt, am Belchen vorbei, aber an der Nordseite übers Wiedener Eck über Präg nach Herrenschwand in den Waldfrieden, um dort ein paar Tage Urlaub zu genießen (siehe Zitat am Textbeginn). Ich schreibe „Buch“, obwohl das Werk von Wolfgang Abel als „Reiseführer & Wanderführer“ für Freigänger verfasste wurde,  lässt sich das Werk durchaus als moderne geographische Landeskunde des Südschwarzwalds lesen.

Als Kind und Jugendlicher war ich schon öfter im Hochschwarzwald. Mit den Eltern immer wieder Tagesausflüge von Schramberg aus an den Titisee, den Schluchsee, manchmal auch in den Hotzenwald. Dabei auch noch die letzten Züge auf der Bahnstrecke Kappel-Gutachbrücke–Bonndorf mit dem berühmten Spitzkehrenkopfbahnhof in Lenzkirch gesehen. Einmal auch einen schönen Camping- & Wanderurlaub mit dem Wohnwagen am Titisee. Den Campingplatz gibt es heute noch, es ist der Sandbank Camping! Und hin und wieder auch mit einem engen Freund der Familie, Roland Wittwer, Skifahren im Frühjahr am Feldberg, wenn in Schramberg schon lange nicht mehr genug Schnee zum Skifahren lag – und das manchmal bis in den Mai, wenn im Kinzigtal schon die Kirschbäume blühten[3]. Einmal auch mit der Schule, im Schullandheim in der Jugendherberge am Wiedener Eck. Von dort wanderten wir dann auf den Belchen hoch. Das ist natürlich alles schon sehr lange her. Die Jugendherberge am Wiedener Eck gibt es auch schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Daraus wurde ein Gesundheitshotel namens Gut Lilienfein.

Den Waldfrieden entdeckte ich tatsächlich nicht durch das Buch von Wolfgang Abel, sondern durch meine seit nun fast schon dreißig Jahren andauernde Lektüre des Restaurantführers „Guide Michelin“, also das berühmte rote Buch, welches man durchaus auch als geographische Landeskunde lesen kann. Besonders angetan haben es mir dabei die „Bib Gourmand“. Über die Verteilung der Michelinsterne und der Bib Gourmands bilden schon eine interessante „Geographie“ Deutschlands ab. Die meisten gibt es wohl eindeutig im deutschen Südwesten[4]. Und so habe ich dann irgendwann, in einer der Ausgaben des roten Buches, den Waldfrieden entdeckt – und mir gedacht, da will ich doch mal Urlaub machen und wieder nach langer Zeit in den Hochschwarzwald fahren und dort auch nicht nur gut zu essen, sondern auch Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch in diesem Jahr wird der Waldfrieden im Michelin lobend erwähnt und auch wieder mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet (Michelin Éditions et al. 2026).

Während meine mitreisenden Familienmitglieder die Annehmlichkeiten des Neubaus, also des Spa-Hauses, genossen, zog ich mich mit unserer Gordon-Setterin zum Lesen in der Natur zurück. Das „Spahaus“ wurde von Architekturbüro „Werkgruppe Lahr“ geplant. Inzwischen ist es ein markanter Teil der Kulturlandschaft des Hochschwarzwaldes geworden und hat sich hervorragend in Weidfelder und Hochweiden von Herrenschwand integriert Manchmal schaute ich auch nur den Vögeln zu – an einem Tag konnte man sogar einen ganzen Schwarm an roten Milanen über den Hochweiden von Herrenschwand beobachten. Oft saß ich auch unter den Linden und dem Bergahorn an der Wassertretstelle mit meinen Büchern. Auf dem E-Book-Reader erkundete ich die Welt des Odysseus und der Odyssee wieder einmal neu – diesmal wissenschaftlich aufbereitet vom Altphilologen Raimund Schulz (2026)[5]. Und weiterhin las ich abschnittsweise Kapitel aus dem schon erwähnten Buch „Hoch Hinaus“ von Wolfgang Abel (2022), welches ich schon vor ein paar Jahren schon einmal in Gänze gelesen hatte.

Se ressourcer – auftanken, das gelingt mir am besten mit Ruhe, Bewegung und Lektüren, das hatte ich ja schon vor ein paar Jahren hier beschrieben[6]. Die Hochweiden von Herrenschwand sind auch so ein fabelhafter Ort, an dem man sich „ressourcieren“, also Ruhe finden kann, Kraft tanken kann. Dazu kommt noch die Küche von Volker Hupfer, die auch dazu beiträgt, dass man sich hier oben gut erholt! Wolfgang Abel schreibt: „die Küche von Volker Hupfer ist frisch, sorgfältig und vielseitig, die Positionen reichen vom Wandervesper bis zum Abendmenü“ (Abel, 2022, 371). Hier findet man zum Abendmenü beste badische Küche, leicht elsässisch-französisch angehaucht. Und tagsüber bekommt man auch einen ordentlichen Wurstsalat als Wandervesper. Nicht nur ordentlichen, sondern einen richtig guten Wurstsalat als Vesper! Wobei ich dabei lernen durfte, dass der Straßburger Wurstsalat – so nennt man die Variation des Wurstsalats mit Emmentaler und Lyoner im mittleren Schwarzwald in der Raumschaft Schramberg – hier „Elsässer Wurstsalat“ genannt wird[7].

Natürlich bin ich auch vor der Hitze in der Oberrheinebene geflohen. Wie eine Bewohnerin aus Herrenschwand sagte: „vor der ‚Gluthölle‘ der Pfalz in den Hochschwarzwald geflohen“. Wie ich ja schon mehrmals in diesem Blog schrieb, weiß ich nicht, ob das am zunehmenden Lebensalter oder den Komplikationen, die die Maladie de Mitterrand mit sich bringt, zusammenhängt[8]. Aber Tatsache ist, dass die zunehmende Hitze unserer mitteleuropäischen Sommer mir zu schaffen macht. Aber auch im Hochschwarzwald sind die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Die gelben Hochweiden in Herrenschwand, am Belchen etc. haben mich regelrecht erschrocken. So etwas habe ich im Schwarzwald, in dem ich ja aufgewachsen bin, noch nie erlebt – Wiesen und Hochweiden wie in mediterranen Gebirgen. Man könnte fast meinen, man wäre irgendwo in der Cerdagne in Südfrankreich. Die Dame aus Herrenschwand, mit der ich sprach, sagte, sie würde nun 70 Jahre hier leben, aber eine solche Trockenheit, eine solche Landschaft in „Gelb- und Ockertönen“ – das hätte sie hier noch nie erlebt. Auch in den Wäldern lassen sich erhebliche Trockenschäden an den Bäumen beobachten.

Nicht auszudenken, aber sollte mal der Blitz in die Wälder rund um Todtnau einschlagen – oder bei der Waldarbeit die Motorsäge Funken schlagen, jemand seine brennende Kippe am Wegrand hinterlassen … wie auch immer, das würde einen verheerenden Waldbrand auslösen. Nach fast vierzig Jahren Waldbrandforschung kann ich nur sagen, dass wir in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich verhältnismäßig schlecht auf solch einen großen Waldbrand vorbereitet wären. So hat mich auch hier im Hochschwarzwald das Thema meiner jahrzehntelangen wissenschaftlichen Tätigkeit wieder eingeholt. Mein letzter Beitrag in paysages handelt von der aktuellen Waldbrandsituation in Frankreich[9]. Es wird durch den Klimawandel auch hier in Deutschland zu mehr Waldbränden kommen – das prognostiziere ich ja eigentlich schon seit Jahrzehnten[10]. Aber leider wird das Problem in der Politik so gut wie nicht wahrgenommen.

Der Schluchsee ließe sich beispielsweise für das „Wasserladen“ von amphibischen Löschflugzeugen vom Typ Canadair nutzen. Das ist das Ergebnis der Arbeit von Steffen Volk: Einsatzpotentiale von amphibischen Löschflugzeugen in Baden-Württemberg (Volk 2025) – das war einer meiner letzten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, die ich trotz Krankheit noch betreuen konnte. Das könnte für die Waldbrandbekämpfung im südlichen Schwarzwald ein wichtiger Faktor werden.

Auf der Rückfahrt nach Grünstadt, auf der französischen Rheinseite bei Lauterbourg, betrachtete ich den Niedrigstand des Rheins. So niedrig, so viele Schotterbänke bis weit in die Flussmitte – das habe ich hier noch nie gesehen. Es tut sich was im Klima Mitteleuropas – man kann es überall feststellen. Wer den Klimawandel nicht wahrhaben will, lebt entweder auf einem anderen Planeten oder leidet an einer erheblichen kognitiven Dissonanz!

Zu Hause angekommen, erlebte ich auch noch eine freudige Überraschung: Einer meiner frühen Blogtexte, The Fatal Forest Fire – remembering the ‘1949 Mega fire’ in the ‘Forêt des Landes’ (South West France)[11], über die verheerenden Waldbrände in der Forêt des Landes im August 1949, wurde in einer internationalen Attributionsstudie über Waldbrände und Klimawandel erwähnt [12] . Wobei die bibliographische Referenz „Christophe 2009“ mehr als sonderbar ist. Das war auch einer meiner ersten Texte, in dem ich auf den Zusammenhang von Klimawandel und zunehmenden Waldbrandrisiken hinwies. Auf Englisch verfasst, ist er wohl in der internationalen Wissenschaftscommunity wahrgenommen worden. Aber immerhin schön zu sehen, dass man als Wissenschaftler und Waldbrandforscher international immer noch wahrgenommen wird – trotz aller Einschränkungen durch die nun bald drei Jahre andauernden, durch die Maladie de Mitterrand bedingten Komplikationen!

Zuhause in Grünstadt angekommen, stellte ich fest, dass die Mauersegler auch schon ihren Rückflug in den Süden angetreten haben – ähnlich wie in den letzten Jahren[13]. Hingegen scheinen die Bienenfresser fast schon zum alltäglichen Begleiter des Grünstadter Sommerhimmels zu werden. Wenn man sie nicht sieht, kann man sie mehr als deutlich hören[14]!

Die ältere Dame aus Herrenschwand wies mich auch darauf hin, dass man sich nicht täuschen sollte, hier wäre auch nicht das Paradies. Ernsthaft krank werden dürfte man hier oben nicht. Am besten wäre es man würde im Alter vom Schlag getroffen werden, nicht mehr aufwachen und tot umfallen. Wie überall auf dem Land ist die ärztliche Versorgung schwierig, hinzu kommt natürlich die anspruchsvolle Topographie des Gebirges die vor allem die Wegstrecken enorm verlängert. Beim Schreiben dieses Textes habe ich mich etwas erkundigt, wie das mit meinem Krankheitsbild hier oben aussehen würde. Im Gesundheitszentrum Todtnau wird zu Zeit Freitagnachmittags eine urologische Sprechstunde angeboten, die auch Tumornachsorge anbietet. Bei komplizierten Dingen, wird man wohl nicht umhin kommen, nach Freiburg zu fahren. Schwierig und beschwerlich, aber nicht unmöglich. Aber die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, ist auch so ein Thema, was gern vernachlässigt wird. Damit könnte man mehr als einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

Kommen wir zurück nach Herrenschwand und dem „Waldfrieden“. Was mir in Herrenschwand auch auffiel, – also rund um den Waldfrieden im Siedlungskern des Weilers Herrenschwand. Sehr viele Linden und Eschen. Die Terrasse des Waldfriedens wird von einer Esche beschattet. Das Eschensterben scheint hier oben noch nicht angekommen zu sein. Es gibt hier und da auch noch ein paar alte Bauerngärten, die offensichtlich noch bewirtschaftet werden. Das alles erinnerte mich an das Buch des verstorbenen Botanikers Gerold Hügin (1991) über Bauerngärten und Siedlungsvegetation in Südschwarzwald. Das Buch steht wohl in meinem Büro am IFGG in Karlsruhe. Ich hatte es mir zu Beginn meiner Assistentenzeit an der Universität Mannheim gekauft und gelesen. Ob Hügin auch hier oben Herrenschwand Vegetationsaufnahmen gemacht, – da kann ich mich jetzt nicht mehr daran erinnern. Es würde sich aber bestimmt lohnen die Siedlungsvegetation von Herrenschwand zu kartieren, – man würde damit bestimmt einen interessanten Einblick in die Vegetationsgeschichte des südlichen Schwarzwaldes bekommen. Dar überhinaus hier und da auf den Weidfeldern sehr schöne „Weidbäume“ hier in diesem Fall Ebereschen (im Schramberger Schwäbisch auch als Vogelbeeren bezeichnet). Ich hatte auch mal ein schönes Büchlein über die Weidbuchen im Schwarzwald in meiner Bibliothek (Schwabe et al 1987). Weidfelder und Weidbäume, – was nicht immer Buchen sein müssen, beispielsweise finden sich im mittleren Schwarzwald auch sehr schöne Stechpalmen als Weidbäume. Das war schon ein Charakteristikum der traditionellen Kulturlandschaft des mittleren und des südlichen Schwarzwaldes. Inzwischen ist es mehr ein Kulturlandschaftsrelikt geworden. Dazu braucht es natürlich auch eine funktionierende Weidewirtschaft. Mit Nutzungssimulation, also Landschaftspflege, wird man diesen Landschaftstyp auf Dauer nicht erhalten können.

Postkartenansichten aus der Chronik des Waldfriedens entnommen mit Genehmigung von Familie Hupfer (email 03.08.2026), Papierversion S.56-57, PDF S. 29.

Herrenschwand und der Waldfrieden das ist schon ein eigene Geschichte. Wenn man durch den Weiler läuft und mit den Menschen spricht, dann hat man das Gefühl, dass irgendwie jeder eine Verbindung zum Waldfrieden hat. Die Familie Hupfer hat eine sehr schöne zwei und sechzig Seiten umfassende Chronik des Waldfriedens verlegt (Hupfer, Volker 2026). Es ist jedoch mehr als nur eine Chronik des Waldfriedens, sondern über die Bilder erschließt sich dem Leser, über 100 Jahre Dorf & Landschafts und Tourismusgeschichte von Herrenschwand. Eigentlich sollte das Werk, also die Papierversion zumindest in der badischen Landesbibliothek archiviert werden, und darüber hinaus in weiteren Universitäts & Forschungsbibliothek, weil in dem Büchlein über 100 Jahre Dorfgeschichte von Herrenschwand dargestellt wird, was auch ein Baustein der Landschaftsgeschichte des gesamten Schwarzwaldes ist.

Im sogenannten Stammhaus, das aus dem im Jahre 1892 erbauten Bauernhof hervorging haben wir dann auch während der vier Tage gewohnt. Wir würden gern wiederkommen !

Bibliographie und Quellen:


Abel, Wolfgang (2022): Hoch hinaus. Touren und Einkehren im Südschwarzwald. Badenweiler, © 2. Auflage 2022, Oase Verlag Badenweiler, ISBN 978-3-88922-084-4

Hügin, Gerold (1991): Hausgärten zwischen Feldberg und Kaiserstuhl: Versuch einer Landschaftsgliederung mit Hilfe von Unkräutern, Zier- und Nutzpflanzen der Gärten in Schwarzwald, Vogesen, Baar und Oberrheintal; mit zwei Beilagen. Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg / Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg; 59, ISBN 3-88251-157-5.

Hupfer, Volker (2026): Der Waldfrieden Chronik. Todtnau-Herrenschwand, Der Waldfrieden, Gestaltung Ute Thoma. Todtnau – Herrenschwand, 2026 (Downloadversion hier abrufbar, Version des Internetarchives)                            

Michelin Éditions; Poullenec, Gwendal; Renier, Marie-Pierre (2026): Michelin Guide Deutschland Restaurants. © 2026, Michelin Éditions, Paris. ISBN 978-2-06-727224-8.

Neff, Christophe (2009): The Fatal Forest Fire – remembering the “1949 Mega fire” in the „Forêt des Landes” (South West France). Blog „Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books“, 13.07.2009, https://cneffpaysages.blog/2009/07/13/the-fatal-forest-fire-remembering-the-1949-mega-fire-in-the-foret-des-landes-south-west-france/ (letzter Abruf: 04.08.2026).

Neff, Christophe (2026): Blognotice 26.07.2026 : une odeur de brûlé à Port Leucate. Blog „Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books“, 26.07.2026, https://cneffpaysages.blog/2026/07/26/blognotice-26-07-2026-une-odeur-de-brule-a-port-leucate/ (letzter Abruf: 04.08.2026).

Schulz, Raimund (2026): Odysseus. Mythos und Wahrheit. Stuttgart, © 2026 by J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, gegr. 1659, Stuttgart, ISBN 978-3-608-12536-8.

Schwabe, Angelika; Krachtowil, Anselm (1987): Weidbuchen im Schwarzwald und ihre Entstehung durch Verbiss des Wälderviehs : Verbreitung, Geschichte und Möglichkeiten der Verjüngung. Karlsruhe. Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg / Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg 49. ISBN 3-88251-121-4

Volk, Stefan (2025): Einsatzpotenziale von amphibischen Löschflugzeugen in Baden-Württemberg. Bachelorarbeit, Bachelor of Education, Geographie, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), (Betreuung Dr. C. Neff & Dr. C. Mager, KIT-IFGG), DOI: 10.5445/IR/1000185792 (KITopen).

World Weather Attribution (2026): Climate change increases likelihood of compounding drivers of severe wildfire conditions in France and Spain. https://www.worldweatherattribution.org/climate-change-increases-likelihood-of-compounding-drivers-of-severe-wildfire-conditions-in-france-and-spain/ (Letzter Abruf: 04.08.2026).

Photos: alle  © Christophe Neff bzw. Familie Neff, Bild der Postkartenansichten aus der Chronik des Waldfriedens entnommen mit Genehmigung von Familie Hupfer (email 03.08.2026), Papierversion S.56-57, PDF S. 29.  

Christophe Neff, Grünstadt, August 2026, veröffentlicht am 05.08.2026


[1] Siehe auch „Notizen zum Pfingstwochenende 2026“.

[2] Wolfgang Abel 1954 – 2025 , Journalist, Reiseschriftsteller und Journalist. Ich verweise hier auf den von Vincent Klink verfassten Nachruf „Wolfgang Abel †“ und den von Pascal Camer im Homme de Fer geschrieben Nachruf „Nachruf Wolfgang Abel – auf ein Flaschenbier mit Wolfgang Abel“.

[3] Zum väterlichen Freund Roland Wittwer siehe auch „Blognotiz 24.11.2024: Worms im Nebelmeer“.

[4] Zur Geographie der Michelinsterne und Bib Gourmans siehe « Une forêt noire étoilée – quelques réflexions de géographie gastronomique au début de l’an 2010 (6.1.2010) ».

[5] Vgl. „Blognotiz 25.07.2026: Bemerkungen zur Odyssee und dem Hund Argos“.

[6] Vgl. „Se ressourcer – auftanken, – über versteckte Orte in der Zeit vom 14. Juli 2022 – und andere Ferne und Nahe „Aufladestationen

[7] Zur Geographie des Wurstsalates siehe auch „Schwäbisch – Französische Lesenotizen zu „Mein Schwaben“ von Vincent Klink“.

[8] Vgl. „Blognotiz 29.06.2026: Canicule – Hitze“ und „Mittwoch 02.07.2025: „Canicule“ Grünstadt – Sausenheim 16:00 Uhr 38.1 Grad

[9] Vgl. « Blognotice 26.07.2026 : une odeur de brûlé à Port Leucate ».

[10] Vgl. « Blognotice 26.07.2026 : une odeur de brûlé à Port Leucate ».

[11] Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Textes findet sich hier auf KITopen.

[12] In „World Weather Attribution (2026): Climate change increases likelihood of compounding drivers of severe wildfire conditions in France and Spain. https://www.worldweatherattribution.org/climate-change-increases-likelihood-of-compounding-drivers-of-severe-wildfire-conditions-in-france-and-spain/ (Letzter Abruf: 04.08.2026).

[13] Vgl „Blognotiz 31.07.2025: der Juli geht zu Ende und die Mauersegler sind schon fortgezogen“.

[14] Vgl. Inatobservation387496954

Blognotice 26.07.2026 : une odeur de brûlé à Port Leucate

Mes enfants ont passé une belle semaine de vacances en famille à Port Leucate, sur les rives de la Méditerranée, dans l’Aude. Samedi matin, le 25.07.2026, ma fille me téléphone pour me dire qu’à Port Leucate, il y avait une odeur de brûlé dans l’air. L’odeur lui rappelait les terribles incendies du Black Summer en Australie de janvier 2020. Elle participait alors à un échange de voltige dans l’État de Victoria et en Nouvelle-Galles du Sud. L’odeur des immenses feux de forêt lui était restée un souvenir inoubliable.

Je lui disais que, à ma connaissance, dans l’Aude et les Pyrénées-Orientales, il n’y avait pas d’incendie de forêt majeur en cours. Je disais que je pensais que la forte tramontane rapportait cette forte odeur de brûlis depuis les feux de forêt sévissant dans le massif de la forêt des Landes, en Gironde. Plus tard dans la journée, le SDIS 11 informait la population via Facebook que l’odeur de brûlé provenait des importants incendies en cours en Gironde (voir capture d’écran). Donc, confirmation.

Personnellement, la situation en Gironde me rappelait fortement le terrible incendie de la forêt des Landes de 1949 , auquel j’ai d’ailleurs consacré trois billets en 2009 (1949 – l’incendie meurtrier dans la Forêt des Landes, The Fatal Forest Fire – remembering the “1949 Mega fire” in the „Forêt des Landes” (South West France) et Le 19 août 1949 – le drame de la Forêt des Landes), qui font d’ailleurs partie des articles les plus consultés du blog paysages depuis des années[1].

Le soir même, je lis encore deux articles très intéressants dans Le Monde, en relation avec le front des incendies de forêt de cet été. D’une part, l’interview d’Éric Rigolot (chercheur de l’INRAE, spécialiste des incendies de forêt)[2] sur la préparation et l’anticipation des grands incendies en France : « Pour faire face aux très grands incendies, il faut anticiper à contre-saison, en plein hiver, quand nous n’avons plus le feu à l’esprit ! ». Et d’autre part, l’interview d’Éric Durand, secrétaire général adjoint du Syndicat national du personnel navigant de l’aéronautique civile, sur la disponibilité des Canadair : « Nous faisons un constat d’échec de la politique menée ces dernières années pour assurer la disponibilité des Canadair ». Deux interviews qui méritent un large lectorat parmi les décideurs politiques.

D’ailleurs, l’un de mes derniers travaux scientifiques, que j’ai dirigés avant que les complications liées à la maladie de Mitterrand ne me mettent plus ou moins en arrêt maladie complet, était une étude sur les potentialités d’utilisation du De Havilland Canada DHC-515 (successeur du CL-415) dans la DFCI dans la région du Bade-Wurtemberg en Allemagne[3]. Concernant la situation des Canadair en France, je ne peux que confirmer l’avis de M. Durand.

Concernant la prévisibilité des incendies qui menacent une très grande partie du sud de la France et au-delà : naturellement, on ne peut pas prédire le jour, l’endroit géographique du début d’un feu de forêt. Mais depuis des décennies, des chercheurs sonnent l’alarme pour avertir que les changements climatiques allaient fortement augmenter les risques d’incendies de forêt. J’en fais d’ailleurs partie. Même dans l’un de mes premiers billets du blog paysages, en juin 2009, dans le billet « Feux de forêts et lectures de paysages méditerranéens : (Écologie et biogéographie des forêts du bassin méditerranéen ; The Nature of Mediterranean Europe – an Ecological History ; Le feu dans la nature – mythes et réalité) », j’en parlais. Je pense même que j’étais l’un des premiers scientifiques, avec Alexander Scheid (Neff & Scheid 2003) , à pointer les risques d’augmentation des feux de forêt liés aux changements climatiques. C’était en 2003. Naturellement, ce n’était alors qu’un petit chapitre de livre – en plus écrit en allemand, dans un livre édite en Italie, donc avec une diffusion assez limitée. Néanmoins, on peut dire que depuis près de 15 ans, il y a un consensus scientifique selon lequel le réchauffement climatique peut aussi avoir des conséquences assez dramatiques pour l’évolution des feux de forêt.

Personnellement, je pense que les changements climatiques sont un facteur clé pour la dynamique des incendies de forêt, mais ce ne sont certainement pas les seuls facteurs déterminants (voir par exemple : Pyrotragedies – a critical retrospective on the wildfire situation in Europe during July 2018, Personal perception of the 2025 august wildfire in the Corbières (Aude/Mediterranean France), Blognotice 11.07.2026 : feux de forêts et canicule dans le Midi français).

Pour finir : en ce moment, on entend des politiques de tous bords donner leur avis sur la DFCI en France. Mais en dehors de la période estivale des incendies de forêt, le seul homme politique qui se penche avec une persévérance exemplaire, c’est le député européen Grégory Allione, de Renew Europe. En dehors de M. Allione, d’après mon impression, c’est plutôt le grand silence. Je crois que cette tendance va se confirmer, dès que les premières pluies d’automne auront éclipsé la saison des feux de forêt 2026 de l’agenda politique français !


Bibliographie :

Le Monde (Interview) : « Nous faisons un constat d’échec de la politique menée ces dernières années pour assurer la disponibilité des Canadair » Seuls 7 des 12 Canadair français étaient disponibles, samedi 25 juillet, pour lutter contre les violents incendies qui ravagent la France, en raison de difficultés dans les opérations de maintenance des avions. Cette situation était redoutée par les pilotes qui avaient tiré la sonnette d’alarme au début de l’été, regrette Eric Durand, secrétaire général adjoint du Syndicat national du personnel navigant de l’aéronautique civile. Propos recueillis par Aline Leclerc. Le Monde 25.07.2026.

Le Monde (Interview): « Pour faire face aux très grands incendies, il faut anticiper à contre-saison, en plein hiver, quand nous n’avons plus le feu à l’esprit » « Les entretiens de “Chaleur humaine” ». Le spécialiste des feux de forêt Eric Rigolot explique, dans un entretien au « Monde », comment la France peut mieux s’organiser pour lutter contre l’augmentation des risques. Propos recueillis par Cécile Cazenave et Nabil WakimLe Monde, 25.07.2026

Neff, Christophe ; Scheid, Alexander (2003) : Kontrollierte Feuer in Natur und Landschaftspflege : Erfahrungen aus dem Mittleren Schwarzwald (Raumschaft Schramberg) und den mediterranen Pyrenäen (Pyrénées-Orientales/Region Prades) Südfrankreichs. In : R. Colantonio Venturelli (éd.), Paesaggio culturale e biodiversità. Principi generali, metodi, proposte operative, Giardini e paesaggio ; 7, Firenze, ISBN 88-222-5272-1, (KITopen DOI : 10.5445/IR/1000121841).

Volk, Stefan (2025): Einsatzpotentiale von amphibischen Löschflugzeugen in Baden-Württemberg. Bachelorarbeit, Bachelor of Education, Geographie, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), (Betreuung Dr. C. Neff & Dr. C. Mager KIT-IFGG), DOI: 10.5445/IR/1000185792 (KITopen).

Christophe Neff, Grünstadt, le 26.07.2026.



[1] Voir « Paysages – dix-septième année d’existence sur la toile donc déjà sept ans sur wordpress.com (billet trilingues français, allemand, anglais) »

[2] Eric Rigolot m’avait conseillé et aidé à monter des cours pratiques de « Défense de la forêt contre les incendies », incluant la participation à des chantiers de brûlage dirigé dans le département de l’Aude et les Pyrénées-Orientales, et ce, pendant de nombreuses années, dès le début des années 2000, voir la Blognotice 22.2.2012.

[3] Volk, S. (2025): Einsatzpotentiale von amphibischen Löschflugzeugen in Baden-Württemberg. DOI: 10.5445/IR/1000185792

Blognotice 11.07.2026 : feux de forêts et canicule dans le Midi français

Le mercredi 08.07.2026, la station météorologique de Metéo-France  du Cap Leucatema station météorologique de référence dont on trouve les données sur le site d’infoclimat – a affiché 40,5 degrés à 13 h 35, soit 0,1 degré de moins que les 40,6 °C mesurés le 29 juin 2019, le record de température de la station[1]. Quand mes grands-parents ont acheté leur petite villa dans le quartier de la Griffoulière à Port-Leucate pour fuir les chaleurs lourdes et les orages d’été de la plaine du Rhin, de l’agglomération du « Grand Strasbourg » (car ils habitaient à Eckbolsheim), vers la fin des années 1960, en été, le thermomètre dépassait très occasionnellement les 30 degrés [2]! Mais cela appartient déjà à l’histoire. Comme partout en France, les changements climatiques n’épargnent même pas les stations balnéaires du pourtour méditerranéen comme Leucate.

Je suis avec une attention particulière l’évolution actuelle des feux de forêt en France, car, avant que je ne subisse la maladie de Mitterrand, analyser le rôle du feu dans les écosystèmes (dans le sens de la fire ecology americaine) prenait une place importante dans mon métier d’enseignant-chercheur au KIT. Avec deux canicules passées et une canicule active, on peut craindre les pires scénarios ! Deux feux, qui, pendant que j’écris ces lignes, sont encore actifs, ont suscité un intérêt particulier chez moi. D’une part, il y a le feu des monts du Diois, c’est-à-dire l’incendie du massif de Justin dans la Drôme, et le feu de Trévillach dans les Pyrénées-Orientales. Le feu du massif de Justin, avec son stock de „masse combustible (fuel loading) considérable – beaucoup plus grand que dans les forêts méditerranéennes – et qui semble être, d’après ce que je crois savoir, d’origine naturelle (la foudre), c’est exactement le scénario d’incendie de forêt qui pourrait devenir le scénario à prévoir avec les changements climatiques pour les grands massifs forestiers du nord de la France et de l’Europe centrale : Jura, Vosges, Forêt-Noire. Et d’ailleurs, même si la mémoire collective l’a plus ou moins oublié, le fameux incendie d’août 1800 entre Freudenstadt et Schönmünzach, qui ravageait le paysage de la Forêt-Noire, ce feu de forêt ne s’est arrêté que quand la forêt avait fini de brûler, par manque de combustible[3].  Les lignes de l’article du Monde sur les feux de forêt des monts du Diois : « « Le feu s’arrêtera quand la forêt aura fini de brûler » : un immense incendie dévore les monts du Diois, dans la Drôme. » nous présente le même phénomène. Sans combustible pas d’incendie !

En ce qui concerne le feu de Trévillach – qui, entre-temps, est passé des Fenouillèdes traversant la rivière Têt pour lécher les Aspres –, je connais très bien la région pour avoir dirigé, pendant de nombreuses années, voire des décennies, des cours pratiques sur l’écologie du paysage entre Leucate, le Canigou et le pic Carlit[4] et parfois aussi des cours sur la DFCI (Défense des forêts contre l’incendie) et les chantiers de brulage dirigé dans l’Aude et les Pyrénées orientales[5].

Parfois pendant ce cours, je m’arrêtais avec mes étudiants à Bouleternère pour leur montrer une culture de « grenadiers » française – certainement l’une des premières cultures de grenadiers française que j’ai découverte, je crois en 2016 ou 2017. Mais en fait, je connais la région depuis mon enfance, car, pendant tous ces séjours de vacances familiales à Port Leucate, on passait assez souvent quelques jours en promenade dans le massif du Canigou[6]. Je suis un peu l’évolution de cet incendie à travers le visionnage des vidéos YouTube et des photos de Jimmy Phan. Jimmy Phan, le photographe ninja-punk de Villefranche-de-Conflent et correspondant du quotidien L’Indépendant. Avec tous les documents photos que Jimmy Phan poste sur son mur Facebook[7], on a un très bel aperçu de l’évolution de l’incendie, du travail héroïque des pompiers sur le terrain et aussi des énormes dégâts occasionnés par ce feu.

En plus, j’ai aussi une relation assez spéciale avec les Aspres. J’étais étudiant en géographie et stagiaire au CEFE[8] à Montpellier, chez Louis Trabaud, pour préparer ma Diplomarbeit (aujourd’hui plus ou moins une thèse de master) sur les feux de forêt dans les garrigues de Nîmes en 1992[9]. Tout au début de ce stage, Louis Trabaud m’a invité à lire la deuxième édition de son livre sur les feux de forêt – , «Les Feux de Forêts. Mécanismes, comportement et environnement » qu’il avait écrit pour les sapeurs-pompiers en charge de la DFCI. En plus la : « Notice des cartes à grande échelle des formations végétales combustibles du département de l’Hérault », qu’il avait édité avec Bernard Lacaze et collègues, que j’ai d’ailleurs cités récemment dans une de mes publications sur les Açores[10], ainsi que le livre « Contribution à l’étude des feux de forêts. L’Incendie de juillet 1976 dans les Aspres » de Jean-Jacques Amigo, que Louis Trabaud avait préfacé. Louis Trabaud, qui est certainement l’un des pères fondateurs de l’écologie du feu française – ou de la French fire ecology –, voire l’un des pionniers de l’écologie du feu dans le bassin méditerranéen, a jeté les bases de cette discipline dans la région, comme l’a écrit le chercheur espagnole Juli Pausas dans une nécrologie pour Louis Trabaud : « He was a pioneer of fire ecology in the Mediterranean Basin and set the basis of this topic for the region »[11]. Trabaud est malheureusement tombé un peu dans l’oubli en France, ce qui est fort dommage ! On ne trouve même pas d’article Wikipédia sur Louis Trabaud et son rôle pour l’analyse écologique de feux de forêts.

Donc, au début des années 1990, après avoir lu le livre de Jean-Jacques Amigo, qui est certainement la référence pour l’histoire de feux de forets des Aspres j’ai parcouru les paysages des Aspres, pas encore totalement cicatrisés du grand incendie de 1976, pour me faire une idée de la manière dont un grand incendie laisse ses traces dans le paysage. Les subéraies avaient repris de souche, sur les versants plus frais, le châtaignier réapparaissait – et ici et là, les premiers bouquets de mimosa. L’année 1976, c’était l’année charnière pour les feux de forêt et la DFCI dans le Midi français. Après la fin de cette saison des feux 2026 – ce qui pourrait être vers la fin d’octobre, comme au Portugal –, et avec un peu de recul, on pourra comparer cette saison des feux de 2026 avec l’été de 1976. Et on pourra faire un bilan de 50 ans de DFCI dans le Midi français – et en tirer les conséquences pour les décennies à venir. Je pense que les mois, voire les semaines à venir, seront très durs pour les terres méditerranéennes. Les écosystèmes et la nature se régénèrent toujours d’une manière ou d’une autre. Mais les hommes qui ont tout perdu pendant ces incendies – et les incendies à venir durant cet été qui s’annonce brûlant –, comment pourront-ils se reconstruire ? On ne peut qu’espérer que fin octobre 2026, on ne trouvera pas trop de paysages de désolation dans le Midi français et les autres pays méditerranéens, et même au-delà, comme on en trouve actuellement à Ille-sur-Têt, à Rodès, à Bouleternère, etc., dans les Pyrénées-Orientales. Je travaille à peu près depuis 40 ans sur les feux de forêt, mais, d’après mes souvenirs personnels, jamais un feu de forêt n’a détruit autant d’habitations que dans certaines des communes longeant la rivière Têt, entre Ille-sur-Têt, Bouleternère, Rodès et Vince, où des lotissements entiers ont péri dans les flammes ! Ici et là, on a vraiment l’impression d’un scénario de guerre, tellement le paysage a été cicatrisé par le feu ! Une vrai terre de désolation en plein milieu de la France profonde !

Avec les changements climatiques on risque d’avoir de plus en plus de tel scénarios d’incendie en France [12]! Certainement les changements climatiques ne sont pas eux seule responsables de telle scénarios d’incendie, – mais comme je l’avais déjà écrit dans « Pyrotragedies – a critical retrospective on the wildfire situation in Europe during July 2018  » en 2018 ils  peuvent considérablement augmenter le risque de feux de végétation particulièrement dangereux et incontrôlable[13] !


Bibliographie :

Amigo, Jean-Jacques (1978) : Contribution à l’étude des feux de forêts. L’Incendie de juillet 1976 dans les Aspres (Pyrénées-Orientales). Préface de Louis Trabaud. Prades, 1978, numéro spécial de Conflent, 95-96.

Bolis, Angela (2026) : « Le feu s’arrêtera quand la forêt aura fini de brûler » : un immense incendie dévore les monts du Diois, dans la Drôme. Quelque 570 pompiers et 120 militaires luttent au sol contre un vaste incendie qui a déjà parcouru plus de 3 000 hectares dans cette région très escarpée. Trois villages, deux campings et 450 enfants en colonie de vacances ont été évacués. »,  Le Monde, 09.07.2026.

Neff, Christophe (1995) : Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes (Südfrankreich) : eine geographische Analyse. Materialien zur Geographie ; 27. Mannheim, ISBN 3-923750-50-1

Neff, Christophe (2021) : « Observations de la dynamique végétale sur le Volcan des Capelinhos (Île de Faial, Açores, Portugal) ». Finisterra, 56 (117), 107–126. doi:10.18055/Finis18523

Pausas, Juli G. (2017) : Homage to Louis Trabaud. IN: J.G. Pausas Blog. Notes on fire ecology, mediterranean ecology, and other things … June 6th, 2017

Pausas, Juli G. : Scientific publications by Louis Trabaud. (Edited by July G. Pausas)

Trabaud, Louis (1992) : Les Feux de Forêts. Mécanismes, comportement et environnement. 2e édition. Aubervilliers, 1992. © 1992 by Éditions France-Sélection. ISBN 2-85266-037-3

Trabaud, Louis, Lacaze, Bernard et al. (1973) : Notice des cartes à grande échelle des formations végétales combustibles du département de l’Hérault. Montpellier : CNRS, Centre d’Etudes Phytosociologiques et Ecologiques Louis Emberger (CEPE)

Vilaine-Carlotti, Pauline : « Pauline Vilain-Carlotti, géographe : « L’intensité des feux de forêt, qui semble aujourd’hui exceptionnelle, risque de devenir la norme basse dans les années à venir ». Dans un entretien au « Monde », la spécialiste de la gestion sociale de l’environnement estime que les risques d’incendies forestiers, jusqu’ici surtout cantonnés à la zone méditerranéenne, vont s’accroître et se généraliser à l’ensemble du pays », Interview Le Monde 11.07.2026, Propos recueillis par David Heck

Photos & Images :

La photo de la couverture du livre Les feux de forêt de Louis Trabaud (1992) provient de ma bibliothèque personnelle. C’était le livre que j’avais acheté pendant mon stage chez Louis Trabaud au CEFE, dans les années 1990.

L’image de la couverture du livre de Jean-Jacques Amigo (1978) sur les feux de forêt dans les Aspres, je l’ai trouvée sur Internet. Ce livre est devenu une rareté, et on peut en trouver de rares exemplaires chez des antiquaires du livre, ici et là.

Christophe Neff, Grünstadt Juillet 2026, publié le 11.07.2026



[1] On retrouve ces données dans la fig. « Climatologie globale à Leucate – température » ici dans infoclimat/Leucate/climatologie-globale.

[2] Voir aussi « Blognotice 7.08.2013: Les cigales de Port Leucate »

[3] Voir aussi „Neff, Christophe (2022): “The Schiltach – Kirchberg fire succession site” , FIRElinks webinar second edition ( 4.07.2022), Kitopen, DOI: 10.5445/IR/1000148831 et « Blognotice 10.09.2012: Changements de Paysages dans la Raumschaft Schramberg »

[4] Voir aussi „Blognotice 16.06.2022: Retour à Leucate – des vagues de la méditerranée qui se brisent au Cap Leucate jusques aux neiges du massif du Carlit – récit d’un cours de géobotanique en juin 2022 »

[5] Voir aussi la « Blognotice 22.2.2012 ».

[6] Voir aussi « Se ressourcer – auftanken, – über versteckte Orte in der Zeit vom 14. Juli 2022 – und andere Ferne und Nahe „Aufladestationen“ »

[7] Voir par exemple les videos « des Candairs « ecopant » dans le lac du barrage de Vinca » et « Les Voltigeurs Suédois !!! » de Jimmy Phan sur Facebook !

[8] Le CEFE (Centre d’Écologie fonctionnelle et évolutive) est un laboratoire du CNRS à Montpellier qui, jusqu’en 1988, portait encore le nom de CEPE Louis Emberger (Centre d’Études Phytosociologiques et Écologiques). Le phytosociologue Louis Emberger avait créé le CEPE en 1961.

[9] Les résultats de ce travail ont été publie dans un petit livre « Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes (Neff, C. 1995 voir Biblio en fin de texte). Ce petit livre est aussi disponible a la Bibliotheque du CEFE en section 16 16_Ecologie_végétale.

[10] Neff, Christophe (2021) : « Observations de la dynamique végétale sur le Volcan des Capelinhos (Île de Faial, Açores, Portugal) ». Finisterra, 56 (117), 107–126. doi:10.18055/Finis18523

[11] Juli G. Pausas a aussi edite une liste des publication de Louis Trabaud, voir ici.

[12] Voir aussi “Pauline Vilain-Carlotti, géographe : « L’intensité des feux de forêt, qui semble aujourd’hui exceptionnelle, risque de devenir la norme basse dans les années à venir », LeMonde, 11.07.2026

[13] Voir aussi „Personal perception of the 2025 august wildfire in the Corbières (Aude/Mediterranean France)”

Blognotice 07.05.2026 : et les Martinets sont revenus dans le ciel de Grünstadt le 29.04.2026

Le mercredi 29 avril, je découvre les vols acrobatiques des premiers martinets de 2026 dans le ciel de Grünstadt. D’ailleurs, en 2025, ils ont fait leur première apparition dans le ciel de Grünstadt le 29.04.2025. Comme j’observe le ciel de Grünstadt régulièrement depuis la crise du COVID-19 et que je note les divers oiseaux que je peux reconnaître visuellement ou phonétiquement, je peux assez bien cerner l’arrivée des martinets[1], [2] !

Les martinets annoncent la fin du printemps et le début du « Frühsommer ». Traduire « Frühsommer » en français n’est pas facile. « Été précoce » est plutôt une traduction littérale, – l’AI de Deep L traduit le terme avec « début de l’été ». L’horloge phénologique du DWD définit le « Frühsommer » comme le début de la floraison du Sureau noir, – le « Hochsommer », le plein été, avec le début de la floraison du tilleul à grandes feuilles. Ici, à Grünstadt, les Martinets commencent leur retour vers le Sud normalement vers la fin juillet/début août, au plus tard mi-août.

En observant le vol acrobatique des martinets dans le ciel de Grünstadt, je pense toujours un peu à Monsieur Gérard Gory, – avec qui j’avais fait connaissance durant mes séjours au Muséum d’histoire naturelle de Nîmes – vers la fin de la période « Jeantet »[3]  – donc la période pendant René Jeantet fut conservateur de 1959 à 1995 du Muséum de Nîmes –  suivi par son épouse Jacqueline qui entre 1995 – 1997 fut conservatrice du Muséum[4]. Gérard Gory c’était et c’est encore le Monsieur martinets français. Dans ce contexte, j’aimerais aussi signaler un livre, – une véritable bible sur les martinets – malheureusement seulement disponible en allemand – « Mauer- und Alpensegler. Flugakrobaten ohne Grenzen », écrit par l’ornithologue suisse Alfred Engler. Ce livre, qui contient aussi une importante bibliographie, mériterait une traduction française.

Le jour même de l’arrivée des martinets à Grünstadt, je reçois le livre « Traverser Tchernobyl » de Galia Ackerman. La plupart de mes livres français, je les achète chez Willy Hahn, dans la librairie « à livre ouvert » à Wissembourg. Mais il m’arrive de me commander des livres à la Fnac pour pouvoir les lire assez rapidement – sans faire le trajet en l‘Outre-Forêt à Wissembourg.

La catastrophe nucléaire de Tchernobyl, je me souviens encore bien : c’était le début de mes études de géographie à l’université de Mannheim[5]. L’Université de Mannheim était, durant les années 1980, l’une des rares universités allemandes à proposer des études de géographie qui commençaient aussi avec le « Sommersemester ». Mais tout cela fait, comme Tchernobyl, maintenant partie de l’histoire. L’Institut de Géographie de l’Université de Mannheim, «  Geographisches Institut der Universität Mannheim », fut fermé durant les années 2000  pendant le rectorat Arndt– pour libérer les postes d’enseignants afin de les transformer en professorats de gestion et de management, en sciences économiques – disons des « sciences » considérées comme plus utiles économiquement et plus valorisant que la « géographie ».

J’ai beaucoup pensé à mes débuts d’étudiant en géographie en 1986, – en raison des souvenirs de la catastrophe de Tchernobyl et du fait qu’un de mes condisciples – en Allemagne, on parle de « Kommilitone » – avec lequel j’avais partagé une partie majeure des cours en géographie, vient d’être emporté par un cancer fulgurant. Nous avons aussi partagé quelques semaines au « Centre Béthanie du Diocèse de Man » pour des relevés botaniques à la fin des années 1980 dans les montagnes de Man en Côte d’Ivoire . Je lui ai dédié une notice nécrologique sous le titre « Das Echo der Tams-Tams im Bergwald von Man – Erinnerungen an Rainer Frank » dans ce blog. Rainer Frank a été inhumé fin avril 2026 au Ruheforst de Bad Dürkheim, un cimetière naturel situé dans le Pfälzerwald,  lors d’une cérémonie d’adieu très émouvante, en présence de sa famille, de ses amis et de ses anciens camarades de promotion de l’Institut de Géographie de l’Université de Mannheim.

Les souvenirs qui restent, de l’année 1986, ce sont  les débuts de mes études de géographie à l’Université de Mannheim, ce sont  les souvenirs de la catastrophe nucléaire de Tchernobyl. Les images des « liquidateurs » que je retrouve dans l’ouvrage de Galia Ackerman, qui est un voyage dans le temps vers une sorte de Pompéi de l’ancienne Union soviétique. Je trouve assez dommage que l’ouvrage de Ackerman, d’après mes recherches dans le « KVK (Karlsruher Virtueller Katalog) », ne se retrouve dans aucune bibliothèque universitaire allemande. En réalité, cela n’est pas si surprenant, ceci confirme une fois de plus le « fossé culturel grandissant » entre l’Allemagne et la France[6].

Le livre de Galia Ackerman me permet aussi de me souvenir de mes lectures d’étudiant, des images des longs métrages de Cinéma, comme le film « Stalker » d’Andreï Tarkovski. Tchernobyl a transformé le monde, – c’était certainement le début de la chute de l’ancienne Union soviétique – et en conséquence de la réunification allemande. D’un point de vue franco-allemand, – sans les catastrophes nucléaires de Tchernobyl et de Fukushima[7], – les « Verts » allemands n’auraient jamais eu l’essor politique en Allemagne pendant les derniers décennies, – avec Joschka Fischer, vice-chancelier et ministre de l’extérieur des gouvernements Schröder, Winfried Kretschmann, qui a gouverné le Bade-Wurtemberg pendant 15 ans, de 2011 à 2026. Et aussi Cem Özdemir, qui est le successeur désigné de Winfried Kretschmann, – Özdemir, qui a gagné de justesse, d’une courte manche, les élections régionales du Bade-Wurtemberg en Mars 2026. Si tout va bien, Özdemir sera élu le 13 mai 2026 comme nouveau « Ministerpräsident » du Bade-Wurtemberg.

Quarante ans après la catastrophe nucléaire de Tchernobyl, – la grande différence entre l’Allemagne – et la France, – à part le mythe du nuage radioactif de Tchernobyl qui s’est arrêté aux frontières de la France, – disons qui n’a jamais traversé le Rhin[8] – c’est que les retombées politiques, sociétales et environnementales en Allemagne étaient assez considérables ! En France, – presque rien,  aucun changement majeur politique ou sociétale, – on « croit » encore aux vertus de l’énergie nucléaire sans modération – et le mouvement politique écologiste en France, vu d’Allemagne, s’est partiellement transformé en organisation sectaire proche de l’extrême gauche, sans aucune importance politique majeure, ce qui est bien dommage.

Je ferme les yeux, – et je reviens quarante ans en arrière, durant le printemps & l’été 1986, c’était le début de mes études de géographie à Mannheim. C’étaient les images de télévision de la catastrophe de Tchernobyl, – les hélicoptères au-dessus des ruines de la centrale nucléaire, le dévouement héroïque des « liquidateurs ». À chaque page que je tourne dans le livre de Galia Ackerman, « Traverser Tchernobyl », mes pensées vont vers le sort tragique des liquidateurs et des victimes des régions limitrophes de Tchernobyl…pendant que le chant des martinets volants dans le ciel de Grünstadt me ramène vers la réalité des premiers jours de mai 2026. Le Monde annonce un« événement sanitaire « inédit et inquiétant » », – le hantavirus découvert sur un bateau de croisière le MV Hondius au milieu de l’océan atlantique me rappelle un peu le début de la crise du Covid – 19[9].

Bibliographie

Ackerman, Galia (2022) : Traverser Tchernobyl. Nouvelle édition augmentée. Paris, © Éditions Premier Parallèle, 2016 ; © Éditions Premier Parallèle, 2022. ISBN 978-2-85061-068-4

Engler, Alfred (2025) : Mauer- und Alpensegler. Flugakrobaten ohne Grenzen*. Bern, © 2025, Haupt Verlag Bern, ISBN 978-3-258-08410-7

GOLONKA Janaïne, Étude de cas muséologique, Mémoire de M2 Stratégie du Développement Culturel, sous la direction de JACOBI Daniel, Université d’Avignon, 2011. (Version archivée sur Internetarchive, voir ici.)

Christophe Neff, Grünstadt, écrit en Avril/Mai 2026, publié le 07.05.2026


[1] Voir aussi „Se ressourcer – auftanken, – über versteckte Orte in der Zeit vom 14. Juli 2022 – und andere Ferne und Nahe „Aufladestationen““

[2][2] Voir aussi „Blognotiz 12.05.2020: Coronahimmelslandschaften über Grünstadt

[3] Le mémoire de muséologie de Janaïne Golonka (2011), consacré à l’histoire du Muséum d’histoire naturelle de Nîmes et du Gard, contient un petit chapitre   sur la période Jeantet au Muséum de Nîmes (page 20 du mémoire). Ce mémoire circule librement sur la toile, mais on ne le trouve malheureusement ni sur HAL-Open Archive, ni sur ResearchGate, ni sur Academia.edu. Voici un lien vers l’Internet Archive où le mémoire est archivé (voir ici) !

[4] René Jeantet m’avait pour ainsi dire m’ouvert les yeux sur la beauté et richesse des paysages & des écosystèmes des Garrigues de Nîmes et des Costière du Gard, voir aussi « Flâneries d’un phytogéographe sur le billet « Les fleurs qui rendent immortel » du blog « l’Aventura – le BD blog scientifique de Fiamma Luzzati » »

[5] Voir aussi « Saulgau Oberschwaben Oktober 2022: Photos, Buchlektüren und Kindheitserinnerungen».

[6] Voir aussi « La fin du blog paysages sur les blogs LeMonde.fr – Das Ende des Blog « paysages » auf den Blogs von Le Monde.fr » et « Ein persönlicher Rückblick auf sechzig Jahre Élysée-Vertrag ».

[7] Voir aussi « Fukushima pays de neige – Souvenirs du Vendredi 11 Mars 2011 ».

[8] Voir aussi le article tres instructive du Decodeurs du Monde « Le nuage radioactif de Tchernobyl qui s’est arrêté aux frontières de la France : itinéraire d’un mythe qui hante l’imaginaire national », par William Audureau, Le Monde, 27. Avril 2026.

[9] Voir : « Hantavirus : de nombreuses inconnues autour d’un événement sanitaire « inédit et inquiétant » ; l’OMS veut rassurer sur le risque pandémique. La souche des Andes, transmissible entre humains par des gouttelettes de salive, a été déterminée, mercredi, par séquençage chez trois malades ayant voyagé à bord du MV « Hondius », qui doit accoster dans les jours qui viennent aux Canaries. Le point sur les principales questions posées par ce foyer épidémique. Par Par Delphine Roucaute. Le Monde, 06.05.2026. »

Das Echo der Tams -Tams im Bergwald von Man – Erinnerungen an Rainer Frank

Ende März erfuhr ich von einem Studienkollegen von der Krebskrankheit und dem frühen Tod von meinem Kommilitonen Rainer Frank (Geb. 18.11.1964 in Mannheim, Verst. 15.3.2026 in Bad Dürkheim). Ich schloss die Augen und dachte an unsere gemeinsame Studienzeit am Geographischen Institut der Universität Mannheim[1], welches bei uns damals einfach das G.I.[2] hieß. Einen Großteil der Lehrveranstaltungen besuchten wir gemeinsam. Danach schrieb ich das nach dem Fließtext folgende Gedicht in Erinnerung an ihn. Die gemeinsame Fahrt mit Dieter Anhuf in die Elfenbeinküste Ende der 1980 Jahre in die Bergwälder von Man, in den Pays de Dan, hatte uns alle, die wir dabei waren fürs Leben geprägt. Die Messkampagne auf dem Mont Tonkui, unser gemeinsamer Aufenthalt im  „Centre Béthanie du Diocèse de Man“, das bleibt unvergessen. Darum geht es auch in dem beiliegenden in Erinnerung an Rainer verfasstem Gedicht.

Ich erinnere mich noch genau an die erste gemeinsame Lehrveranstaltung im WS 1986/87. Einführungskurs A bei Dr. Eberhardt Hasenfratz. Rainer war handwerklich sehr geschickt und konnte auch wunderbar mit dem Rapidographen umgehen. Damals wurde ja in der kartographischen Universitätslehre noch mit Tusche gezeichnet, – in Mannheim mit den Tuschezeichenstiften der Firma Rotring namens „Rapidographen“. Viele Jahre später machte Rainer sich ja als freiberuflicher Kartograph und Werbedesigner selbstständig und gründete die Firma „der Plan“ in Mannheim. Während meiner Assistentenzeit am G.I. war Rainer dann zum regelrechten „Faktotum“ des Institutes geworden. Er war in der Fachbibliothek des GI  als wissenschaftliche Hilfskraft tätig, zeitweilig war er auch Assistent von Frau Professor Dörrer gewesen. Irgendwo war er immer in den Räumen des GIs anzutreffen. Immer hilfsbereit, freundlich mit seinem breiten Lachen. Rainer gehörte zu diesen wissenschaftlichen Mitarbeitern, die oftmals mehr im Hintergrund wirken, aber ohne die ein geregelter universitärer Institutsbetrieb unmöglich wäre.

Irgendwann im Laufe der 2010er Jahre hat Rainer dann begonnen die Adventstreffen unserer Abschlussjahrgänge (ca. 1990 – 1995) des G.I. Mannheimes zu organisieren. Immer an einem Freitagabend im Advent. Wir waren ja nicht viele, die da in Mannheim Geographie auf Diplom studierten. Das galt ja auch damals Ende der 1980 Jahre als brotlose Kunst. Aber wir haben alle unseren Weg irgendwie gefunden. So wie Rainer. 

Jedes Mal wenn die Emaileinladung  von „der Plan“ aus Mannheim bei mir eintraf, dachte ich oh – es ist schon wieder Adventszeit und ich bin auch schon wieder ein Jahr älter geworden. Das letzte Adventstreffen fand  im Dezember 2025 im Uhland in der Neckarstadt statt. Ich habe nie zu diesen „Jahrgangstreffen“ dazu gefunden, obwohl ich immer eingeladen war. Aber da fing ich schon an unter der „Karlsruhependelei“ zu leiden. Freitagsabends nach einem langen Arbeitstag am KIT in Karlsruhe noch nach Mannheim zu fahren da fehlte mir einfach die Kraft. Jetzt wo ich diese Zeilen niederschreibe bereue ich es sehr, nie zu diesen von Rainer organisierten Adventstreffen hin gefahren zu sein. Ohne Rainer hätte es diese Adventstreffen der „Absolventen“ der Abschlussjahrgänge 1990 – 1995 des Geographischen Institutes der Universität Mannheim so nie gegeben. So lebte auch das schon längst geschlossene geographische Institut gedanklich in den Erinnerungen weiter fort!

Rainer habe ich zuletzt mit seiner Familie gesehen, als vor ein paar Jahren  ein gemeinsamer Studienfreund ein ganzes Kino für einen runden Geburtstag gemietet hatte. Danach hatten wir hin und wieder email-Kontakt. Als ich für einige Zeit „Kartographie“ am KIT zu lehren hatte, hatte mir Rainer Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt und sie mir nach Karlsruhe geschickt.

Rainer war in gewisser Weise auch einer letzten deutschsprachigen  „geographe-explorateur“ oder „géographe-baroudeur“, wie man sie heute wohl kaum noch findet[3]. Und wie sie auch nicht mehr an deutschen Universitäten ausgebildet werden. So wie wir damals Geographie studiert haben kann man heute in Deutschland nicht mehr Geographie studieren. Kein „Ritt“ ins Gelände war Rainer zu anstrengend. Keine Reise zu weit. Keine Nacht zu Dunkel!

Sein breites Lachen, sein unverwechselbarer Mannemer Dialekt, – denn Rainer war auch ein waschechter „Mannemer Bub“ von der Rheinau  – wird mir immer in Erinnerung bleiben.

So wie das Echo der Tams -Tams im Bergwald von Man wenn wir nachts den Geräuschen des Waldes lauschten[4].

Für Rainer – die Tams-Tams schlagen für dich im Bergwald von Man

Dans la brousse

Les tams-tams

chantent

Sie trommeln für Dich

Nachts

In den Bergen von Man

Im Maquis

trinken wir zum Trommelschlag

„Une flac“

und einen Bourbon dazu

die Savanne brennt

wie jedes Jahr

und die Elephanten sind auch noch da

im Taxibrousse wird für Dich getanzt

« bienvenue à Bamako »

dröhnt es aus dem Autoradio

in den Montagnes de Man

wo du immer weiterlebst

mit dem Trommelschlag

der Tam-Tam

als „géographe-baroudeur“

der aus der Kurpfalz kam

um die Waldgeister zu entdecken

in der Bethanie in den Bergwäldern von Man

Christophe Neff, Grünstadt März/April 2026


[1] Der Geschichte des in den 2000 Jahren geschlossenen Institutes für Geographie der Universität Mannheim ist das von Christoph Jentsch im Jahr 2009 verfasste Buch „Das Fach Geographie an der Mannheimer Hochschule 1907 bis 2006 „ gewidmet. Eine kleine Rezension des Buches findet man unter dem Titel „Das Fach Geographie an der Mannheimer Hochschule“ (auch als PDF in Kitopen/ DOI: 10.5445/IR/1000149398) in diesem Blog.

[2] G.I. bzw. G.I. Mannheim, also Geographisches Institut der Universität Mannheim.

[3] Vgl. hierzu auch « Flâneries d’un phytogéographe sur le billet « Les fleurs qui rendent immortel » du blog « l’Aventura – le BD blog scientifique de Fiamma Luzzati » »

[4] Tam – Tam, frankoafrikanische Bezeichnung für die afrikanische Buschtrommel,- hier sind die Tam -Tam du Pays de Dan in der Côte d’Ivoire gemeint. Zur Bedeutung der  Tam-Tam du Pays de Dan gibt es auch einen interessanten Aufsatz von Yapi Thierry N’DOUFOU & Yvonne Sandrine AGBLI „LE TAM-TAM EN PAYS DAN : ENTRE FAITS CULTURELS ET RELIGIEUX“ (Collection Recherches & Regards d’Afrique Vol. 3 N. 7, 2024, Avril 2024, 304-344, ISBN 978-2- 493659-12-5)

L’année 2025 sur le blog paysages – une rétrospective/eine Rückschau auf das Jahr 2025 im Paysagesblog

© Christophe Neff, 03.10.2025,  Vue sur l’aurore et les éoliennes maritimes depuis la plage de Port-Leucate

Comme les années précédentes[1], je publie une petite rétrospective de l’année 2025 du blog paysages présentant les billets les plus lus durant l’année 2025. Les 10 articles les plus lus (ou les plus visitées ou les plus cliquées – qui sait ?) de l’année 2025 se retrouvent dans le Tableau 1. Dans le Tableau 2 on retrouve l’origine géographique des lecteurs de paysages.

À l’exception des deux billets sur les incendies de forêt (Personal perception of the 2025 August wildfire in the Corbières (Aude/Mediterranean France) et 1949 – l’incendie meurtrier dans la forêt des Landes), tous les autres articles reflètent mes lectures quotidiennes, parfois aussi des lectures plus anciennes.

L’article concernant l’incendie des Corbières en 2025, que j’ai écrit en anglais, décrit un feu de forêt que je considère comme historique, car sa dynamique rappelle beaucoup celle des incendies au Portugal. Avec les changements climatiques, mais aussi avec le phénomène de déprise agricole combiné à celui de « californisation », ce « nouveau type d’incendie de forêt » pose d’énormes défis pour la défense contre les incendies dans le Midi de la France et bien au-delà.

Dans ce contexte, je suis surpris de ne pas retrouver l’article « Mittwoch 02.07.2025: „Canicule“ Grünstadt – Sausenheim 16:00 Uhr » dans la liste des articles les plus lus du blog Paysages de l’année 2025. Je pense que l’Allemagne est encore beaucoup moins préparée aux défis posés par le changement climatique pour une société moderne que ne l’est la France.

Concernant les origines géographiques des lecteurs du blog Paysages :

  • environ 95 % des lecteurs proviennent d’Allemagne, des États-Unis et de France. Les lecteurs en provenance de France diminuent de plus en plus. Mais je pense que c’est aussi un phénomène normal. Je vis en Allemagne, j’y paie mes impôts, et en plus, les services médicaux allemands prennent en charge les soins liés aux conséquences et complications de la maladie de Mitterrand.

D’ailleurs, il y a exactement trente ans, le 8 janvier 1996, que François Mitterrand est décédé des suites de son cancer de la prostate. Je me souviens encore bien de la déclaration de « Jacques Chirac à la télévision après la mort de François Mitterrand ». Dans un certain sens, j’ai parfois le sentiment d’être l’un des derniers « mitterrandistes »[2]. Dans ce contexte, je note la sortie d’un nouveau livre sur Mitterrand : « François Mitterrand – Conversations intimes », écrit par Jean Glavany, dont la version ePub fait déjà partie de ma bibliothèque personelle. Dans ce contexte je salue la Tribune de Carole Delga « François Mitterrand ou cette voix de la France que l’on doit entendre de nouveau » publie aujourd’hui dans le Nouvel Obs.

Pour 2026, j’espère enfin surmonter les complications de la maladie de Mitterrand, reprendre mon travail d’enseignant-chercheur au KIT et, peut-être, voyager un peu ! Sur le plan politique, j’espère que les électeurs américains, lors des élections de mi-mandat le 3 novembre 2026, auront le courage de mettre un terme à la dérive autoritaire abyssale de l’administration Trump. Voir à quel point le « pays de la liberté » – « the land of the free » – se transforme de plus en plus en régime autoritaire est un véritable cauchemar !

« O say does that star-spangled banner yet wave
O’er the land of the free and the home of the brave? / Ô dites-moi, est-ce que la bannière étoilée flotte encore sur le pays de la liberté et la patrie des courageux
[3]»

Pour finir, la photo choisie pour ce billet de rétrospective du blog Paysages en 2025 montre la vue sur l’aurore et les éoliennes maritimes depuis la plage de Port-Leucate en octobre 2025 – une photo que j’ai déjà utilisée dans le billet du Nouvel An 2026. Elle illustre qu’en dépit de tous les inconvénients personnels, des problèmes de santé et des cauchemars politiques qui s’annoncent, je reste malgré tout optimiste pour le déroulement de 2026, au moins au niveau personnel !

Rang 2024Rang 2025Titre/Titel%
 1Schwäbisch – Französische Lesenotizen zu „Mein Schwaben“ von Vincent Klink2,322
432Poste restante : Alger  – pour ne pas oublier Boualem Sansal !1,591
 3Die „Vazvrachentsy“ im Roman Kolkhoze von Emmanuel Carrère2,322
 4Personal perception of the 2025 august wildfire in the Corbières (Aude/Mediterranean France)1,489
1351949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes1,447
456Wintersonnenwende 20241,317
 7Zum Welttag des Tagebuches am 12. Juni 20251,205
48Erinnerungen  und Gedankenfetzen zu Martin Walsers autobiographischem Roman „ein springender Brunnen“1,131
89Blognotice 18.08.2024: de retour à Grünstadt – et les martinets se sont déjà envolés vers le Sud1,036
210Encore une déception avec le Monde – La suppression du format PDF du journal numérique du Monde1,029
    

Tableau 1/Tabelle 1 : Les 10 articles les plus lus sur paysages en 2024/ Die 10 meistgelesenen Artikel im Paysagesblog im Jahre 2024

Rang 2024Rang 2025Pays/Land%
11Allemagne/Deutschland63,224
22USA26,647
33France/Frankreich5,999
114Autriche/Österreich0,520
75Canada/Kanada0,453
46Suisse/Schweiz0,372
57Tunisie/Tunesien0,246
87Belgique/Belgien0,246
208Suede/Schweden0,214
129Royaume-Uni/Vereinigtes Königreich0,165
910Pays-Bas/ Niederlande0,158

Tableau 2/Tabelle 2 : Provenance de géographique des lecteurs/lectrices  de paysages en 2024/ Geographische Herkunft der Leser/innen des paysagesblog in 2024

Wie in den vergangenen Jahren veröffentliche ich einen kleinen Jahresrückblick auf das Jahr 2025 im Paysages Blog[4], in dem die am häufigsten gelesenen Beiträge des Jahres 2025 vorgestellt werden. Die 10 meistgelesenen (meistbesuchten oder meistgeklickten – wer weiß das schon?) Artikel des Jahres 2024 finden Sie in Tabelle 1. Tabelle 2 zeigt die geografische Herkunft der Leser des paysagesblog. Mit Ausnahme der beiden Beiträge über Waldbrände (Personal perception of the 2025 august wildfire in the Corbières (Aude/Mediterranean France) & 1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes) spiegeln alle Beiträge meine täglichen Lektüren und manchmal auch ältere Lektüren wider.

Der Artikel über den Brand in den Corbières im Jahr 2025, den ich auf Englisch verfasst habe, beschreibt einen Waldbrand, den ich als historisch betrachte, da seine Dynamik stark an die Brände in Portugal erinnert. Angesichts des Klimawandels, aber auch des Rückgangs der Landwirtschaft in Verbindung mit der „Californisierung” stellt diese „neue Art von Waldbrand” enorme Herausforderungen für den Brandschutz in Südfrankreich und weit darüber hinaus dar.

Vor diesem Hintergrund überrascht es mich, dass der Artikel „Mittwoch, 02.07.2025: „Hitzewelle“ Grünstadt – Sausenheim 16:00 Uhr“ nicht in der Liste der meistgelesenen Artikel des Blogs Paysages des Jahres 2025 zu finden ist. Ich glaube, dass Deutschland noch viel weniger auf die Herausforderungen vorbereitet ist, die der Klimawandel für eine moderne Gesellschaft mit sich bringt, als Frankreich.

Zur geografischen Herkunft der Leser des Blogs Paysages:

• Etwa 95 % der Leser kommen aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und Frankreich. Die Zahl der Leser aus Frankreich nimmt immer mehr ab. Aber ich denke, das ist auch ein normales Phänomen. Ich lebe in Deutschland, zahle dort meine Steuern und außerdem übernimmt das deutsche Gesundheitssystem die Kosten für die Behandlung der Folgen und Komplikationen der Mitterandschen Krankheit.

Übrigens ist François Mitterrand vor genau dreißig Jahren, am 8. Januar 1996, an den Folgen seiner Prostatakrebserkrankung verstorben. Ich erinnere mich noch gut an die Erklärung von „Jacques Chirac im Fernsehen nach dem Tod von François Mitterrand“. In gewisser Weise habe ich manchmal das Gefühl, einer der letzten „Mitterrandisten” zu sein[5]. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Veröffentlichung eines neuen Buches über Mitterrand hinweisen: „François Mitterrand – Conversations intimes” (François Mitterrand – Intime Gespräche) von Jean Glavany, dessen ePub-Version bereits Teil meiner Privatbibliothek ist. In diesem Zusammenhang begrüße ich den heute im Nouvel Obs veröffentlichten Artikel von Carole Delga „François Mitterrand ou cette voix de la France que l’on doit entendre de nouveau”.

Für 2026 hoffe ich, endlich die Komplikationen der Mitterrand-Krankheit zu überwinden, meine Arbeit als akademischer Rat am KIT wieder aufzunehmen und vielleicht ein wenig zu reisen! Auf politischer Ebene hoffe ich, dass die amerikanischen Wähler bei den Zwischenwahlen am 03. November 2026, den Mut haben werden, dem abgrundtiefen autoritären Abdriften der Trump-Regierung ein Ende zu setzen. Zu sehen, wie sich das „Land der Freiheit” – „the land of the free” – immer mehr in ein autoritäres Regime verwandelt, ist ein wahrer Albtraum!

O say does that star-spangled banner yet wave – O’er the land of the free and the home of the brave? / Oh sagt mir, weht die sternenbesetzte Fahne noch über dem Land der Freiheit und der Heimat der Tapferen? [6]

Das für diesen Rückblick auf den Blog „Paysages en 2025“ ausgewählte Foto zeigt die Morgendämmerung und die Offshore-Windräder am Strand von Port-Leucate im Oktober 2025 – ein Foto, das ich bereits in meinen Neujahrwünschen 2026 verwendet habe. Es verdeutlicht, dass ich trotz aller persönlichen Nachteile, gesundheitlichen Probleme und politischen Alpträume, die sich abzeichnen, dennoch optimistisch für den Verlauf des Jahres 2026 bleibe, zumindest was den persönlichen Bereich betrifft !

Bibliographie:

Glavany, Jean (2026): François Mitterrand. Conversations intimes. Paris, Perrin. ISBN 978-2-262-11289-9

Photo : © Christophe Neff, 03.10.2025,  Vue sur l’aurore et les éoliennes maritimes depuis la plage de Port-Leucate

Christophe Neff, Grünstadt 08.01.2026


[1] Voir aussi „L’année 2024 sur le blog paysages – une rétrospective/eine Rückschau auf das Jahr 2024 im Paysagesblog

[2] Voir aussi „Mitterrand, un héritage qui s’efface à gauche. Trente ans après la mort de l’ancien président de la République, de moins en moins de cadres et de militants – à l’exception, par exemple, de Jean-Luc Mélenchon – revendiquent une filiation. Olivier Pérou, Le Monde 08.01.2026 ».

[3] Extrait du premier verset de l’hymne national des Etats-Unis « The Star-Spangled Banner ».

[4] Siehe „aussi „L’année 2024 sur le blog paysages – une rétrospective/eine Rückschau auf das Jahr 2024 im Paysagesblog

[5] Siehe auch „Mitterrand, un héritage qui s’efface à gauche. Trente ans après la mort de l’ancien président de la République, de moins en moins de cadres et de militants – à l’exception, par exemple, de Jean-Luc Mélenchon – revendiquent une filiation. Olivier Pérou, Le Monde 08.01.2026 

[6] Auszug  der ersten Strophe der Nationalhymne der Vereinigten Staaten von Amerike  « The Star-Spangled Banner ».

Blognotice 29.12.2025: à travers le Bienwald – Noël 2025 – Driving home for Christmas

Sebastian Rogler : Driving Home for Christmas  20.12.2025, Serie „expressgrün“, 70x100cm, Acryl auf Holz / Série « expressgrün », 70 x 100 cm, acrylique sur bois.

Nous traversons le Bienwald. Il fait nuit et, dans l’autoradio, nous écoutons une émission sur Hildegard Knef[1]. Nous ramenons encore des livres français vers l’Allemagne, que nous avons achetés dans la librairie « À livre ouvert » chez Willy Hahn. J’écris « nous » car c’est ma fille qui m’accompagne, car je ne peux pas conduire de longs trajets en voiture. Les complications de la « maladie de Mitterrand » ont beaucoup restreint mon rayon d’action en voiture : le Klinikum Worms, la gare de Frankenthal, c’est à peu près la distance que je peux parcourir seule en voiture.

À Wissembourg, nous avons aussi fait des courses « chez Rebert » et « à la Cloche aux fromages ». Avec livres, fromages, pâté en croûte et bûche de noël, nous rentrions donc en Allemagne. Chez « Willy Hahn », nous avons découvert des « weihnachtsbredele » offerts en cadeau. Cela éveille des souvenirs d’enfance : il y a très longtemps qu’on m’a offert des « weihnachtsbredele » dans un commerce. Il y a certainement plus de quarante ans, à Schramberg, peut-être même dans une librairie : la Buchhandlung Klaußner, située dans la Hauptstraße longeant la Schiltach. La Hauptstraße et l’Oberndorferstraße étaient décorées avec de vraies branches de sapin, quelques étoiles illuminées, quelques « Herrenhuter Sterne » qui brillaient à travers les branches de sapins enjambant les deux rues principales de Schramberg[2]. Et la neige, partout dans la Raumschaft Schramberg, dans toute la Forêt-Noire, un peu comme je l’ai aussi décrit dans la notice  « Schramberg Janvier 2021 – pays de neige / Schramberg Januar 2021 – Schneeland »[3].

Je me demande pourquoi tant de traditions de Noël que j’avais connues dans cette partie du sud de l’Allemagne, la Forêt-Noire et l’Oberschwaben — qui fut, durant mon enfance, encore très imprégnée de catholicisme —, mais qui, de nos jours, se perdent de plus en plus, englouties dans la commercialisation de l’Avent et des fêtes de Noël, semblent survivre comme dans un refuge ici et là, en Alsace. À La Petite-Pierre, on trouve même un « Musée du Springerle ». Les « springerle » de mon enfance, c’étaient ceux de « la Vroni », Veronika Neff de Saulgau, qui nous faisait de merveilleux « springerle » pour les fêtes de Noël.

Ayant grandi dans un environnement franco-allemand, Noël est aussi associé aux « bûches de Noël » et aux « galettes des Rois ». Nous emportons donc une « bûche de Noël » de chez Rebert pour les fêtes en Allemagne. Concernant les galettes des Rois, pendant vingt ans, début janvier, en rentrant du bureau au KIT, j’apportais des galettes des Rois de chez « Erbs » à Lauterbourg pour mes enfants, afin de forger les liens gastronomiques avec la France. C’est avec le Covid et l’application du « home-office » que les « galettes des Rois » ont cessé de trouver le chemin de Lauterbourg vers Grünstadt.

Et tout à coup, à la radio, nous apprenons la mort de Chris Rea. Je pense à sa chanson « Driving Home for Christmas ». Je rentre donc en Allemagne, après avoir passé quelques heures en France dans la capitale d’Outre-Forêt, Wissembourg, avec mes souvenirs de Noël d’une enfance franco-allemande des années 1960 et 1970.

La chanson « Driving Home for Christmas » — sortie en 1986, deux ans après mon bac, mon service militaire, mes stages d’élève officier de réserve — fait depuis partie de mon paysage sonore des fêtes de Noël, au même titre que « La Marche des Rois », « Stille Nacht, heilige Nacht », « O Tannenbaum » ou « Es kommt ein Schiff, geladen ».

Je pense aussi à mes camarades de classe du baccalauréat, celui qu’on avait passé ensemble au Gymnasium Schramberg, en 1984. À mon camarade Mark Finnern, surtout — lui qui, depuis des années, organise les Abitreffen de notre promotion. Driving home for Christmas, c’est aussi cela : retourner en Forêt-Noire, à Schramberg. Retourner pour les Abitreffen, ceux que Mark Finnern continue d’organiser avec constance. Mark Finnern, devenu au fil des années l’un des rares spécialistes de l’intelligence artificielle dans la région de la Forêt-Noire en Allemagne. Là-bas, il anime des ateliers et des rencontres pour promouvoir l’usage concret de l’IA, loin des clichés technophiles.

Au début, nos retrouvailles se faisaient toujours autour de Noël. On revenait du service militaire, des études … On retrouvait la famille, les parents. Mais tout cela a changé. Une grande partie d’entre nous s’est éloignée de Schramberg. On a fondé des familles, on a eu des enfants. Le Home, la Heimat, ce n’est plus vraiment Schramberg, désormais. Schramberg, ce sont les souvenirs des paysages de notre jeunesse. Les premiers amours, les chagrins d’amour. Le bac. Noël en famille. La neige et les sapins, la Fasnet et surtout on était jeunes…

J’avais, au cours de ma carrière académique, donné des cours sur les origines ethnobotaniques de l’arbre de Noël, dont les racines se retrouvent aussi en Alsace. J’avais même collecté du matériel pour y écrire un article ethnobotanique ou même un livre sur les origines et l’ethnobotanique de l’arbre de Noël. Mais à part quelques feuilles de manuscrit perdues, tout cela est resté au stade de projet.

Le soir même, de retour à Grünstadt, je feuillette mes livres achetés dans la librairie « À livre ouvert », dont « Géographies, un dictionnaire », et je me demande si ce récit de souvenirs d’enfance, ces éléments de coutumes de Noël franco-allemandes, correspondent bien à la définition d‘ « écritures géographiques» , chapitre écrit par Isabelle Lefort dans ce dictionnaire. Apparemment, oui. Je me permets de citer les deux dernières phrases : «Comprendre et reconnaître que toute géographie, et ce quels que soient les sas et les biais de ses écritures – formelle, littérale, mathématique, picturale, cinématographique, plastique, chorégraphique – génère, à chaque fois, des réalités géographiques fort différentes, et ce y compris à propos d’un même réel. Les modes d’expression et les modalités scripturales produisant évidemment des performativités à chaque fois particulières, les réalités géographiques ne sauraient exister sans leurs écritures.  (Lefort, Isabelle, 2025, p.171) ».

Je dirais même qu’une grande partie des articles du blog « paysages » pourrait se retrouver dans la catégorie des « écritures géographiques ».

Quelques jours après avoir fixé une première ébauche de mémoire de cette traversée du « Bienwald » du soir du lundi 22 décembre 2025, je découvre dans « Le Monde » qu’un historien, Anton Serdeczny, vient de publier un livre sur la tradition de la bûche de Noël : « La Bûche et le gras. Une anthropologie historique de la magie de Noël [4].

« Driving Home for Christmas » est aussi le titre d’un tableau de l’artiste Sebastian Rogler, qui travaille entre Berlin et Tübingen. Cette œuvre me plaît tellement que je l’ai choisie comme image d’ouverture pour cette notice de blog.

Tableau:

Sebastian Rogler : Driving Home for Christmas  20.12.2025, Serie „expressgrün“, 70x100cm, Acryl auf Holz / Série « expressgrün », 70 x 100 cm, acrylique sur bois.

Bibliographie :

Collectiv GéoXXI (Coordination) (2025) : Géographies un dictionnaire. Coordonée par le Collectif GéoXXI. 633 pages. Paris, 2025, © 2025, CNRS Éditions, Paris            , ISBN 978-2-271-15540-5.  

Lefort, Isabelle (2025) : Écritures géographiques (geographique writing). In : Collectiv GéoXXI (Coordination) (2025) : Géographies un dictionnaire. Coordonée par le Collectif GéoXXI. 633 pages. Paris, 2025, © 2025, CNRS Éditions, Paris            , ISBN 978-2-271-15540-5, pp. 169 – 171.  

Serdeczny, Anton (2025) : La bûche et le gras. Une anthropologie historique de la magie de Noël. Ceyzérieu : Champ Vallon. ISBN 979-10-267-1325-8

Christophe Neff, écrit pendant les fêtes de Noël, publié le 29.12.2025


[1] SWRKultur (22.12.2025): Forum „Ich will alles“ – 100 Jahre Hildegard Knef. Hildegard Knef war Schauspielerin, Sängerin, Schriftstellerin, Diva, Ikone, Weltstar in Deutschland. Was bleibt von ihr mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod?.

[2] On retrouve une image de la décoration de  Noël à Schramberg durant les années 1970 ici sur une page Facebook de la ville de Schramberg. La Hauptstrasse (rue principale)  n’était pas encore transformée en zone zone piétonnière. A part la décoration de Noël on remarque les voitures des 1970.

[3] On retrouve un très belle collection de photographies d’hiver (collection Wilhelm Weiß) ici sur une page Facebook des Archives Municipales de la Ville de Schramberg.

[4] Voir « Anton Serdeczny, anthropologue : « La magie de Noël correspond à un moment d’ouverture entre le monde des morts et celui des vivants »Dans une fascinante enquête sur la bûche de Noël, l’historien a développé une approche novatrice de la dimension magique attribuée depuis des millénaires à la nuit du 24 décembre, sur laquelle il revient dans un entretien au « Monde des religions ». Le Monde 24.12.2025 ».

Mittwoch 02.07.2025: „Canicule“ Grünstadt – Sausenheim 16:00 Uhr 38.1 Grad

Screenshot der Wetterstation Grünstadt – Sausenheim vom 02.07.2025

Solche Temperaturen wie sie am Mittwoch 02.07.2025 in der Agrarmeteorologische Station Grünstadt Sausenheim gemessen wurden, um 16:00 Uhr 38.1 Grad  habe ich in Mitteleuropa nur selten erlebt. Wobei in der von der Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz betrieben Wetterstation schon höhere Temperaturen gemessen wurden. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass ich hier in Grünstadt noch nie so hohe Temperaturen erlebt hatte und wir wohnen schon seit Frühsommer 1999 in Grünstadt. Am 26.08.2016 wurden hier in Grünstadt-Sausenheim 40,6 Grad gemessen. In beiliegender Tabelle habe ich die Temperaturmaxima der letzten zehn Jahre der besagten Wetterstation sowie die Anzahl der Hitzetage, also der Tage über 30 Grad eingetragen.

JahrTemperaturDatumHT
2025[1]38,102.07.202511
202434,913.08.202418
202335,409.07.202318
202237,304.08.202230
202124,718.06.20217
202035,509.08.202017
201938,425.07.201925
201835,431.07.201827
201734,719.07.201716
201640,626.08.201621
20153907.08.201529

T.1 Jahrestemperaturhöchstwerte und Anzahl der Hitzetage der Klimastation „Grünstadt-Sausemheim“ (Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz )zwischen 2015 und 5 Juli 2025.

Ich bin zwar kein Klimatologe, aber man wird schon sagen können, dass Grünstadt und die Unterhaardt, wohl durchaus zu den Regionen in Deutschland gehört, in denen überaus hohe Sommertemperaturen erreicht werden, Temperaturen die durchaus denen im Mittelmeerraum ähneln. Weshalb ich diese vergangen Hitzeperiode Ende Juni/Anfang Juli als so belastend empfunden habe, weiß ich nicht so genau. Vielleicht liegt es am Alter, vielleicht auch an den mit der „Maladie de Mitterrand“ einhergehenden Komplikationen[2]. Solche Hitzeperioden kannte ich natürlich schon aus dem mediterranen Südfrankreich oder auch aus meinen „années Tunisiennes“ also meiner beruflicher Tätigkeit in Tunesien[3]. Rückblickend muss ich sagen, dass abgesehen davon, dass ich diese Hitzeperioden erheblich besser wegsteckte, bzw. ich früher dieses „trockene“ Hitze sogar richtig mochte, – das lag bestimmt auch daran, dass ich wesentlich jünger war. Aber das alltägliche Leben war dort in Südfrankreich rund um Nîmes auch der Hitze angepasst, die Wohngebäude auch ohne Klimaanlagen im Sommer kühl.  Das Landleben im Hochsommer rund um das kleine Dorf Aubord in der Ebene der Vistrenque südwestlich von Nîmes in der meine Großeltern lebten, spielte sich in den frühen Morgenstunden ab[4]. Die  Feldarbeit begann mit dem Sonnenaufgang und dauert bis in die Mittagsstunden danach war erst mal „Sieste“ – die Mittagsruhe. Danach wachte das Leben erst in den wieder Abendstunden auf. Selbst in der Großstadt „Nîmes“ waren im Hochsommer die Straßen und Plätze in den 1970er und auch in den 1980er Jahren fast menschenleer. Doch die Landarbeit in Südfrankreich rund um Nîmes hat sich auch gewandelt, wie unlängst eine Reportage von „  Agathe Beaudouin“ im Le Monde „Dans le Gard, les ouvriers agricoles face à la canicule : « Plus il fait chaud, plus il faut ramasser les fruits[5] » zeigte, – nur an besonders heißen Tagen wird nur bis 14 Uhr 30 gearbeitet. Und der Großteil der Erntearbeiter kommt aus dem Ausland, hauptsächlich aus Ecuador und Kolumbien. Weiterhin besaßen meine Großeltern ja auch eine Ferienwohnung in der von Georges Candilis in den 1960er Jahren entworfenen Ferienanlage Port Leucate. Sie hatten sich diese Ferienwohnung als sie in Eckbolsheim wohnten als „Sommerfrische“ in den 1960er Jahren gekauft um der Sommerschwüle im Großraum Strasbourg zu entkommen[6]. Und tatsächlich war die Griffouliere[7] so verschattet gebaut, dass es auch im Hochsommer immer angenehm kühl war. Und soweit es Port Leucate betrifft, waren die Tageshöchsttemperaturen bei der diesjährigen „Canicule“ an der Klimastation von Meteo France[8] auf dem Cap Leucate doch erheblich geringer als die in Wetterstation Grünstadt Sausenheim gemessenen Temperaturwerte.

Der Klimawandel wird uns hier auch hier in Mitteleuropa vor gewaltige Herausforderungen stellen. Vor der Gefahr zunehmender Waldbrände durch den Klimawandel warne ich ja schon seit Jahrzehnten. Aber was mir selbst bis vor einigen Jahren nicht so richtig klar war ist, dass unsere Gebäude, Schulen, Altenheim, Krankenhäuser nicht für solche hohen Temperaturen ausgelegt sind. So frage ich mich, ob man bei der Modernisierung des Kreiskrankenhaus Grünstadt an den Klimawandel, den Anstieg der Temperaturen im Sommer, den Hitzeschutz mitbedacht hat [9] ? Die durch den Klimawandel häufiger werdenden Hitzewellen werden die Frage des Hitzeschutzes und auch der Notwendigkeit von Klimanlagen in Krankenhäusern, Altenheimen und Schulen neu diskutiert werden müssen. Canicule ist übrigens das französische Wort für Hitzewelle. In Frankreich werden die Hitzewellen seit 1947 inventarisiert, – die Hitzewelle die Grünstadt die 38.1 Grad bescherte war übrigens die fünfzigste  seit 1947 in Frankreich[10].  Soweit ich informiert bin fehlt so eine Statistik für Deutschland.

Aus der französischen Statistik lässt sich entnehmen, dass die Frequenz, die Dauer und die Intensität der „Canicule“ immer mehr zunimmt[11]. Ich gehe mal davon aus, dass das in Deutschland ähnlich sein wird, auch wenn ich dazu so nichts finden konnte, außer der kleinen DWD-Notiz „Markante Hitzewellen seit 1950“ aus dem Jahr 2017. Sehr informativ fand ich in diesem Zusammenhang den Aufsatz von Claudia Winklmayr et al „Heat in Germany: Health risks and preventive measure[12] aus dem Jahr 2023.

Die Herausforderungen, die der Klimawandel für Mitteleuropas mit sich bringt gehen weit über den Hochwasserschutz oder die Erhöhung „Waldbrandrisiken“ mit denen ich mich auch beruflich befasst habe  hinaus[13],[14]. Im letzten Jahr betreute ich beispielsweise eine Abschlussarbeit über die Einsatzmöglichkeiten von amphibischen Löschflugzeugen zur Waldbrandbekämpfung in Baden-Württemberg[15]. Mir scheint, dass vor allem die Risiken für Daseinsvorsorge und Gesundheit in Deutschland noch nicht richtig zur Kenntnis genommen werden. Und überhaupt scheinen die Risiken, die der Klimawandel für Deutschlands Zukunft bergen bei der aktuellen Bundesregierung kaum präsent zu sein, – sie werden förmlich in den Hintergrund gedrängt. Das ist wirklich besorgniserregend! Wie ich es schon im Beitrag „Klimakleber vor dem KIT“ im November 2023 schrieb – dass ich jemals mit der Bahn ans KIT pendeln werde – erschien schon damals utopisch – jetzt mit der neuen Bundesregierung wird es quasi unmöglich gemacht. Eine klimagerechte Verkehrs- & Energiepolitik scheint mit dieser Bundesregierung in weite Ferne gerückt[16]. Das Wort „Klimaresilienz“ scheint für die aktuelle Bundesregierung ein unbekanntes Fremdwort zu sein[17]. Man wird sich an Hitzeperioden, Waldbrandgeruch in der Luft, Hochwasserszenarien gewöhnen müssen. Und letztlich wird man auch nicht darum herum kommen Klimaanalagen in Krankenhäuser[18], Schulen und Altenheimen einzubauen. Und zwar unabhängig davon wer gerade den Kanzler stellt,  welche Parteien die Bundesregierung stellen.

Christophe Neff, Grünstadt im  Juli 2025

P.S. 06.07.2025 20:15 : Auch wenn ich die Radiosendung „Wie wirkt sich der Klimawandel auf unsere Gesundheit aus? – Extremes Wetter, wie beispielsweise eine Hitzewelle, wirkt sich auf die Gesundheit des Menschen aus. Alina Herrmann untersucht gesundheitliche Folgen und Präventionsmaßnahmen.“ auf SWR-Kultur erst nach dem Erstellen dieses Blogbeitrages gehört habe, denke ich, dass diese Radiosendung den von mir verfassten Text sehr gut ergänzt.


[1] Werte 2025 bis einschließlich Freitag, 04.07.2025.

[2] Maladie de Mitterand = in Frankreich zumindest in der „Generation Mitterrand“ gängige Bezeichnung für Prostatakrebs, siehe u.a. „Wintersonnenwende 2024“ und „Cahiers de maladie (Cancer de la prostate)“.

[3] Siehe u.a « Impressions du « Deuxième Symposium International de l’AGT : « Territoires, Changements globaux et Développement Durable», 12-17 novembre 2018, Hammamet –Tunisie » » und « Les belles de Tunis sont en deuil » sowie « Villa Jasmin – quelques pensées personnelles en vagabondant sur le téléfilm de Férid Boughedir ».

[4] Die Bedeutung vom Sommerreisen zu den französischen Großeltern für Menschen mit deutsch-französischem Hintergrund ist sehr schön dargestellt in Nils Minkmar’s Blogbeitrag „Die große Pause“.

[5] Siehe Agathe Beaudouin « Dans le Gard, les ouvriers agricoles face à la canicule : « Plus il fait chaud, plus il faut ramasser les fruits  – Dans le département du sud de la France, en vigilance orange ce week-end, la récolte des fruits bat son plein. Les journées commencent le plus tôt possible pour éviter la chaleur, mais le travail reste harassant. », Le Monde, 29.06.2025.

[6] Siehe u.a. „Se ressourcer – auftanken, – über versteckte Orte in der Zeit vom 14. Juli 2022 – und andere Ferne und Nahe „Aufladestationen““.

[7] Wohnviertel in Port Leucate, – mit dem Kyklos, den Clapotis einer der ersten Ferienwohnanlagen von Port Leucate.

[8] Die Messwerte der Meteo-France Klimastation „Cap Leucate“ lassen sich hier auf dem Site von Infoclimat einsehen.

[9] Siehe u.a.:  Christopher Lennart Vogel „Krankenhaus-Sanierung: Kreistag gibt grünes Licht – Das Kreiskrankenhaus Grünstadt soll umfassend modernisiert werden. Der Kreistag hat der Planung am Montag zugestimmt. Wird so die Gesundheitsversorgung im Landkreis gesichert?“. Die Rheinpfalz, 27. Mai 2025.

[10] Siehe auch « Canicule : 84 départements en vigilance orange, l’« épisode caniculaire intense » s’étend sur toute la France. Les températures pourront dépasser localement les 40 °C durant cette vague de chaleur. Son « paroxysme » est attendu en milieu de semaine, avec « des minimales très élevées, comprises entre 20 °C et 24 °C », dit Météo-France. », Le Monde, 30.6.2025.

[11] Siehe u.a. « Changement climatique : quel impact sur les vagues de chaleur ? », Meteofrance 15.06.2025

[12] Winkelmayer, C. et al. (2023): Heat in Germany: Health risks and preventive measures. Journal of Health Monitoring · 2023 8(S4), DOI 10.25646/11651 , Robert Koch Institute, Berlin

[13] Hieranbei die ersten Blogartikel von Paysages zum Zusammenhang von Klimawandel und Zunahme von Waldbrandrisiken „Feux de forêts et lectures de paysages méditerranéens: (Écologie et biogéographie des forêts du bassin méditerranéen ; The Nature of Mediterranean Europe – an Ecological History ; Le feu dans la nature – mythes et réalité)”, « 1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes », « The Fatal Forest Fire – remembering the “1949 Mega fire” in the „Forêt des Landes” (South West France) ».

[14] So setzte ich mich schon seit „Jahrzehnten“ für den Einsatz von amphibischen Löschflugzeugen zur Waldbrandbekämpfung in Deutschland ein. Siehe u.a. „Neff, C. (2010): Waldbrände in Mitteleuropa – Bestandsaufnahme und Zukunftsszenarien. Was kommt auf die Feuerwehren im Lkr. Rottweil zu? (DOI: 10.5445/IR/1000149170, KITopen) , „Sommer 2015 – zur Waldbrandgefahrenlage in der Raumschaft Schramberg (17.08.2015)“ sowie das Interview „Drohen uns Waldbrände, die Pfälzer Siedlungen verschlingen?“ vom 28.06.2022 in der Rheinpfalz.

[15] Vgl. Volk, Stefan (2025): Einsatzpotentiale von amphibischen Löschflugzeugen in Baden-Württemberg. Bachelorarbeit, Bachelor of Education, Geographie, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), (Betreuung Dr. C. Neff & Dr. C. Mager KIT-IFGG), DOI: 10.5445/IR/1000185792 (KITopen).

[16] Hierzu auch der Spiegel Kolumnist Christian Stöcker : „Die Welt verändert sich gerade in wachsendem Tempo, und zwar in beängstigender und rettender Weise gleichzeitig. Eine Bundesregierung, die beides aktiv ignoriert und auf die Technik von vorgestern setzt, tut auch der deutschen Wirtschaft keinen Gefallen. Sie legt die Weichen für den Zug Deutschland um in Richtung Abstellgleis.“ „Energiepolitik unter Friedrich Merz Schwarz-rot regiert für eine Parallelrealität“, der Spiegel, 06.07.2025.

[17] Siehe hierzu: Petra Pinzler & Bernd Ulrich „Wie ausgestorben Die Regierung schreibt die Umwelt- und Klimapolitik ab. Sie schadet damit der Bevölkerung – und sich selbst.“ Die Zeit, Nr. 28/2025, Aktualisiert am 5. Juli 2025.

[18] Siehe hierzu auch:  Philipp Kollenbroich „Hitzeschutz Warum sind deutsche Intensivstationen nicht klimatisiert? Hitze wird häufiger und intensiver. Räume zu kühlen, könnte Leben retten. Doch die Technik wird in Deutschland geschmäht.“ Der Spiegel, 32/2024, 03.08.2024.

Blognotice 30.03.2025 : „Timothy Snyder au Canada : Le Début d’un Exode Académique Américain ?“

Jeudi 26 mars je m’aperçus que Timothy Snyder est en train de partir de l’Université de Yale vers le Canada. Il va commencer à enseigner l’histoire contemporaine à la « Munk School » de l’Université de Toronto. Il n’est pas le seul enseignant de quitter Yale pour Toronto, – son épouse Marci Shore elle aussi enseignante à Yale suit son mari vers le Canada, ainsi que Jason Stanley philosophe expert du « fascisme » s’envolent vers Toronto. Le départ des époux Snyder-Shore était de déjà prévue de longe date, comme on pouvait lire quelque jours plus tard dans Toronto Today, Il semble qu’il s’agit d’un simple transfert académique – donc à priori rien de plus normale dans le monde universitaire international.  Mais dans le même article, Marci Shore dit : « Je suis juive et historienne des années 1930 – donc le catastrophisme névrotique est peut-être surdéterminé : ma principale leçon de 1933 c’est qu’il vaut mieux partir plus tôt que trop tard. (Traduction de l’originale par C. Neff[1] )». Tout est dit, il n’y a rien à ajouter. C’est peut être le début de l’Exodus académique américain.  Le départ de ces trois scientifiques et intellectuels américains m’intrigue beaucoup, surtout le départ de Timothy Snyder, – je crois que j’ai presque tous ce livres dans ma bibliothèque, – je lis régulièrement son blog Thinking about…et parfois même je partage ses billets sur Mastodon ! Je pense que la lecture régulière des textes et analyse des de Timothy Snyder m’ont permis de déchiffrer un peu la dérive impériale de la Russie du Tsar Poutine[2].

Le même jour je découvre aussi les nouvelles inquiétantes de la disparition de la doctorante turque Rumeysa Ozturk   de l’université de Tufts. Je poste même dans Mastodon le message « how deep you have fallen ? », tellement je fus bouleversé par ces images ! Les images de l’arrestation de Rumeysa Ozturk me rappelé des très mauvais souvenirs, – les arrestations secrètes et disparitions des dissidents de l’Europe de l’Est entre 1945 et 1989, – avant l’effondrement de l’Union soviétique. Mais aussi la disparition des opposants de dictatures militaires durant les années 1970 en Amérique du Sud, Chili, Argentine, Brésil. Je me souviens du film « Missing », recomposé par la Palme d’Or à Cannes en 1982, que j’avais vue comme lycéen dans un des cinémas à Schramberg. Les disparus politiques de l’Amérique du Sud n’ont d’ailleurs pas disparu de la mémoire collective américaine, – comme le montre  la récompense de « Ainda Estou Aqui (je suis toujours la) » par le Oscar du meilleur film international 2025. La sénateur démocrate Elizabeth Warren semble avoir pris l’initiative le « leadership » pour une libération de Rumeysa Ozturk[3]. Entre temps la juge fédéral Denise J. Casper vient de stopper la déportation d’Ozturk[4]. Est-ce que l’administration Trump va accepter cette décision de justice ? J’ai des sérieuses doutes, – et je crains malheureusement que l’administration Trump va essayer de mettre l’état de droit en ruines. Mes pires craintes que j’avais publies dans le petit billet de blog « America where are you going » en Octobre 2024 juste avant l’élection de Donald Trump se réalisent actuellement. La dérive des Etats-Unis vers un régime proto-fasciste semble pour l’instant se poursuivre sans obstacles majeurs.

Ce matin je lis dans le Blog de Hasnain Kazim « „C’est vraiment dommage qu’il puisse devenir délicat de se rendre aux États-Unis… Les États-Unis, c’est vraiment très triste, je n’aurais jamais cru que cela soit possible.“ (Traduction libre  C.Neff) [5] »

Il a quelques jours je disais presque la même chose à l’un des mes enfants « je ne crois pas que je pourrais, au moins pendant le règne de Trump un jour aller aux Etats-Unis, – c’est trop risqué, voir à quel point je me suis permis de critiquer Donald Trump et son administration dans mon Blog et sur Mastodon. »

C’est un rêve de jeunesse qui s’écroule. Faire un jour un voyages aux Etats-Unis et admirer les magnifiques paysages, les forêts, les parcs nationaux, les long voyage en train…. Le pays de la liberté bascule dangereusement vers le gouffre autoritariste. Il reste un petit peu d’espoir, que les citoyens américains se réveilleront un jour  et vont stopper ce cauchemar !

Bibliographie :
(Pour la bibliographie, j’ai choisi le dernier livre de Timothy Snyder, qui a rejoint ma bibliothèque en octobre 2024, et dont j’ai utilisé la couverture pour illustrer ce billet de blog)

Snyder, Timothy (2024) : On Freedom. London, 2024 Copyright © Timothy Snyder, 2024; Vintage , Penguin Random House, UK 2024, ISBN 978-1-529-92927-0

Christophe Neff, Grünstadt le 30.03.2025

P.S.: (30.03.2025): Quelques instants après la publication de ce billet sur paysages, – je découvre l’interview de Jason Stanley dans le Spiegel « Faschismus-Forscher Stanley über Trump und seinen Abschied von Yale (der Spiegel, 30.03.2025, 16.16 Uhr) ».  La lecture de cette interview complète parfaitement mon billet de blog.


[1] Voir citation anglaise originale “I’m both a Jew and a historian of the 1930s, so the neurotic catastrophism is perhaps overdetermined: it’s always been clear to me that the lesson of 1933 is that it’s better to get out sooner rather than later,” dans Allison Smith “UofT hires three prominent Yale professors worried about Trump Fascism scholar Jason Stanley and historians Timothy Snyder and Marci Shore have taken jobs at the University of Toronto amid concerns about the second Trump administration” 26.03.2025, Torontotoday.

[2] Voir aussi les billets : Blognotice 24.02.2022 : les troupes du Tsar Poutine attaque l’Ukraine » et « Blognotice 22.12.2013: De Dostoïevski à Mikhaïl Khodorkovski ».

[3] Voir “Led by “EizabethWarren , NewEngland  lawmakers demand release of  Tufts  University grade student”, The Boston Globe, 28.03.2025

[4] Voir „A PhD student was snatched by masked officers in broad daylight. Then she was flown 1,500 miles away“ CNN, 29.03.2025.“

[5] Voir  Hasnain Kazim „Dass es aber mal heikel werden könnte, in die USA zu reisen, das hätte ich nicht für möglich gehalten …. Die USA! Das ist wirklich sehr traurig.“ Dans „ Keine Lügen, nur Schmäh: Reisefreiheit / Lügenverbot! / Türkei / Brief pro Bohne / Wiener Schmäh / Schneewittchen“, Erbaubliche Unterredungen, 30.03.2025.