Sturm Xynthia : Blick von der Unterhaardt auf La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon und Port Leucate

An der Unterhaardt und im Leiningerland waren die Schäden die der Orkan Xynthia am letzten Wochenende hinterließ doch relativ bescheiden. Natürlich sind, wie man heute in der Rheinpfalz lesen kann in den Wäldern zwischen Grünstadt, Altleiningen und Eisenberg ein paar Bäume umgefallen.  Aber ansonsten hält sich der Schaden den der Orkan Xynthia hier im Umkreis von Grünstadt verursachte doch ziemlich in Grenzen.  Was die umgefallenen Bäume betrifft wundere ich mich immer wie sehr Forstleute und Presse das „Umknicken“ bzw. den „Sturmwurf“  von an für sich gesunden und standortgerechten Bäumen bei Stürmen beklagen – und vor allem nicht nachvollziehen können. Eigentlich sollte doch bekannt sein, dass bei schweren Stürmen in nemoralen Wäldern immer ein paar Bäume, ja selbst hunderte von Bäumen sturmbedingt umfallen können. Aus dieser Tatsache hat sich der Forest Gap Theory entwickelt, die im französischen auch als „theorie des trouées ( sensu Schnitzler – Lenoble 2002)bzw. dynamique des trouées“  bekannt, im deutschen würde man wohl am die Forest Gap Theory wohl am ehesten mit „Wald- Lücken-Theorie“ bezeichnen.  Es scheint wohl so zu sein als hätte in Deutschland Begriff wie „Wave-regeneration oder Forest Gap Theory“ es bisher kaum geschafft aus dem akademischen Elfenbeinturm heraus eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. Das mag vielleicht zum einem am  emotionalen aufgeladenen „Waldbild“  im deutschen Sprachraum liegen, – und vielleicht auch soweit es neuere Ergebnisse aus der Waldökosystemforschung betrifft – an der Anglifizierung des wissenschaftlichen Publikationsbetrieb, – welcher Förster, welcher Journalist hierzulande liest schon in Englisch verfasste Paper zur theoretischen Waldökologie (siehe hierzu auch meine Bemerkungen in III. Un blog sur les paysages: an English introduction  ).  Für Waldbesitzer und Forstbetrieb mögen die Folgen von Xynthia im Einzelfall tragisch & und vielleicht sogar Existenz bedrohend sein, der Wald als Ökosystem erholt sich jedoch relativ problemlos von den Sturmfolgen, sowie sich Wälder in der Regel auch von Waldbränden erholen. Soweit ich es von hier aus Überblicken kann, sind wir was durch Xynthia verursachten Sturmschäden in Deutschland betrifft doch noch relativ glimpflich davon gekommen.

In Frankreich sah es da schon ganz anders, wobei interessant ist das der Orkan Xynthia in der französischen Wikipedia als „Tempête Xynthia“ als Sturm Xynthia bezeichnet wird – obwohl der Sturm mit 53 Toten und 7 Schwerverletzten doch wesentlich folgenreicher als in Deutschland war. Am härtesten traf es die Gemeinden La Faute-sur-Mer und  L’Aiguillon an der französischen Atlantikküste im Departement Vendée.  In diesen beiden Gemeinden hat es allein fast 30 Tote gegeben. Dort hat der aufgewühlte Atlantik einen Deich durchbrochen und die dahinter liegenden Siedlungen geflutet – das Meer hat sich genommen – was ihm einstmals gehörte. Die meisten Opfer, oftmals Rentner sind vom Meereseinbruch im Schlafe überrascht worden und in ihren Häusern ertrunken. Der durch Xynthia verursachte Meereseinbruch des Atlantik an der Küste der Vendée hat eine erneute Diskussion über den Umgang mit Naturrisiken wie Überschwemmungen aber auch den Umgang mit der Natur an Meeresküsten in Frankreich ausgelöst. Ich schreibe „erneute Diskussion“ – denn eigentlich löst jede Überschwemmung mit Todesopfern wie z.B.  in Nîmes am 3.10.1988 , in Vaison la Romaine am 22.9.1992, in Sommières am 8 und 9.9.2002 solche Diskussionen aus, sowie auch jeder größere Waldbrand ähnliche Diskussionen auslöst  – ohne dass sich wirklich gravierendes im Umgang mit der „Natur“ bzw. „Natur & Umweltrisiken “ in Frankreich ändert – oftmals werden die Dinge nach ein paar Jahren wieder vergessen.  Ähnliches könnte man bestimmt auch für die Situation Deutschland schreiben.

Die oben genannten Überschwemmungskatastrophen, die alle erhebliche Menschenleben kosteteten, sind inzwischen so vergessen, dass man diese nicht einmal in der französischen Wikipedia wiederfindet bzw. diesen Ereignissen ein eigner Artikel gewidmet wäre.

Den verheerenden Waldbrand mit über 80 Todesopfern welcher im Sommer 1949 in der Forêt des Landes wütete – übrigens der verheerenste europäische Waldbrand der jüngeren Zeitgeschichte ist in Frankreich fast vergessen – was übrigens dazu führt, dass die beiden Artikel die sich im Blog Paysages damit befassen 1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes und Le 19 août 1949 – le drame de la Forêt des Landes sowie The Fatal Forest Fire – remembering the „1949 Mega fire“ in the „Forêt des Landes“ (South West France) –  sehr gut besucht werden – da es eigentlich außer dem Buch „L’incendie meurtrier – dans la forêt des Landes en août 1949„ von Joan Deville  kaum noch abrufbare Erinnerungen an dieses Waldbrandereignis mehr gibt. Die Zeit vergeht und die Erinnerung an die Katastrophe verblasst.

Was die Folgen von Xynthia betrifft, inbesondere die Ereignisse von la Faute sur Mer und l‘ Aiguillon, so wird in der französischen Öffentlichkeit vor allem die galoppierende „Urbanisation“ der französischen Küste als Hauptverantwortlicher für die Katastrophe thematisiert, der Klimawandel wird letztlich kaum thematisiert, – was ich persönlich auch für richtig halte – da solche Sturmbedingten Hochwasser an der Atlantikküste und an der Nordseeküste an für sich nicht so ungewöhnlich sind – nur treten diese so selten auf, dass das kollektive Gedächtnis diese Ereignisse relativ schnell wieder vergisst – wer erinnert sich denn noch an die Watersnood die im Februar 1953 über 1800 Menschenleben  in den Niederlande forderte. In diesem Zusammenhang sei auch noch auf das Interview von Guy Brasseur in der heutigen Zeit „Im Treibhaus“ verwiesen, in welchem Brasseur dezidiert auf die Fragwürdigkeit des Zusammenhanges zwischen Extremwetterereignissen  und globaler Klimaentwicklung hinweist.

Die immer mehr fortschreitende „Urbanisierung“ der französischen Meeresküsten wird in francophonen Geographie auch als Littoralisation bezeichnet und wird inzwischen auch  für die Beschreibung von Urbanisations – und Suburbanisationsprozessen in  andere Küstenräumen verwendet.  Diese Begrifflichkeit wird jetzt auch schon  in der anglophonen Geographie verwendet. Ich habe im Zusammenhang mit Littoralisationsprozessen  im National Geographic (  Bourne & Turner, 2006) einmal einen schönen Satz gelesen „loving our coasts to death“ – der im Grunde genommen die Dramatik des Littoralisationsprozesse treffend beschreibt.  Die Ökosystemaren Konsequenzen der den gesamten Planeten umfassenden Littoralisation zu managen wird einer der großen Herausforderung des „Global Changes“ werden – denn die Littoralisation ist ein wahrhaft globaler Prozess der viele Küstenabschnitte der Welt nachhaltigst formt, – teilweise regelrechte neuartige Landschaftsbilder schafft.

Um nochmals auf la Faute sur Mer und l‘ Aiguillon zurück zu kehren, – die franco-französischen Presse verwendet den Term im Gegensatz zu francophonen Geographie aber nur zur Beschreibung von Urbanisierungsprozessen am Mittelmeer, weshalb man den Begriff im Zusammenhang mit dem Meereseinbruch an der Küste der Vendée kaum in den Medien findet.  Auf eine andere Begrifflichkeit die hier in Deutschland noch kaum bekannt ist,  sei in diesem Zusammenhang auch verwiesen – die Californisation – ein aus der frankophonen Geographie stammender Begriff der das Eindringen von Wohnbesiedlung in Wald und Buschland beschreibt – was bei Waldbränden zu katastrophalen Folgen führen kann, denn im Grunde wird im zersiedelten Grün, das Eindämmen der Flammen zu einer fast unbeherrscharen Herausforderung für die Feuerwehren. Die Überlagerung von Californisationsprozessen und Littorlisationsprozessen in den mediterran Subtropen birgt wahrlich vielfältige Umweltrisiken, die auch schon ohne menschgemachten Klimawandel, wenn es denn mal brennt oder ein Deich bricht, nur schwerlich beherrschbar sind.

Abschliessend möchte ich mich noch Leucate und Port Leucate zuwenden, zwei Ortschaften an der französischen Mittelmeerküste  welche ich nun fast 40 Jahre kenne.  Der Küstenabschnitt zwischen der Halbinsel Leucate, dort wo sich der alte Siedlungkern des Dorfes Leucate befindet und Le Barcarès gilt als einer dynamischsten Küsten des Mittelmeerraumes, weshalb dieser Küstenabschnitt zu Beschreibung von mediterraner Küsten & Lagunendynamik im von Hofrichter herausgegeben Mittelmeerreader (Wilke 2001)  ausgewählt wurde. Auf dem Lido, d.h. dem Tombolo der das Etang de Leucate zwischen Leucate Plage und le Barcarès vom offenenen Meer abtrennt wurden in den 60 Jahren die nouvelles station touristiques Port Leucate und Port Barcarès errichtet.  Vorher war dieser Sand & Dünentombolo unbewohnt – u.a. deshalb weil es immer wieder im Winter zu sturmbedingten Meereseinbrüchen kam. Soweit ich mich an die Literaturrecherchen für diverse wissenschaftliche Publikationen ( u.a.  Neff 2003 sowie Neff & Scheid 2005) richtig erinnere, gab es den letzten größeren Meereseinbruch in der Zwischenkriegszeit zwischen erstem und zweitem Weltkrieg.

Wenn das Meer bei starkem Marin richtig tobt, dann kann man die Brandung eigentlich in ganz Port Leucate deutlich vernehmen. Das hört sich wie das Heulen und Stöhnen der Schwarzwaldtannen bei schwerem Orkan an,  so wie es Vinzenz Erath in größer als des Menschen Herz beschrieb. Im Ferienhauschen meiner Großmutter in der Feriensiedlung la Griffouliere in Port Leucate,  Ferienhäuschen in dem ich als Kind und Jugendlicher unzählige Ferien verbrachte, lauschte  ich oftmals bei geöffneten Fenster, der  Meeresbrandung bei Marin, die obwohl sich das Haus fast zwei Kilometer vom Strand entfernt befand (und immer noch befindet)bei Marinwind noch deutlich zu hören war.  Ich habe mir als ich noch Kind war oftmals überlegt, wie es denn wäre, wenn eines Nachts das Meer kommen würde. Was ich damals nicht wusste, – bevor Port Leucate auf dem Tombolo gebaut wurde und dieser noch la Corrège und Mas de l‘ile hieß, kam das Meer hin und wieder  und setzte alles unter Wasser – so wie letzten Sonntag in la Faute sur Mer und l‘ Aiguillon. Nur war das Lido damals zwischen der Halbinsel Leucate und der Aglymündung unbewohnt.  Ich denke, dass das Wasser, das Meer wieder kommen wird, eines Tages völlig unerwartet, weil man einfach vergessen hat, dass es einmal da war.  Vielleicht täusche ich mich auch, und das Meer wird nie sich nie mehr über den Lido ergiessen, aber angesichts der jüngeren Landgeschichte dieses Küstenabschnittes erscheint es jedenfalls nicht unwahrscheinlich, daß es bei entsprechenden Unwetterereignissen wieder zu Meereseinbrüchen kommen könnte.

Es gibt auch keinen Deich in Port Leucate, jedenfalls ist mir bisher keiner sichtbar aufgefallen. Ich bin jedoch sicher, dass soweit man einen Deich zum Hochwasserschutz bauen wollte, dass viele der unmittelbaren Strandanlieger in Port Leucate alles in Bewegung setzten würden um solch einen Deich zu verhindern, denn solch ein Deich würde natürlich den freien Blick aufs Meer beeinträchtigen.  Hingegen wurde vor kurzem zwischen dem Grau de Leucate und Leucate Plage ein Hochwasserdeich errichtet.

Es gibt noch ein ganz anderes Element was Port Leucate und  la Faute sur Mer und l‘ Aiguillon verbindet. Die meisten Opfer in den Küstenstädtchen am Atlantik waren Rentner die einen schönen Lebensabend am Atlantik verbringen wollten. Meistens aus oberen Unterschicht und unteren und mittleren Mittelschicht (couches populaires ) , denen ein Häuschen am Mittelmeer zu teuer war. Viel hatten ihre ganzen Ersparnisse in ihr kleines Häuschen gesteckt. 27 von Ihnen haben die Nacht von 27 auf den 28 Februar 2010 nicht überlebt, – denn sie waren zu schwach und zu gebrechlich – um sich rechtzeitig vor dem einbrechenden Wasser in den rettenden zweiten Stock zu begeben, um das rettende Hausdach erklimmen zu können.  In Port Leucate gibt es auch ein immer mehr wachsende Seniorenpopulation, – es gibt sogar eine kleine Anzahl von deutschsprachigen Rentnern wie ich im letzten Oktober als ich eine Messe in der neuen St. Jacques Kirche besuchte, feststellen konnte. An dem Tag, an dem das Meer kommen wird, und soweit es bis dahin keinen effektiven Hochwasserschutz gibt, wird es in Port Leucate die gleichen Bilder  geben wie letzten Sonntag in la Faute sur Mer und l‘ Aiguillon in der Vendée.

Dieser kleine Blogbeitrag soll nicht anklagen, – sondern nur anregen über unser Verhältnis zu „Naturrisken“ nachzudenken.  Im Allgemeinen haben wir die Tendenz diese Risiken mit der Zeit einfach zu vergessen. Aber dadurch, dass diese Risiken aus unserem kollektiven Gedächtnis verschwinden, werden die Risiken natürlich nicht kleiner. Ich will diesen Blogbeitrag mit einem kleinen Beispiel aus der Raumschaft Schramberg beenden. Im Mai 1959 wurden große Teile der Stadt Schramberg durch ein verheerendes Hochwasser vernichtet. Es war nicht das erste Hochwasser in Schramberg, und es war auch nicht das letzte Hochwasser – es war nur ein Ereignis in einer langen Zeitreihe – und man kann davon ausgehen, dass irgendwann der Tag kommt, an dem wieder ein solches Hochwasser in Schramberg auftreten wird.

Der Brezelsegen der Schramberger Fasnet geht übrigens wie ich im Buch „mit Kummer und mit Sorgen“ von Sven Kindler (2007)  erfahren konnte auf die großseigneurale Armenspeisung durch die Grafen von Bissingen Nippenburg (Kindler 2007:16) nach Hochwasserereignissen und Missernten in der Raumschaft Schramberg zurück, – ich habe dem ganzen übrigens einen französischsprachigen Blogbeitrag unter Titel „Petite notice sur les origines du Schramberger Hansel“ gewidmet. Hier hat die Unwettererfahrung in der Raumschaft Schramberg  im kollektiven Gedächtnis als Fasnetsbrauch überlebt. In diesem Zusammenhang, d.h.  dem Vorkommen von historischen Hochwässern in Mitteleuropas gibt es übrigens in der aktuellen Geographischen Rundschau (3/2010) einen lesenswerten Aufsatz von Mathias Deutsch, Rüdiger Glaser und Karl Heinz Pörtge et al.

Hochwasser, Meereseinbrüche, Waldbrände wird es in Mittel und Südwesteuropa sowie im gesamten Mittelmeerraum immer geben, – und zwar völlig unabhängig davon ob sich das Klima nun erwärmt oder nicht. Die Frage ist nur wie man mit diesem Wissen umgeht – und ob man bereit ist Vorsorge zu treffen – auch wenn das letzte Schadenereignis scheinbar schon wieder in eine weite zeitliche Ferne gerückt ist. Und was den Klimawandel betrifft, sollten die Szenarien der Klimaforscher sich als richtig erweisen, wovon eigentlich auszugehen ist,  dann wird das Management solcher „Naturrisiken“, bestimmt nicht einfacher, ganz im Gegenteil.

Zitierte Quellen:

Bourne, J.K., Turner, T. (2006): Land on the Edge -Loving our coasts to death. In: National Geographic, July2006, v. 210, p. 60-97.

Deutsch, M., Glaser, R., Pörtge, K.H., Börngen, M., Drescher, A., Cresat, M., Riemann, D., Scönbein, J. (2010): Historische Hochwasserereignisse in Mitteleuropa. Quellenkunde, Interpretation und Auswertungen. In: Geographische Rundschau, 3/2010, 18-  24.

Deville, J. (2009) : L’incendie meurtrier – dans la forêt des Landes en août 1949. Paris (les Éditions des Pompiers de France), (ISBN 978-2-916079-20-2)

Die Rheinpfalz (4.3.2010): Wandern im Wald ist Lebensgefährlich – Grünstadt/Altleiningen: Orkan Xynthia wirft auch gesunde Bäume um – Waldlehrpfad besonders betroffen – Weg gesperrt. Die Rheinpfalz Nr. 53 – Unterhaardter Rundschau, Donnerstag 4 März 2010

Die Zeit (4.3.2010): Interview mit Claude Brasseur – Im Treibhaus. In: Die Zeit, 4 März 2010, 30 Wissen .

Erath, V. (1951): Größer als des Menschen Herz. Das Buch vom wahren Leben. Tübingen (Rainer Wunderlich Verlag)

Kindler, Swen  (2007) : „…mit Kummer und mit Sorgen…“ Junges Parlament – Kanalfahrt – Da-Bach-na-Fahrt. Norderstadt, (Books on Demand), ISBN 978-3-8334-7265-7

Neff, C. (2003): Les Corbières maritimes – forment-elles un étage de végétation méditerranéenne thermophile masqué par la pression humaine ? In: Fouache, E. (Ed.): The Mediterranean World Environment and History. IAG Working Group on Geo-archeology, Symposium Proceedings. Environmental Dynamics and History in Mediterranean Areas, Paris, Université de Paris – Sorbonne 24 – 26 avril 2002. Paris, 191 – 202, (Elsevier France, ISBN 2-84299-452-3).

Neff, C., Scheid, A.   (2005):  Der mediterrane Süden Frankreichs. Vegetationsdynamik und Kulturlandschaft im Languedoc- Roussillon. In: Geographische Rundschau, 57, H. 9, 38-44.

Schnitzler – Lenoble, Annik (2002): Écologie des forêts naturelles d‘ Europe. Biodiversité, sylvigenese, valeur patrimoniale des forets primaires. Paris, Lavoisier TEC & DOC, ISBN 2-7430-0541-6

Wilke, Michael (2001): Lagunäre Lebensräume. In Robert Hofrichter, R. (éd), Das Mittelmeer : Fauna, Flora, Ökologie. Tome I, Allgemeiner Teil, p. 326-347, Heidelberg, Éd. Spektrum akademischer Verlag, 2001, ISBN 3-8274-1050-9

Christophe Neff, Grünstadt le 4.3.2010

Neues im Paysages-Blogroll: Aus dem Leben eines Geographen

Ich habe „Aus dem Leben eines Geographen„, – die Webseite bzw. das Blog von Frank Schüssler ins Blogroll aufgenommen. Ich bin auf die Seite gestoßen, als ich aus beruflichen Gründen ein paper über die Potentiale von Solarenergie in Nordafrika suchte.  Hingegegen werde ich wahrscheinlich Hans555 sowie den Aufreger irgendwann aus dem Blogroll nehmen. Beides Blogs aus der erweiterten Raumschaft Schramberg – aber leider gibt es bei beiden recht wenig zu lesen – sprich da tut sich nicht viel. Hans555 ist hingegen als Wikipediaautor sowohl auf der deutschsprachigen,  englischsprachigen Wikipedia, ja selbst der französischsprachigen Wikipedia sehr aktiv. In der französischen Wikipedia hat er beispielswiese einen bemerkenswerten Artikel über die deutsch-französische Dichterin „Emma Guntz“ verfasst. Hans555 hat einige lesenswerte Artikel zu Schramberg und Umgebung in der Wikipedia begründet, verfasst, ergänzt und verbessert und damit auch dazu beigetragen, dass die Artikelqualität bezüglich „Schramberg Artikel“ in der Wikipedia vergleichsweise gut ist, – was bei Wikipedia nicht immer der Fall ist. Der Grünstadtartikel ist beispielsweise im Vergleich zum Schrambergartikel doch sehr bescheiden in der Qualität. Nur tut sich leider nicht viel im Blog von Hans555, da wünschte man sich doch etwas mehr Lesefutter. Ähnliches gilt auch für den Aufreger. Hingegen gibt es bei in der Bücherrepublik – der république des livres – von Pierre Assouline immer was zu lesen.  Allein die Kommentare zu diversen Postings sind „Bücherfüllend„.  Im Posting „Foin de notre devoir de réserve !“ wo es um die  in Berlin lebende Goncourt Preisträgerin Marie NDiaye die durch den UMP Abgeordneten Éric Raoult heftig angegriffen wurde ging, finden sich aktuell 426 Kommentare (16.11.2009 ca. 19:00) – die Diskussion um Marie NDiaye  hat sich übrigens in Frankreich längst zu einer veritablen „Staatsaffäre “ ausgeweitet. Im kleinen Posting Marchons sur la tête !„, welches auf  die Verdrängung der kleine Buchhändler in Frankreich durch Amazon aufmerksam macht, finden sich auch schon 193 Kommentare (16.11.2009 ca. 19:00). Versehen mit guten Französischkenntnissen, einem ausreichenden Zeitbudget soweit man die Kommentare mitliest, erlauben einem die Postings & Diskussionen in der Bücherrepublik einen tiefen Einblick in die literarischen Landschaften Frankreichs. Verabschieden wir uns von den literarischen Landschaften in der Bücherrepublik, wobei ich mir noch erlaube auf die Besprechung von Jean-Paul Kauffmann „Courlande“ – durch Assouline im Posting „Kauffmann se construit des châteaux en Courlande“ aufmerksam zu machen. Das Kurland, die kurische Nehrung, das kurische Haff –  das waren ja auch mal Landschaften deutscher Literaturen – die dank Günther Grass und Siegfried Lenz nicht ganz vergessen sind, aber deren Geographieen man längst im Unterbewußtsein verloren hat.  Vielleicht sollte man deshalb die „Courlande“ von Kauffmann auch mal zur Hand nehmen. Wer weiß, vielleicht wird das Buch auch mal ins Deutsche übersetzt werden.  Kommen wir von den literarischen Landschaften wieder zu „Aus dem Leben eines Geographenzurück – ein wahrlicher Eichendorffscher Titel für einen Geographieblog. Ich weiß zwar nicht inwiefern Joseph von Eichendorff bei der Titelfindung für Frank Schüsslers Blog Pate stand, – aber unabhängig davon ist das Blog lesens & bemerkenswert.  Bemerkenswert auch deshalb weil sich das Blog mit Fragen der „Geographischen Energieforschung“ befasst, die Energieforschung die ich für eine der zentralen  Zukunftsfragen halte.  Die „Energiefrage“ wird nicht nur die Geographie immer mehr beschäftigen, – die Energiediskussion wird m.E. vielleicht mittelfristig zu einer der zentralen  Zukunftsfragen unserer modernen Industriegesellschaft werden.  Ohne die Ressource Energie kann eine moderne Industriegesellschaft überhaupt nicht leben. In diesem Sinn lohnt es sich da bestimmt hin und wieder beim Blog „aus dem Leben eines Geographen “ hineinzuschauen.

Christophe Neff, Grünstadt le 16.11.2009

Neues aus dem Leiningerland – das Grünstadter Känguru wurde wieder gesichtet (27.10.2009)

Über das Grünstadter Känguru habe ich ja schon mehrfach berichtet. Lange Zeit hatte man von dem Rotnackenwallaby  welches durch Leiningerland und Unterhaardt hüpft nichts  mehr gehört. Jetzt ist es wieder da – gestern berichtete die Unterhaardter Rundschau unter dem Titel „Känguru weiter auf Tour de Pfalz – Beuteltier bei Maxdorf beinahe überfahren – Jetzt wieder verschwunden“  darüber.  Aber wenn man den kleinen Artikel dann genau liest erfährt man, dass der Vorfall schon am 24. August geschah, – und das Känguru seitdem verschwunden ist.  Die Nachricht brauchte also fast geschlagene zwei Monate bis diese bei der Rheinpfalz respektive der Unterhaardter Rundschau ankam.  Ansonsten steht in dem Artikel nicht viel Neues drin.  Der Landauer Zooinspektor Gregor Müller wird mit der Aussage zitiert, dass das Känguru auch bei uns problemlos einen Winter überstehen könnte.  Das ist an für sich auch keine neue Information – ähnliches konnte man schon in vorangegangene Beiträgen der Rheinpfalz zum Thema lesen.  Warum fragt man sich versucht die Rheinpfalz nicht mal was über die Rotnackenwallabypopulation in der Forêt de Rambouillet zu schreiben (Ich berichtete hier darüber). Vermutlich weil man in der deutschsprachigen Wikipedia nichts darüber findet. Da müsste man dann doch etwas recherchieren und ggf. auch noch etwas französisch lesen können!?  Belassen wir es mal dabei. Mir ist das Känguru von Grünstadt persönlich noch nicht begegnet, aber ich verfolge durchaus mit Interesse die mediale Spur die das Känguru von Grünstadt  in der regionalen und überregionalen Presselandschaft hinterlässt. Ansonsten gibt es kaum was Neues aus dem Leiningerland.  In übrigen Deutschland auch nicht. Wir werden eine neue Regierung bekommen – dazu beschert uns der Spiegel (44/2009) eine durchaus lesenswerte Titelstory „Weiterwursteln im Merkelland„.  Das Essay von Dirk KurbjuweitSieg der Ängstlichkeit – «Mehr Demokratie Wagen » – was ist von diesem Satz geblieben ?“  im gleichen Spiegelheft ist nicht nur ein lesenswertes, sondern in meinen Augen ein durchaus gelungenes politisches Essay zur aktuellen politischen Befindlichkeit der Nation.  Mal schauen wie lange wir warten müssen bis wir die Spiegel Titelstory des Heft 44/2009 und Dirk Kurbjuweit Essay auf Spiegelonline in digitaler Version erscheinen. Man wird sich natürlich fragen, was die große Politik mit dem Grünstadter Känguru zu tun haben.  Kurbjuweit schreibt :„ «Wir wollen mehr Demokratie wagen»   wäre heute kein Satz mehr, der diese Gesellschaft erreichen kann. Viele würden gar nicht mitbekommen, dass er gesagt wurde, anderen wäre es egal, und die meisten würden dem Politiker, der den Satz sagt, nicht glauben, dass er ihn ernst meint.“ Kurbjuweit hat recht, die Botschaft würde wahrscheinlich gar nicht ankommen, – während des letzten Bundestagswahlkampes hatte man hier im Leinigerland zeitweise das Gefühl – dass das „Grünstadter Känguru“ durchaus wichtiger als der Bundestagswahlkampf war  – siehe auch mein Posting „Unterhaardter Randbemerkungen zur Bundestagswahl 2009 (1; 30.8.2009): – ist der Wahlkampf wirklich langweilig?“ .  Zu guter stelle ich mir noch die Frage weshalb das „Grünstadter Känguru “ bisher noch keinen Artikel in Wikipedia.de hat! Es wäre eigentlich an der Zeit!

Quellen:

Der Spiegel (2009) : Weiterwursteln im Merkelland. In : Der Spiegel, 44/2009, 24 – 38.

Die Rheinpfalz – Unterhaardter Rundschau, Montag 26 Oktober 2009:  Känguru weiter auf Tour de Pfalz. Beuteltier bei Maxdorf beinahe überfahren – jetzt wieder verschwunden.

Kurbjuweit, D. (2009):  „Sieg der Ängstlichkeit – «Mehr Demokratie Wagen » – was ist von diesem Satz geblieben ?“  In: Der Spiegel, 44/2009, 54- 56.

Christophe Neff, Grünstadt le 27.10.2009

Les massacres de Conakry du 28.9.2009 introuvables sur Wikipedia.fr

Pourquoi – est ce qu’on ne trouve pas d‘ article sur les massacres de Conakry du 28.9.2009  sur Wikipedia.fr ? Pourquoi  ? Alors que Wikipedia.en nous en présente un sous le titre de 2009 Guinea protest (et même en pt et es il y a des articles) créé par l’utilisateur SpaceFligth89 le 28.9.2009 à 21.29. !

La réponse  se trouve peut- être dans un des mes derniers billets « Qui pleure les morts de Conakry » où j’écrivais « A part cela, l’opinion mondiale a depuis longtemps enterré la Guinée, comme une grande  partie de l’Afrique noire ». Opinion et medias français auraient-ils aussi comme le reste du monde enterré la Guinée ?

Christophe Neff, Grünstadt le 5.10.2009

Das Grünstadter Känguru nun auch in Gerolsheim

Das Grünstadter Känguru wurde nun auch in Gerolsheim gesichtet. Die heutige Unterhaardter-Rundschau widmete dem Event ein ganzes Drittel der Grünstadter Lokalseiten – der Titel heißt „ Känguru ruht sich im Weinberg aus – Gerolsheim – exotischer Ausreißer ist ein „Bennet“ – Tiere werden häufig auch privat gezüchtet„. Der Artikel beinhaltet sogar ein Bild. Da die Rheinpfalz sehr zögerlich Artikel ins WWW stellt, Beiträge aus regional und lokal Ausgaben finden eigentlich auch nie den Weg ins WWW, verweise ich hiermit auf den Artikel „Einsames Beuteltier in der Pfalz “ aus der Wormser Zeitung, Beitrag der das Photo des in Gerolsheimer photographierten „Grünstadter Känguru“ von Klaus Bolte beinhaltet. Anhand der in Gerolsheim gemachten Photos, waren laut Rheinpfalz Experten der Zoos in Landau und Kaiserlautern in der Lage – das Grünstadter Känguru als Bennet-Känguru – d.h. Rotnackenwallaby (Macropus rufogriseus) zu identifizieren. Auch wenn mir das Grünstadter Känguru bisher noch nicht persönlich begegnet ist, darf man anhand der zahlreichen Indizien wohl annehmen, dass das Grünstadter Känguru, keine „Sommerente“ ist, sondern tatsächlich existent ist. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß der in meinem letzten deutschsprachigen Posting „Die Depeschen von der großen Birke und das Känguru von Grünstadt „ erwähnte Piranha von Colmar es jetzt auch in die deutschen Medien geschafft hat – in der Rheinpfalz N. 192 vom Donnerstag den 20 August 2009 gibt es eine Meldung unter Zeitgeschehen mit dem Titel „Piranha in Rhein-Zufluss im Elsass gefangen„.

Abgesehen davon, dass das Grünstadter Känguru, das Sommerloch für die Medien füllt – habe ich auch ein gewisses berufliches Interesse an solchen Dingen, – da „Exoten“ – d.h vor allem Neophyten neben Waldbränden und Feuerökologie zu meinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten zählen. Mit Neozoen habe ich mich bisher nur einmal während meiner Mannheimer Zeit beschäftigt, nämlich mit der großen Halsbandsittichpopulation in Mannheim (Neff 1998), ansonsten sind es vor allem Neophyten die im Focus meines beruflichen Interesse stehen. Halsbandsittiche kann man inzwischen auch rund um Bobenheim-Roxheim beobachten. Was Neophyten betrifft ist die Unterhaardt und Leinigerland durchaus ein interessantes Untersuchungsgebiet – so darf man die drüsenblättrige Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus) hier schon als eingebürgert bezeichnen – man findet diese sogar schon auf dem Grünstadter Berg. Angesichts der Dichte der „Hanfpalmen“ (Trachycarpus fortunei) in den Gärten zwischen Bad Dürkheim und Grünstadt würde es mich nicht wundern, wenn man irgendwann auch hier die chinesische Hanfpalme als Gartenflüchtling entdecken würde. Wobei ich das dann nicht als Klimasignal bewerten würde, – das habe ich u.a auch schon in einer Publikation zu Neophyten in der elsässischen Oberrheinaue (Neff 2007) geschrieben – die chinesische Hanfpalme kann man durchaus als Palme mit submediterrane Klimaansprüchen bezeichnen – Palme die eigentlich hervorragend an die Klimabedingungen an der Weinstraße zwischen Bad Dürkheim und Grünstadt angepasst ist. In diesem Zusammenhang, sei für alle Palmenlieber an der Weinstraße das Buch „Winterharte Plamen“ von Mario Stähler und Tobias W. Spanner empfohlen. Es gibt meines Erachtens zur Zeit kein besseres deutschsprachiges Buch zur Thematik.

Eigentlich wollte ich nur ein paar kurze Sätze zum Grünstadter Känguru schreiben. Jetzt ist das ganze doch etwas länger geworden. Neozoen und Neophyten sind jedoch ein wichtiges Thema, mit dem wir uns völlig unabhängig von Sommerlöchern, Presseberichterstattung etc. auseinander setzten sollten. Es ist aber auch ein spannendes Thema – und erlaubt auch Fragen zu stellen – wie lange wird es beispielsweise brauchen bis die asiatische Hornisse, die sich zur Zeit in Westfrankreich ausbreitet bei uns in Deutschland ankommt. Um nochmal abschließend auf das „Grünstadter Känguru“ zurückzukommen – soweit man Wikipedia.de glauben darf gibt es eine Rotnackenwallaby in England, und hat es auch Auswilderungsversuche in Österreich gegeben. Der deutschsprachige Wikipediaartikel über die Rotnackenwallaby scheint auf jedenfall eher zweifelhafter Qualität zu sein, – es fehlen Referenzen und wichtige Querverweise. In Frankreich – in der Forêt de Rambouillet – gibt es eine kleine Bennet-Wallaby Population – die einzige europäische Wallaby Population von der man relativ sicher annimmt, dass diese sich in Situ autochton reproduziert. Aber davon, weiß der deutschsprachige Wikipedia-Artikel über die Rotnackenwallaby ’s bis dato nichts !
Wenn ich die Rheinpfalz lese, habe ich immer das Gefühl, daß man nichts wichtigeres zu tun hat, als zu versuchen das Tier irgendwie einzufangen, zu betäuben, abzuschießen – eben möglichst schnell aus der Landschafts zu schaffen. Wieso läßt man das Tier eigentlich nicht in Ruhe. Wen stört das Tier.

Aus einem Tier kann natürlich keine eigenständige Population entstehen, – aber was wäre den an einer eigenständigen „Wildpopulation“ von Känguru’s im Leininger Land , so wie in Frankreich in der Forêt de Rambouillet, denn so schlimm ? Wen stört es wirklich ?

Kaum hat man den Gedanken zuende gedacht und aufgeschrieben – da höre ich schon die aufrechten Schützer des deutschen Waldes, der deutschen Landschaft, schreien und toben „Faunenverfälschung“, Verschandlung des Landschaftsbildes, etc.. Die Grünstadter Wallaby‘s dürften eigentlich genauso wenig jemanden stören wie die Wallabypopulation in der Forêt de Rambouillet ! Das ist jedenfalls meine Meinung.

Zitierte Quellen:

Die Rheinpfalz – Unterhaardter Rundschau (21.8.2009): Känguru ruht sich in Weinberg aus. Gerolsheim: Exotischer Ausreißer ist ein „Bennet“ – Tiere werden häufig auch privat gezüchtet.

Neff, C. (1998): Neophyten in Mannheim – Beobachtungen zu vegetationsdynamischen Prozessen in einer Stadtlandschaft. In: Anhuf, D., Jentsch, C. (Eds.): Beiträge zur Landeskunde Südwestdeutschlands und angewandten Geographie. Mannheimer Geographische Arbeiten, H. 46, 65-110, Mannheim. (ISBN 3-923750-72-2)

Neff, C. (2007) : Naturkundliche Beobachtungen in Munchhausen (Frankreich) Sauerdelta und Laurophyllisation in Munchhausen.. In: VOGT, J., D. BURGER, T.K. BUTTSCHARDT, A. MEGERLE (Eds): Karlsruhe, Stadt und Region. Ein Landeskundlicher Führer zu bekannten und unbekannten Exkursionszielen. Karlsruhe, Regionalwissenschaftlicher Fachverlag, p. 201 – 215, ISBN 978-3-9811189-2-6

Stähler, M., Spanner, T.W. ( 2007 ): Winterharte Palmen – in Mitteleuropas erfolgreich auspflanzen, pflegen und überwintern. Berlin, Medemia Verlag, ISBN 978-3-940033-01-7.

Centre d‘ Etudes et de sa Forêt : Enquête sur le Wallaby de Bennett en Forêt d’Yvelines.

Grünstadt, le 21.8.2009

La Schramberger Majolika Fabrik – la Céramique de Schramberg sur wikipedia.fr

Pour une fois Wikipedia.fr fait mieux que Wikipedia.de, ce qui est assez rare – donc cela mérite d‘ être noté dans un petit billet. Je viens de découvrir un article sur la Schramberger Majolika – l’article est nommé « Céramique de Schramberg » – mais on aurait dû plutôt l’intituler Schramberger Majolika Fabrik – SMF – ce fut le sigle officiel de la marque. L’article que l’utilisateur Patrik Charpiat a crée est encore un peu maigre, – il y a des informations importantes qui manquent,mais après tout un tel article sur la Schramberger Majolika jusqu’à ce jour manquait cruellement sur wikipedia.de – et il manque encore jusque à présent. (6.8.2009 10:20)

Le début de la Schramberger Majolika en 1820 comme Schramberger Steingut Fabrik (Faiences de Schramberg) fut le début de l’Industrialisation à Schramberg , – industrialisation qui amena les horloges et les montres Junghans et plus tard les chemins de Fer à Schramberg. La Schramberger Steingut fut fondée en 1820 par Isidor Faißt, en 1883 la Fabrique est achetée par Villeroy & Boch Mettlach und Utzschneider & Co , Sarreguemines – et en 1911 la Steingutfabrik est vendue aux chemins de Fer du Würtemberg (Königliche Württembergische Staatseisenbahn ) qui utilise une part du terrain de la Steingutfabrik pour agrandir la gare de marchandises de Schramberg. En 1912 ce fut Moritz Meyer qui racheta les terrains restants des chemins de fer du Würtemberg pour fonder une nouvelle société, une nouvelle fabrique – la Majolikafabrik Gebr. Meyer, qui fut renommée Schramberger Majolikafabrik GmbH en 1918. C’est avec Moritz Mayer que l’épopée de la Céramique de Schramberg débuta, – des noms comme Eva Zeisel , Eugenie Roth porteront le nom de la SMF autour du Monde. Mais l’histoire rattrapa les Gebrüder Meyer, étant juifs ils furent obligés de vendre la SMF au cours de campagne d‘Aryanisation en 1938 – et ils furent obligés à quitter Schramberg et à émigrer vers l’Angleterre. Moritz Meyer fut un des rares entrepreneur s juifs qui osèrent rentrer en Allemagne après la shoah – il reprendra la Schramberger Majolika en 1949. Moritz Mayer est décédé en 1970. La SMF malheureusement fut mise en liquidation judiciaire en 1988/89 – mais quelques restes de l‘usine subsistent dans le Schramberger Majolika Firmenpark. La fin de la SMF fut aussi décisive pour la ligne de chemins de Fers reliant Schramberg, à Schiltach et au reste du Monde -ayant perdu un de ses principaux clients, – la D.B. ferma la ligne de chemin de Fer Schramberg – Schiltach quelques mois plus tard. C‘ est ainsi qu’un chapitre d’histoire industrielle de la Forêt noire fut clos. Mais d’une certaine manière la SMF a quand même survécu – les céramiques de Schramberger Majolika – la SMF – sont des objets appréciés et recherchés par les collectionneurs de céramiques.

Sources :

Museums und Geschichtsverein Schramberg, Grosse Kreisstadt Schramberg (Eds.): Schramberg – Adelsherrschaft – Marktflecken- Industriestadt. Schramberg, ISBN 3-98077406-3-3

Stadt Schramberg (Ed): Das ist Schramberg. Die Uhren und Fünftälerstadt im Schwarzwald. Schramberg 1967

Christophe Neff, Grünstadt le 6.8.2009

Dépêches du grand bouleau : au moins encore 2 semaines

Les médecins ont décidé – il y aura encore au moins 2 semaines de dépêches du grand bouleau – ou encore deux semaines de confinement à Grünstadt – cela dépend de la perspective d’angle de vue. Après le semestre d’été perdu, qui est ,pour un géographe classique aimant les cours de terrain, les prospectives géobotaniques, les paysages, tout simplement la saison universitaire préférée ; ce sont les vacances au cœur de la famille sur les rives de la méditerranéenne, qui ont subi le même sort que les sorties géobotaniques avec mes étudiants – adieu les cigales, adieu les canadairs, adieu les pizzas de chez Marco, adieu les moules frites au Fort de l’eau. Restent les balades sur le Grünstadter Berg, – une de ces balades qui j’ai déjà décrite dans balade d’été sur le Grünstadter Berg. En ce qui concerne le Grünstadter Berg , je viens de lui contribuer enfin un article sur wikipedia.de – c’est quand même un patrimoine naturel considérable du palatinat. Mais comme je l’avais déjà écrit – les articles naturalistes dans Wikipedia sont plutôt problématiques ,ou ils sont souvent d’une qualité discutable , ou tout simplement il en manque carrément sur un sujet. A quand enfin un article wikipedia.fr sur le Zinnkoepfle ou sur le Zotzenberg – deux sites naturalistes et grand cru en Alsace – qui mériteraient largement une mention, un article dans wiki.fr – en particulier le « Zotz » à Mittelbergheim , car le seul Grand Cru AOC Alsace ou le cépage « Sylvaner » (après de maintes batailles des vignerons de Mittelbergheim) est accepté comme cépage de Grand Cru. Les Sylvaner Grand Cru Zotz pourront il peut être atteindre la notoriété et la qualité des grands Johannisberg du Valais – ou d’un Silvaner de Franconie ?

En ce qui concerne les nouvelles du blog paysages – l‘ article (allemand) Madame Courage: Loubna – en fait j‘ avais volontairement adapté le titre de EL Watan , ma petite fenêtre sur l‘ Algérie, le courage de Loubna , – mais l‘ affaire a aussi fait du bruit sur le Monde ((par ex. l’article Une jeune Soudanaise arrêtée pour port du pantalon défie la justice de son pays ) et autres medias français, m’a rapporté une citation « Madame Courage » dans le Blog de Daniel Buchta. Mais définitivement l’affaire Loubna, – le fait que les femmes portant un pantalon au Soudan risquent la flagellation publique – ceci n’intéresse personne en Allemagne – là,l’indignation publique s’abat surtout sur la « Dienstwagenaffäre » d‘Ulla Schmidt . Mais l’article sur Loubna m’a encore procuré des lecteurs allemands de plus pour mon blog paysages. Donc plus de lecteurs que l‘ info presse que j‘ avais publiée il y déjà cinq ans avec l‘ aide de du service de presse de l‘ Université de Mannheim sur la situation au Darfour, « Menschen im Sudan brauchen unsere Hilfe », – mais décidément ce Darfour – il n‘ intéressait et n’intéresse encore vraiment pas grand monde en Allemagne, – car en même temps que l‘ université de Mannheim lançait l‘ info presse sur la situation au Darfour , Foaud Ibrahim le géographe egypto-allemand, le grand spécialiste reconnu internationalement pour les recherches géographiques au Darfour, le scientifique qui introduisit le terme de désertification dans la géographie allemande – le terme était un concept anglo-français – essayait lui aussi de remuer la conscience publique allemande, et son info presse « Ideas on the Background of the Present Conflict in Darfur » divague encore dans les lointains recoins de la toile virtuelle – mais à eu peu prés avec le même succès que l‘ info provenant de ma part – donc zéro attention publique pour le Darfour hier et aujourd’hui. Le lynchage public d’Ulla Schmidt par les medias allemands et le fait qu‘ aucun organe de presse de référence allemand ne parle des droits de l‘ homme au Soudan ,montre que les choses n‘ ont guère évolué depuis 2004 !

En ce qui concerne les feux de forêts – dans mon blog « paysage » – l’attente des lecteurs semble être grand en ce domaine, je reçois des nombreux emails me demandant plus d’infos sur la situation des feux de forêts, – et le succès de l’article «1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes » sur le feu des forêts de 1949 dans la Forêt de Landes parle tout seul!

Est-ce que la presse écrite française serait – en dehors de la question permanente du « coupable » – en train de livrer une vraie analyse de fond sur les feux de forêts ?
Malheureusement un «écologe du feu», – un « fire ecologist » – ein « Feuerökologe » ne peut pas dire grand-chose sur les feux actuels, – surtout s’il est confiné à une chambre de malade avec seule vue sur un grand bouleau -l ‘ analyse du combat anti-incendie est plutôt une affaire de pompiers – et je considère les pompiers français en ce qui concerne leurs actions anti-incendie comme les professionnels Numéro 1 en même temps que les pompiers des états pacifiques des U.S.A et que les pompiers Canadiens – en fait il n’y a rien de meilleur au monde actuellement. L’écologue du feu intervient avant et après un feu – il peut donner des avis scientifiques – parfois personnels et engagées sur la dynamique réciproque entre feux et paysages – et pourrait, à condition qu’on veuille bien l’entendre -,donner des conseils sur la gestion de paysage intégrant le « management » du feu. Pour les lecteurs intéressés par une analyse plus approfondie du phénomène « feux » pour les paysages méditerranéens français ,je ne peux que recommander la lecture du livre « le feu dans la nature – mythes et réalité » édité par Benoît Garrone comme je l’ai déjà fait dans « Feux de forêts et lectures de paysages méditerranéens »

Ce livre qui comporte des chapitres historiques, écologiques, forestiers et même pour les lecteurs désirant en savoir plus sur la lutte anti-feu – un chapitre entier y est dédié à la lutte anti -incendie. Un livre complet sur les feux de forets en milieu méditerranéen français, qui mériterait sûrement une réédition augmentée – un livre dont je recommande ardemment la lecture !

Et si le lecteur en passant ses vacances dans le Midi français veut activement contribuer à la gestion de ces paysages du Midi potentiellement extrêmement « combustible », je ne peux que conseiller :

buvez le vin des terroirs de vacances, mangez les produits du terroir, achetez chez les producteurs locaux, que se soit coopératives vinicoles ou exploitants producteurs indépendants, préférez les restaurateurs qui ont recours aux produits locaux et régionaux – car un paysage méditerranéen, un terroir méditerranéen vivant de ses terres, c’est déjà un facteur important pour réduire les risques de feux de forêts . Mais soyons clair : la meilleure des gestions des paysages méditerranéens ne pourra jamais exclure le feu à 100% – y croire serait même une erreur fatale – je l‘ avais déjà écrit en 1995 dans « Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes » – donc il faut absolument d‘ un côté essayer de faire vivre les paysages méditerranéens de leurs terres (en buvant leurs vins – et en mangeant leurs produits) – d‘ un autre apprendre à gérer les risques , car comme je le dis si souvent à mes étudiants – il y deux facteurs majeurs qui façonnent les paysages méditerranéens – l‘ homme (la pression anthropozoïque) et le feu.

Ouvrages et littérature cités :

Garrone, B. (2004) : Le feu dans la nature mythes et réalité. Prades -le- Lez (Les Ecologistes de l‘ Euzière).(ISBN 2-906128-17-1)

Ibrahim, F. (1980): Desertification in Nord-Darfur: Untersuchung zur Gefährdung des Naturpotentials durch nicht angepasste Landnutzungsmethoden in der Sahelzone der Republik Sudan / von Fouad N. Ibrahim. In Verbindung mit d. Inst. für Geographie u. Wirtschaftsgeographie d. Univ. Hamburg. Hamburg: Hirt, 1980. – XIII, 175 S.: 16 Ill., 42 graph. Darst. u. Kt. & Kt.-Beil (6 Bl.); (deutsch) (Hamburger geographische Studien; 35)

Neff, C. (1995): Waldbrandrisiken in den Garrigues de Nîmes (Südfrankreich) – eine geographische Analyse. Materialien zur Geographie 27, Mannheim. (ISBN 3-923750-50-1)

Christophe Neff , Grünstadt le 1.8.2009

Der Grünstadter Berg – nun auch in Wikipedia.de

Nachdem ich schon vor zwei Wochen unter dem Titel „Balade d’été sur le Grünstadter Berg (19.7.2009) “ einen kleinen Artikel über den Grünstadter Berg verfasste und den Grünstadter Berg auch in diesem Beitrag Some words concerning Eryngium campestre (field Eryngium) on Wikipedia.en erwähnte, habe ich nun doch auch einen kleinen Artikel über den Grünstadter Berg für die deutschsprachige Wikipedia verfasst. Damit ist die digitale Existenz des Grünstadter Berges sozusagen gesichert.

Wer den Grünstadter Berg aus naturkundlicher Sicht betrachtet, der wird an dem Namen Oskar Sommer nicht vorbeikommen – so sehr ist der Name Oskar Sommer mit dem Hausberg Grünstadts verbunden. So fand sich im letzten Pollichia – Kurier 25 (3) – 2009 auf den Seiten 11-12 unter dem Titel „Herbarium Oskar Sommer“ (Lang 2009) ein Artikel über das Herbarium von Oskar Sommer, welches in den Bestand der Pollichia überging, und dessen Herbarium u.a natürlich auch Belegexemplare vom Grünstadter Berg enthielt, wie z.b. der bewimperte Enzian (Gentianella ciliata ) von der Enzianwiese auf dem Grünstadter Berg. Die Flora des Grünstadter Berg hat Oskar Sommer auch verschiedentlich in seinem Schrifttum vorgestellt, so u.a. in den Bücher „Rätselhafte Pflanzenwelt“ (Sommer 1974) und „Wanderungen durch blühende Naturschutzgebiete“ (Sommer 1981). Meines Erachtens hätte der „Erforscher“ des Grünstadter Berges durchaus seinen Platz in der deutschsprachigen Wikipedia, – aber ich scheue mich da vor der Erstellung eines Beitrages, – weil ich befürchte – dass ein Artikel über Oskar Sommer fast unweigerlich in der Löschdiskussion landet. Die Relevanz einer Person aus vordigitaler Zeit, über die es darüberhinaus zumindest keine digitalen „Zeugnisse“ gibt, für die deutschsprachige Wikipedia nachzuweisen – das ist schon sehr schwierig. Nicht unmöglich aber Schwierig. Da mach ich mich dann doch lieber an einen Beitrag über die Raumschaft Schramberg – geographische Begrifflichkeit aus dem Schwarzwald – die auch noch in Wikipedia.de fehlt – deren Relevanz aber deutlich einfacher nachzuweisen ist als die von Oskar Sommer.

Durch die Übergabe des Herbariums Sommer an die Pollichia ist zumindest ein Teil des naturkundlichen Erbes von Oskar Sommer für die Nachwelt erhalten – und können so ggf. auch für weiterführende Forschungen auf dem Grünstadter Berg bzw. in anderen Landschaftsteilen des Leiningerland zur Verfügung stehen.

Zitierte Literatur:

Lang, W. (2009): Herbarium Oskar Sommer. In: Pollichia – Kurier -25(3)- 2009, S. 11-12.

Sommer, O. (1974) : “Rätselhafte Pflanzenwelt – von Pflanzen der Pfälzer Landschaft und ihren Geheimnissen.“ Verlag Emil Sommer, Grünstadt 1974

Sommer, O. (1981): “Wanderungen durch blühende Naturschutzgebiete.“ Verlag Emil Sommer Grünstadt 1981, ISBN 3-921-395-08-9

Grünstadt, le 31.7.2009

Some words concerning Eryngium campestre (field Eryngium) on Wikipedia.en

When I was writing Balade d’été sur le Grünstadter Berg (19.7.2009) and linking „panicaut champetre „(the French word for field Ernygium) to wikipedia.fr – I had also a look to the English article on Wikipedia.en describing field eryngium . About 70- 80 % of the article was wrong, – as for example „A member of the carrot family“ – (Eryngium campestre is member of the Apiacea) – and the editing of the wrong family affiliation went back to 15. March 2007 (see revision history). I corrected the sentence, and linked the article to the article describing Eryngium campestre on webpage’s of the Botanical Society of the British Isle and the distribution map on telabotanica showing the distribution of the plant in continental France. I have not corrected the sentence concerning the gall fly, but I think that the celery fly (Acidia heraclei = Philophylla heraclei = Euleia heraclei) should be better on in the article concerning the celery (Apium graveolens). But you will not find anything concerning the celery fly in the celery articles, neither in en, de, fr. This shows clearly the problem of the reliableness of articles concerning traditional naturalist or botany articles on wikipedia. This is only one example; I guess I would find many other examples to demonstrate the problem.

The other problem is that many articles of traditional naturalist interest (botany, physical geography etc. ) are simply missing – as I wrote in the Balade d’été sur le Grünstadter Berg (19.7.2009) no article in Wikipedia.fr about the Zinnkoepfle, which is not only a very interesting naturalistic site but also à notable french „Grand Cru“ (AOC Alsace Grand Cru Zinnkoepfle) ! Neither nor there is an article about the „Grünstadter Berg“ in Wikipedia.de. Noting that the „Grünstadter Berg“ would also merit an English Wikipedia article – because it was during the cold war an important U.S. Missile Basis, – (the 887th Tactical Missile Squadron was based on the Grünstadter Berg ). I think most people in Grünstadt have forgotten the importance which the Grünstadter Berg had during the „cold war“ – or perhaps never known – or never wanted to know

I am not only critizeing Wikipedia – sometimes I’ll try to contribute to .de ,.fr , .en , to improve articles, sometimes even create new one. But not too much on topics where a I have a professional competence – writing on Wikipedia is not very interesting – its not valorizationing scientific competence – that’s the reason why I never intervened in Article Feuer (Umweltfaktor) – the article about fire ecology in the German Wikipedia – which in my opinion is a very good example for a bad article, an article which would need in-depth clean-up. Unlike the German fireecology article the English fireecology articel seems to be very well done, accurate citation of sources etc, – perhaps a little bit to much focused on the U.S. – because we have also forestfires outside the U.S. (and also fireecologist outside the U.S.) – but all in all a good introduction into Fire ecology.

Concerning the „Grünstadter Berg“, perhaps in some days or weeks, if until then, not some other has started an article, I will write a stub for Wikipedia.de. But I prefer to collect material for a regional geography paper presenting the „Grünstadter Berg“ and to submit to a regional geography or naturalistic journal as for example Pollichia, than to write a stub for Wikipedia.

Concerning the Zinnkoeple the French botanist Emil Issler (1951, 1975) has published some papers about the Zinnkoepfle. But even Emil Issler, the French botanist who has done so much for the research of flora & vegetation of the Vosges and the Alsatian plain – he is unknown in the French Wikipedia – and in the other wikis of course too. For (germanreading) readers more interested in a new approach of the Zinnkoepfle and the vallée noble, the can read the pages 48- 51 in my MEDGROW (Neff 2000), – the book version of my PHD-Thesis, but most of the chapter is dedicated to the „Cedrus atlanitca“ (Atlas cedar) experimental plantations done by French foresters in the 1960 not far away from the „Zinnkoepfle“ – in the „forêt du Osenbühr“. And this „Cedrus atlantica“ site, where Cedrus has begun to regenerate without any human intervention, would also merit a botanical & dendroecological revisitation by myself or colleagues – because we could win some interesting findings for global change research and adaption of Mediterranean forest trees in Middle-European forestry, – but this of course has nothing to do with Wikipedia.

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Field eryngium (Eryngium campestris) on xérothermique subméditerranéen grassland on the Grünstadter Berg (Photo C.Neff 19.7.2009 (Canon Powershot A720 IS)).

Literature cited:

Issler, E. (1951): Trockenrasen – und Trockenwaldgesellschaften der oberelsässischen Niederterrasse und ihre Beziehung zu denjenigen der Kalkhügel und der Silikatberge des Osthanges der Vogesen. In: Berichte der Schweizerischen Botanischen Gesellschaft, p. 664- 659.

Issler, E. (1975): Forêts et garides de la plaine haut-rhinoise. In : Saison d‘ Alsace, 61-62, p.94-113.

Neff, C. (2000): MEDGROW – Vegetationsdynamik und Kulturlandschaftswandel im Mittelmeerraum. Mannheimer Geographische Arbeiten, H. 52, Mannheim (Dissertation/PHD-Thesis). (ISBN 3-923750-80-3)

Christophe Neff, Grünstadt

Blogroll : Aurélie Filippetti

cv-les-derniers-jours-fili.1248682145.jpgEn écrivant le 25.7 mini-billet signalant le billet « Jean Miglirori le socialiste » dans le blog famillenounouneff – je me disais qu‘ il faudrait peut – être mettre le Blog d‘Aurélie Filippetti sur mon blogroll. J’avais déjà signalé son livre „les derniers jours de la classe ouvrière“ dans I. Un blog sur les paysages : un petit début – ou quelle langue choisir ? – je cite : « Revenant aux paysages, en lisant il y a quelques jours les Les Derniers Jours de la Classe ouvrière de Aurélie Filippetti, je commence à replonger dans les paysages imaginaires de mon enfance, les paysages des histoires de mes grand parents, de l‘ immigration italienne en Lorraine, de la résistance, du combat politique de la classe ouvrière. Je n‘ ai jamais mis les pieds dans ce pays, mais en lisant le livre d’Aurélie Fillppetti, j‘ avais l‘ impression de connaître chaque ruelle de la Basse – Italie d‘ Hussigny, la cour de l‘ ecole d‘ Hussigny , les cheminées du four crématoire du camp de Thil , les mines de fer, les peurs de la gestapo, des SS, – à vrai dire une géographie imaginaire qui n‘ existait que dans ma mémoire d‘ enfant, mais qui a survécu à l‘ enfance et qui ressurgit pendant la lecture du livre de Fillipetti. C’est en fait aussi la lecture du roman autobiographique de Fillipetti, qui m’a donné le courage de m’attaquer à ce blog sur les paysages, – même si je n’ai pas encore résolu le problème de la langue d’écriture adéquate. « – donc pourquoi ne pas mettre en blogroll son blog comme je sympathise un peu avec ses idées politiques. En plus, je trouve assez sympathique qu’elle ne renie pas ses souches originaires. Notons que la 7ème circonscription de Meurthe-Moselle où se situe Hussigny n’est pas la circonscription de Filippetti – mais celle du député Christian Eckert (P.S.). Filippetti , mais cela doit être bien connu, est député de la 8ème circonscription de Moselle. Son roman, qui est plutôt un documentaire historique, qu’un roman & récit autobiographique m‘ avait tellement impressionné que je me suis même aventuré avec les quelques mots d‘ italien qui me restaient d‘ écrire un petit article sur wikipedia.it sur l‘ auteur de « Les Derniers Jours de la classe ouvrière ». Je ne vais pas faire une critique du livre de Filippetti, se sera peut être pour un autre billet. Mais le livre nous montre bien qu’il faudrait absolument s’attaquer à une vraie documentation scientifique, – sorte de livre de mémoire – avant que les souvenirs de l’immigration italienne dans le « Haut-Pays » se dissipe à tout jamais dans le temps et l’oubli. Un livre que retrace la vie des italiens du Haut-Pays, leurs angoisses et les peurs, leurs petite joie de gnocchi et cappelletti du dimanche, mais aussi leurs espoirs vers un meilleur avenir, – en fait leurs espoirs étaient rouges – rouge comme communistes, rouge comme socialistes !

Et mon grand – père Jean Migliori , lui surnommé le sorcier rouge de Hussigny, lui il croyait encore au rêve socialiste rouge, à l‘ école républicaine laïque – au changement vers un meilleur monde par l‘ éducation et la connaissance – et il y a même de nos jours encore des personnalités politiques de gauche qui croient à ces idées et rêveries socialistes d‘ antan – comme nous le montre par exemple Frank Walter Steinmeier dans un interview publie dans la Zeit – « Jede Mark zählt » le 23.07.2009.

En ce qui concerne le Blog d‘Aurélie Filippetti, c’est fait, il se trouve depuis hier sur mon blogroll.

Sources & Ouvrages citées :

Filippetti, Aurélie (2003) : Les derniers Jours de la classe ouvrière. (Stock – Le Livre de Poche), ISBN 2-253-10859-6

Christophe Neff, Grünstadt le 27.6.2009