Ottmar Schreiner – Sozialdemokrat, Fallschirmjägeroffizier und Katholik (21.04.2013)

Ich hatte es letzte Woche durch den SPON erfahren, „Gegner der Agenda 2010: SPD-Politiker Ottmar Schreiner ist tot“. Peter Altmeier hat einen bewegenden Nachruf für die Zeit verfasst, die Saarbrücker Zeitung bezeichnete ihn als das „soziale Gewissen“ der SPD. Bewegend auch der Nachruf von Cansel Kiziltepe, mit dem Titel „Ein Kämpfer ist von uns gegangen“, – Cansel Kiziltepe die Ottmar Schreiner auch als ihren politischen Ziehvater bezeichnet, – was an sich schon bemerkenswert ist. Es gibt wohl nur wenige in der SPD die Ottmar Schreiner als ihren persönlichen Ziehvater bezeichnen.

Ich habe Ottmar Schreiner persönlich nicht gekannt, – aber dennoch fühlte ich mich in vielen Dingen mit ihm verbunden. Im Nachruf von Peter Altmeier finden wir folgende Sätze: Ottmar Schreiner war Fallschirmjäger, Fußballer und Jurist. Vor allem aber war er Sozialpolitiker und Sozialdemokrat, und zwar in dieser Reihenfolge….. Er hielt der SPD weiterhin die Treue, obwohl er die Politik der Agenda 2010 niemals akzeptiert hat.“ Hartz IV und die Agenda 2010, – das ist nun schon 10 Jahre Vergangenheit – aber ich war damals selbst strikter Gegner der sogenannten Agenda – sowie Ottmar Schreiner. Ich hatte damals auch intensiv über einen Parteiaustritt aus der SPD nachgedacht, – aber ich bin jetzt 10 Jahre nach der Agenda 2010 immer noch Mitglied der SPD – obwohl ich große Teile der Agenda 2010 immer noch für einen Fehler halte. In der SPD geblieben bin ich auch deshalb, weil es Menschen wie Ottmar Schreiner gab, die sich obwohl weitgehend vom „Parteimainstream“ isoliert für die „Kernaufgabe“ der Sozialdemokratie einsetzten, – für soziale Gerechtigkeit – der Vision einer sozial gerechten Gesellschaft.

Im SPON Nachruf auf Ottmar Schreiner kann man folgenden Sätze finden „Doch Schreiner blieb in der SPD. „Über Jahre in einer Minderheitenposition zu stehen, ist sehr belastend. Aber ich bin ausgebildeter Fallschirmoffizier, die schmeißen nicht hin“, sagte Schreiner einmal“. Ottmar Schreiner bezeichnete sich gern als Fallschirmoffizier, Fallschirmjägeroffizier – er stand offensiv zu seiner Bundeswehrvergangenheit, zu seiner Fallschirmjägerzeit, seiner Offiziersausbildung, – die Tatsache, dass er bis Ende 50 noch Reserveübungen absolvierte – auch das hat mich beeindruckt. Es gibt kaum Politiker, dazu noch sozialdemokratische, die so offensiv zur Bundeswehr gestanden sind, wie es Ottmar Schreiner getan hat. Die Fallschirmjägeroffiziersausbildung, – das ist sozusagen der weitere Baustein der mich mit Ottmar Schreiner verbindet. Ich habe mich fast zwanzig Jahre nach Ottmar Schreiner während meiner Wehrdienstzeit im Fallschirmjägerbataillon 251  in Calw, als ROB-W15 zum Reserveoffizier ausbilden lassen. Die Ausbildung zum Reserveoffizier erfolgte damals für die ROB-W15 (Reserveoffiziersbewerber W-15) über die erfolgreiche Ausbildung zum (Fallschirmjäger) – Unteroffizier, – danach folgten  die Reserveoffizierslehrgänge und die Truppenpraxis. Den Unteroffizierslehrgang Teil I habe ich Sommer 1985 im Fallschirmjägerbataillon 251 in Calw u.a. zusammen mit Dirk Niebel und Boris Grundl absolviert. Danach bis zur Auflösung der Luftlandebrigade 25 immer wieder meine Wehrübungen in Nagold (Fallschirmjägerbataillon 253) und später in Münsingen (Fallschirmpanzerabwehrbataillon 283)  abgeleistet. Nach der Auflösung der Luftlandebrigade 25 ging es mit den Wehrübungen weiter, – zwar nicht mehr bei der Fallschirmtruppe – und zwar bis heute. Meine letzte Wehrübung liegt keine 2 Wochen zurück, – die Kaserne habe ich am 5.4.2013 verlassen, – einen Tag bevor der Krebs Ottmar Schreiner endgültig besiegt hatte.  Dass Ottmar Schreiner seine Ausbildung zum  „Fallschirmoffizier“ als so prägend erlebte, dass er immer sie immer wieder als Bewegrund angab, weshalb er seinen Widerstand gegen die Agenda 2010, gegen Hartz IV, auf fast aussichtslosen Posten innerhalb der SPD, niemals aufgab, das kann ich gut verstehen. Wer damals zu Ottmar Schreiners Zeit, – oder in den 1980 Jahren in Calw oder Nagold die Ausbildung zum Reserveoffizier durchlief, – der lernte vor allem eines – durchzuhalten und zu kämpfen. Ottmar Schreiner, hat seine Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit niemals dem sozialdemokratischen Mainstream geopfert – auch wenn er dafür oft als „Betonlinker“ verunglimpft wurde.

Klagt nicht Männer, kämpft“ – an diesen Spruch aus meinen Calwer & Nagolder Tagen musste immer wieder denken, wenn ich sah, wie Ottmar Schreiner, auf fast schon verlorenen Posten in der SPD für seine Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit kämpfte.

Die veröffentlichte Meinung in Deutschland glaubt ja bis heute größtenteils, dass die jetzige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, vor allem auf den Erfolg der Schröder’ischen Reformpolitik also Hartz V, Agenda 2010 etc. zurückzuführen ist. Wie gesagt, das ist vor allem ein Glaube, – einen ernst zu nehmenden empirischen Beweis dafür, dass dem tatsächlich so ist, – habe ich bisher nirgendwo finden können.  Die einzig bisher empirisch belastbare Studie erscheint mir Arbeit von Richard Koo , über die der Spiegel unlängst berichtete, zu sein. Ich kenne zwar das Originalpaper(Vortrag) nicht, aber die Vorgehensweise von Koo erscheint mir nachvollziehbar und plausibel – und das Ergebnis erscheint mir auch plausibel: „Unrecht haben jene Linken, die jeden positiven Einfluss der Reformen auf die deutsche Wirtschaft abstreiten. Aber auch jene Wirtschaftsliberalen, die Deutschlands exportgetriebenes Wirtschaftswunder allein auf den härteren Umgang mit Arbeitslosen zurückführen“.

Wenn die SPD vielleicht etwas mehr bei der Agenda-Gestaltung auf Ottmar Schreiner gehört hätte, hätte Sie vielleicht mit einer ausgewogenere Agenda 2010 genau so viel erreichen können, wie erreicht worden ist, – ohne dabei so viel Glaubwürdigkeit in Fragen der sozialen Gerechtigkeit zu verlieren – wie sie in Folge der Agenda 2010 tatsächlich verloren hat. Mit Ottmar Schreiner hat die SPD, einen der letzten Kämpfer mit sozialdemokratischem Herzblut, einem der letzten Kämpfer für den sozialdemokratischen Traum einer besseren, gerechteren Welt, verloren. Man fragt sich wer diese Lücke innerhalb der SPD schließen soll.

Es gibt noch eine andere Seite an Ottmar Schreiner, jenseits von Politik die ich sehr geschätzt habe, etwas was mich über die Politik hinweg mit Ottmar Schreiner verbunden hat  – er war ein gläubiger Katholik. Vielleicht hat ihm auch der Glaube die Kraft gegeben, seine Kämpfe für seine Vorstellungen von Sozialdemokratische Politik, von sozialer Gerechtigkeit, aber auch der Kampf gegen die Krankheit, den Krebs, der ihn zwar dann doch letztendlich besiegt hat, zu führen.

Ich habe Ottmar Schreiner persönlich nicht gekannt, – aber dennoch fühlte ich mich in vielen Dingen mit ihm verbunden, deshalb habe ich auch diesen, sehr persönlich gefärbten Nachruf, verfasst. Ich schließe diesen Beitrag über Ottmar Schreiner mit dem Schlusssatz aus dem bewegenden Nachruf auf Ottmar Schreiner von  Cansel Kiziltepe „O Herr, lass mich da stehen, wo die Stürme wehen, und verschone mich nicht.

Christophe Neff, 21.04.2013

P.S.: Der Verfasser des Paysagesblog ist Oberstleutnant der Reserve und zur Zeit in einem Brigadestab in Süddeutschland Mobbeordert.

7 Apr 2011 to 7 Apr 2013: – two years of Clustrmaps in paysages. (19.4.2013)

ClustrMaps  is a hit counter map widget which allows showing the locations of the visitors of one specific site in a map. Geographer by education, I was interested to know, where the visitors of “Paysages” come from, so I installed the widget on 7 of April 2011. And since this date its running, providing me and the visitors of paysages nice maps with yellow and red dots. More or less one year ago I published a first note about clustrmaps in paysages, – here follows the second. In two year Clustrmaps counted about 28208 readers visiting paysages, the last year from 7. April 2012 to  7. April 2013 14331. Most of the visitors of paysages come from France, followed by visitors from Germany and the U.S.A. About more than 85 % of the visitors come from France, Germany, the USA, Tunisia, & Switzerland (Details see Tab 1.). Compared to the article of 2012, there were more readers from the U.S.A, than from Tunisia, but perhaps this is false-true – the provenience of U.S.A-readers – most of them seem to come from California – is perhaps due to “Google+” and “Facebook”- to socialnetworking. The fact that a large part of the visitors came from France is not surprising, paysages is a francophone Blog, mainly written in French, a blog written mostly for readers in the “francophone world”. So having so many readers in California (5, 35%) is really surprising!

Some articles are written in German, and very rarely paysages provides “posts” in English, – in fact this article is the sixteenth post written in English (290 articles currently). To finish this blogostatistique – the mostly visited article – (as told by the wordpress – Le Monde dashboard) is – 1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes (more details in: “Blogpaysages – 100.000 lecteurs”)  Currently since the beginning of paysages – in May 2009 (first English article published on 29 of May 2009) – paysagesreceived 104,191 visitors. The most visited article written in English is still “The Fatal Forest Fire – remembering the “1949 Mega fire””. The most visted article written in German is “Sturm Xynthia : Blick von der Unterhaardt auf La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon und Port Leucate”.

 

 

 

 

Tab. 1:  The geographical provenance of visitors of paysages from 7.4.2011 – 7.4.2013 (source Clustrmaps 7.4.2013)

Country Visitors absolute Visitors %11-13 Visitors%11-12 Pos.11-12
France

13828

49,08%

46,47%

1

Germany

6281

22,29%

21,64%

2

USA

1874

6,64%

4,64%

4

Tunisia

1141

4,04%

5,51%

3

Switzerland

942

3,33%

3,63%

5

Belgium

850

3,43%

3,01%

6

Canada

643

2,27%

2,79%

7

Algeria

299

1,05%

1,02%

9

Austria

253

0,89%

1,15%

8

Morroco

198

0,70%

0,67%

11

total

93,72%

          91,07%

 

Pictures = screenshots from paysages-clustrmaps 7.4.2013

Christophe Neff,  19.4.2013

Blognotice 13.04.2013 – le printemps est arrivé dans la Unterhaardt

Photo: © C. Neff 12.4.2013 Fleurs d’amandiers/Mandelblüten (Prunus amygdalo-persica (West) Rehd.) entre Kallstadt et Herxheim am Berg

Le printemps est enfin arrivé dans la Unterhaardt et le Leiningerland. Les amandiers, la fameuse Mandelblüte de la Weinstrasse (floraisons des amandiers sur la route du vin allemand, voir aussi la Blognotice 06.01.2013: sur les fleurs d’amandiers), ont débuté leurs floraison – le printemps c’est sure maintenant, est bien arrivé en Allemagne. Même notre abricotier a débuté sa floraison. Oui, cet hiver 2012/13 fut un long hiver, – qui débuta avec des chutes de neiges précoce en Octobre 2012 et qui finissait avec les neiges de mars  du Märzwinter 2013. Même si l’hiver 2012/13 fut particulièrement long, les chutes de neiges n’avaient rien d’exceptionnelle au moins ici le long de la Weinstraße, mais ce fut ce manque de luminosité qui donnait l’impression de vivre dans un paysage peint en couleurs grises. Cet hiver, fut un hiver gris, – un hiver sans lumière (1,2), – un hiver long qui a même eu de retombés négatives pour l’économie allemande (Endloswinter wird teuer für die Wirtschaft/l’hiver interminable devient chere pour l’economie).

Mais maintenant que les amandiers sont en fleurs, on peut être sur que le printemps va commencer en Allemagne – pour demain, Dimanche 14.04.2013 ou nous annonce du soleil et des températures dépassant les 20 dégrées pour la Unterhaardt.

Photo: © C. Neff 12.4.2013

Blognotiz 07.04.2013: Er ist’s – ist er es auch wirklich?

„Er ist’s –

Frühling läßt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte“ –

so beginnt eines der bekanntesten Gedichte von Eduard Mörike, – und es scheint fast so, als hätte ich heute auf dem Grünstadter Berg, die ersten Frühlingsboten in der Weinbergsflora erkannt. Am Freitagnachmittag (05.04.2013) hatte ich schon, bei einer Fahrt durch das Elsass die ersten Forsythien blühen sehen, – und nun scheint der Frühlingseinzug auch im Leiningerland ganz langsam Einzug zu halten – wobei man auf die Forsythienblüte wohl noch ein paar Tage warten muss. Hier und da blühen auch schon die ersten Mandelbäume, – wohlgemerkt die echten Mandelbäume, die weißblühenden – so blüht der weißblühende Mandelbaum zwischen Herxheim am Berg und Kallstadt dessen Blüten ich in der Blognotice vom 17.3.2012 abgebildet hatte seit letzten Freitag (05.4.2013). Die rosa blühenden Exemplare blühen meist etwas später, da es sich oftmals um Mandel-Pfirsiche (Prunus × amygdalopersica) handelt die eine etwas größere Wärmesumme brauchen um zur Blüte zu gelangen als die eigentlichen meist weißblühenden Mandelbäume. Wer aufmerksam durch die Weinberge des Leiningerlandes geht kann jedoch dort auch in der Weinbergsflora die ersten Frühlingsboten erkennen. Es wird ja auch langsam Zeit, – denn heute konnte man im SPON lesen, dass der lange Winter 2012-13 dazu geführt hat, dass viele deutsche Erdgasspeicher sich angeblich auf einem historischen Tiefstand befinden. Wie dem auch sei, – in den Rebhängen des Grünstadter Berges blühen die ersten Acker – Gelbsterne, – und kündigen damit die Ankunft des Frühlings im Leiningerland an. Hier im Leiningerland ist der Frühling nun endlich angekommen.

Photo: © C. Neff 7.4.2013 Gagea villosa (Ackergoldstern), Weinbergsflora Grünstadter Berg/am Bergel

Frühling, ja du bist’s! – Dich hab’ ich vernommen!“ (Mörike 1949,26).

Quelle:

Mörike, Eduard (1949): Eduard Mörike Werke. Sammlung Leins. Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins Tübingen und Stuttgart

Photo: © C. Neff 7.4.2013

Christophe Neff

Blognotice 01.04.2013 – billet de Week-end Pasqual

Il y a deux ans j’avais écrit un billet nommé « Les cloches de Pâques introuvables sur Wikipedia.fr » , – et depuis sur wikipedia.fr  la situation n’a guère changé – à part les quelques mots sur les cloches de pâques dans l’article Pâques , l’article Lapin de Pâques et l’article Œuf de Pâques – on ne trouve pas grand-chose. Par contre dernièrement la Rheinpfalz a consacré tout un article aux cloches de pâques (françaises) sous le titre « Wenn die Kirchenglocken stumm bleiben (Quand les cloches d’église restent muettes) (Die Rheinpfalz Nr. 74, 2013) ». Dans cet article on nous explique que cette coutume « cloches muettes des églises catholiques » n’est pas tellement franco-française, mais se rencontre dans beaucoup de pays avec de forts liens avec la tradition catholique, – même en Allemagne dans les régions catholiques du Sud les cloches des églises restent muettes entre Vendredi saint (Jeudi Saint/Gründonnerstag) et le Dimanche de pâques – le silence rappelle le calvaire de Jésus Christ, mort crucifié pour « sauver l’humanité du mal ». Le retour des cloches le Dimanche de pâques, – ces cloches de pâques qui ramènent les petites friandises aux enfants, – ces cloches qui sonnent à grand éclat le dimanche matin dans les églises catholiques du monde entier – nous rappellent que « le mal » a été vaincu par le sacrifice de Jésus Christ et sa résurrection le Dimanche de Pâques. Même ici, dans le Leiningerland – le dimanche matin – les cloches sonnaient à grand éclat – un vrai paysage sonore – et il n’y avait pas seulement les cloches des églises catholiques qui sonnaient. Je me demande, combien de temps il faudra encore attendre un bon article, bien documenté et recherché  sur la wikipedia.fr sur les racines des cloches de pâques.

Personnellement, durant mon enfance franco-allemande, ce fut à Eckbolsheim, rue des pommes – sous le grand cerisier et sous les groseilliers que  j’avais fait avec mon frère et ma  sœur (et une partie de mes cousins et cousines)(voir aussi 1, 2) mes premières rencontres avec les cloches de pâques. Et après ce fut au château d’Aubord, – suivi de la villa l’olivette aux impasse de Pins à Aubord, – et d’innombrables fois ces cloches de pâques à la Griffoulière, la petite maison de vacances de mes grands-parents avec ses deux magnifiques palmiers, à Port Leucate. C’est à la Griffoulière, que mes propres enfants ont fait il y a quelques années leurs « premières rencontres » avec ces fameuses cloches franco-françaises, – naturellement c’étaient des cloches de pâques qui rapportaient aussi bien des « œufs de pâques » que des « Osterhasen ».

Vu cet hiver long et sombre en Allemagne , – surtout le manque de luminosité – même si nous avons eu droit à quelques belles éclaircies ce matin, – mais notre petit étang de jardin (Gartenteich) était encore recouvert de glace ce matin et une grande partie de l’Allemagne était encore revêtue par un manteau neigeux durant ce week-end pascal 2013 – je peux très bien comprendre mes parents, qui partaient avec leurs enfants vers le Midi,  où fleurissaient les arbres fruitiers, les Arbres de judées – où le printemps ne se faisait pas attendre comme à Schramberg.  A Schramberg l’hiver, durant mon enfance durait parfois de fin octobre jusqu’au début Mai. Pâques à Port Leucate, ce fut naturellement les cloches de pâques, beaucoup de luminosité avec encore plus de Tramontane, – et parfois le début de la floraison des Pittospores (Pittosporum tobira) dans les espaces verts et jardins de Port Leucate – avec cette senteur spéciale des fleurs des Pittospores qui ressemble fortement à la fleur d’oranger. D’ailleurs ces Pittospores qu’on plantait presque dans tous les espaces verts durant les années 1970 à Port Leucate se sont bien naturalisé depuis les années 1970 dans les paysages Leucatois (voire  aussi (Neff & Scheid 2005)).

Sources etc :

Die Rheinpfalz 2013: Wenn die Kirchenglocken stumm bleiben. Die Rheinpfalz – Nr. 74, Zeitgeschehen, Donnerstag 28. März 2013

Neff, C., Scheid, A. (2005): Der mediterrane Süden Frankreichs. Vegetationsdynamik und Kulturlandschaft im Languedoc- Roussillon. In: Geographische Rundschau, 57, Heft 9, 38-44.

Christophe Neff, le 01.04.2013

Blognotice 23.03.2013 – signes de printemps précoce dans le Linange

© C. Neff 22.3.2013: Début de la floraison des Anémones pulsatilles (Pulsatilla vulgaris) sur le Grünstadter Berg.

L’hiver semble de s’attacher aux paysages allemands, même dans le Oberrheingraben les flocons de neige n’ont pas encore disparu. On nous annonce même un vrai retour de l’hiver avec d’importantes chutes de neiges pendant la semaine sainte pour une grande partie de l’Allemagne, – le redoux, le retour du printemps est prévue pour Pâques. Mais le printemps précoce avance quand même avec des petits pas, presque invisibles – floraisons des perces-neiges ici et là, – et dans certaines pelouses de la Unterhardt, du Linange, – les premiers Anémones pulsatilles ont debuté leurs floraisons. Dans les jardins de Grünstadt les Anémones de Grèce commencent  à ouvrir leurs fleurs. Mais la floraison des Amandiers, la fameuse Pfälzer Mandelblüte, n’a pas encore débuté – l’année dernière la Mandelblüte avait eu lieu vers la Mi-Mars. Mais dans Îlot de chaleur urbain de Mannheim et de Ludwigshafen on peut trouver les premiers amandiers en fleurs et les premiers Jeannettes jaunes débutant leurs floraison dans ces situations écologiques très spéciales.

Christophe Neff, le 23.3.2013

Photo: © C. Neff 22.3.2013 Début  de la floraison des Anémones pulsatilles (Pulsatilla vulgaris) sur le Grünstadter Berg.

Blogpaysages – 100.000 lecteurs

Un TGV Euroduplex (TGV 9552) croise un rame autorail DB -BR 628 en gare de Mannheim (Mannheim Hbf). © C. Neff 7.3.2013

Le Samedi deux mars 2013 le blog paysages a dépassé les 100.000 visiteurs/lecteurs. Même si « l’évènement » s’est passé il y a maintenant un peu plus de deux semaines, je pense que cela mérite d’être signalé aux lecteurs de « paysages ». Les dernières blogostatistiques de « paysages » se trouvent dans la Blognotice 12.6.2011 et dans l’article Blogostatistique 50.000 et, depuis, les blogostatisques sont un peu en retard. Dans le Tab. 1 nous retrouvons les 10 articles les plus visités de la dernière Blogostatistique du blog paysages disponible, la blogostatistique 73583 du 5.03.2012 – et même si cette  blogostatistique date un peu, cela peut donner une tendance, une vue générale des articles ayant reçu une certaine attention dans la blogosphère. A voir si cette tendance se confirme dans la « vraie blogostatistique 100.000 » du blog paysages qui suivra dans quelques temps.

Nr.Titre%
11949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes

2,389%

2Sturm Xynthia : Blick von der Unterhaardt auf La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon und Port Leucate

2,170%

3De la neige entre Jendouba, Aïn Draham et Tabarka

1,781%

4Das Biafrakind

1,607%

5Ein paar Worte zur Resonanz des Buches „Indignez- vous!“ von Stéphane Hessel in der Rheinpfalz vom 4.1.2011

1,401%

6La gare de Leucate – La Franqui – rétrospectives & observations de « trainspotter » dans une petite gare de campagne (25.10.2009)

1,198%

7Le 19 août 1949 – le drame de la Forêt des Landes

0,992%

8Saint-Genis-Pouilly à bientôt – quelques réflexions sur l‘ après Copenhague – et quelques aspects de la politique des transports en Allemagne, en France et en Suisse

0,975%

9Eté 2010 : les jours de marché à Leucate Village

0,833%

10Le 8 mars 2010 – de la neige à Port Leucate

0,805%

Somme 

14,151%

Tab.1 : Blogostatistique 73583  – les 10 articles les plus lus depuis la création du blog paysages jusqu’au 5.03.2012  (I. Un blog sur les paysages : un petit début – ou quelle langue choisir ? du 24.5.2009  jusqu’à la Blognotice 22.2.2012)

A travers ce petit placement des articles les plus visités on s’aperçoit que « paysages » au fil des années est devenu un blog franco-allemand, avec un spot sur les feux de forêts, trains & paysages, – un certain regard sur la Tunisie – et parfois des commentaires de citoyen franco-allemand sur des questions de politique – et last not least des  regards sur les paysages Leucatois. L’article « 1949 – l‘incendie meurtrier dans la Forêt des Landes » qui est l’article le plus lu depuis la création du blog en mai 2009 jusqu’ en mars 2012 a une forte connotation professionnelle, car pour mon métier de chercheur en géographie – l’écologie du feu – la fire ecology est un de mes principaux domaine de recherche. La version anglaise de l’article „The Fatal Forest Fire – remembering the “1949 Mega fire (41 place du blogostatistique 73583) est d’ailleurs l’article publié en anglais le plu lu. L’article Sturm Xynthia : Blick von der Unterhaardt auf La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon und Port Leucate a eu une certaine résonance dans la blogosphère germanophone, – et en effet cet article mériterait certainement une traduction française – car dans cet article datant du 4. Mars 2010 j’avais fait un focus  sur les risques de submersion marine qui existent pour le Lido entre Leucate – Plage et le Barcarès. Vu les conséquences de la tempête du 6. Mars 2013 pour la côte Leucatoise,  la submersion marine d’une importante partie de Leucate-Plage  et les importants dégâts que cette submersion marine, ce coup de mer ont occasionnés à Leucate – Plage, cela montre bien que l’avertissement concernant le risque de submersion marine sur la côte Leucatoise est encore plus que jamais d’actualité.

Photo à la une: Rencontres ferroviaires franco-allemandes en gare de Mannheim  © C. Neff 7.3.2013 ; – un TGV Euroduplex (TGV 9552) croise un rame autorail DB -BR 628 en gare de Mannheim (Mannheim Hbf) le 7.3.2013.

Christophe Neff, le 17.03.2013

Blognotice 10.3.2013: l’hiver 2012-13 en Allemagne – un hiver très sombre et gris

Après un hiver très gris et sombre, l’Allemagne a eu enfin droit à quelques journées de soleil, avec  des pointes de température qui avoisinaient entre 15 et 17 degrés à Mannheim. Mais cette période de printemps n’est pas censée durer : on nous annonce le retour de l’hiver pour le lundi  11.3.2012 avec des températures minimales qui pourront atteindre les – 10°.

Cet hiver 2012-2013 fut particulièrement sombre et gris en Allemagne. Il  a même battu le record de minimum d’ensoleillement  en Allemagne : avec 96 heures d’ensoleillement (Source : DWD Pressemitteilung du 27.2.2013 ; version anglaise) l’hiver 2012-13 fut l’hiver le moins ensoleillé depuis 1951, date depuis laquelle l’ensoleillement  est relevé systématiquement en Allemagne. Le soleil s’était restreint aux sommets des Alpes et de la Forêt Noire. Pour le reste de l’Allemagne, cet hiver fut donc particulièrement gris: ici, à Grünstadt, ou les hivers sont très souvent dominés  par la grisaille (comme dans une grande partie du Oberrheingraben) , on avait carrément l’impression que les lumières et les  couleurs du soleil avaient été englouties  par la grande grisaille hivernale. Le soleil revenait à Grünstadt, avec le début du printemps météorologique le premier Mars 2013. Personnellement, le  seul  jour où j’ai eu droit à une journée de plein soleil d’hiver, ce fut le 10 février à Schramberg en Forêt Noire durant le « Schramberger Hanselsprung »  – chez les fabuleux Hansel de Schramberg.

Photo: © C. Neff 2.3.2013 „Vue printanière des toits de Grünstadt/Frühlingsblick über die Dächer von Grünstadt

Christophe Neff, le 10.3.2013

Blognotice 21.02.2013: „Du bist schön Frollein“ – „tu es belle Mademoiselle“

„Du bist schön Frollein (tu es belle Mademoiselle) “  tel est le titre de la deuxième partie de la série „mein Franzos (mon français) “ de la Rheinpfalz, qui était publié dans la „Wochenendebeilage“ du 16 février 2013. Cette petite série publie quelques « petites histoires franco-allemandes » loin des spots des festivités du cinquantenaire du traité de l’Elysée, des petites histoires, des amitiés franco-allemandes qui se déroulent plus ou moins dans la Pfalz (Palatinat rhénan). Une partie est dédiée aux souvenirs positifs que les prisonniers de guerre français qui travaillaient dans les petites fermes allemandes pendant la deuxième guerre mondiale ont laissés en Allemagne. On nous raconte l’histoire de Marcel Cahuzac, qui aida dans la petite ferme des Dietrich à Hochstadt. Cela me rappela les récits de ma grand-mère Germaine Migliori, qui raconte souvent d’un de ses frères (Denis), qui était aussi un de ce prisonniers de guerre français en Allemagne, il travaillait dans une petit ferme en Allemagne – si je me rappelle bien c’était en Silésie. Elle disait, « il était bien traité et surtout bien nourri dans chez ses paysans ». Dans ces temps de guerre, être bien nourri était déjà un privilège.

La dernière histoire, dans cette série, nous raconte comment Brigitte Salomon, trouva son futur époux Gérard. Gérard Salomon effectua son service militaire (comme des milliers d’autres français au temps des FFA) à Landau en 1969. C’est à Annweiler, pendant les festivités de l’anniversaire de la fondation de la ville de Annweiler, – que le jeune militaire Gérard Salomon,  prononçait cette phrase, « Du bist schön Frollein (tu es belle Mademoiselle) » – et c’est ainsi que débuta l’histoire d’un couple franco-allemand (mariage en 1973 à Annweiler) qui vit depuis dans sud de la Pfalz. Cette petite histoire franco-allemande a aussi le mérite de rappeler un détail des relations franco-allemandes, un détail presqu’oublié, – ces couples franco-allemands qui  sont pour ainsi dire des retombées indirectes de la présence des FFA  en Allemagne.  Dommage que la Rheinpfalz ne publie pas cette série « Mein Franzos » sur Internet, – ces petites histoires  franco-allemandes, des anecdotes franco-pfälzisches auraient sûrement trouvé un  cercle de lecteurs plus étendu lectorat via Internet.

Et comme nous parlons de relations franco-allemandes dans cette petite blognotice, notons aussi que Martin Graff dans le Zungenkonten  (Grenzenlose Freundschaft) de ce même supplément weekend de la Rheinpfalz déplore que l’ancienne Église de la Confession d’ Augsbourg d’ Alsace et de Lorraine rechigne son héritage linguistique l’allemand. Dommage, – mais peut-être est- ce le fait du rapprochement des églises reformées  en Alsace-Lorraine dans Union des Églises protestantes d’Alsace et de Lorraine.

Pour finir cette petite note franco-allemande, – les lecteurs francophones des paysages, qui maîtrisent l’allemand pourront dans « Aschermittwochsblognotiz 2013 – eine bemerkenswerte Begegnung beim Schramberger Hanselsprung am Fasnetssonntag 2013 » découvrir l’histoire des fabuleux Hansel de Schramberg, – ceci est aussi un très belle histoire franco-allemande  – loin des projecteurs médiatiques du cinquantenaire du traité de l’Elysée, – une petite histoire qui nous montre que dans la vie quotidienne ce rapprochement franco-allemand a bien eu lieu !

Sources :

Die Rheinpfalz (2013) : « Du bist schön, Frollein ». Mein Franzos (II): Die Feiern zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages sind vorbei, die deutsch-französische Freundschaft ist wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Wie sie abseits des Scheinwerferlichts gewachsen ist, gepflegt wird und fortbesteht, zeigen die vielen persönlichen Erinnerungen, die Rheinpfalz-Leserinnen und – Leser eingesandt haben. In: Die Rheinpfalz – Ihr Wochenende zuhause in der Pfalz, Nr. 40, Samstag, 16. Februar 2013.

Graff, Martin (2013): Grenzenlose Freundschaft – Martin Graff – Gedankenschmuggler aus dem Elsass – merkt an, dass die Protestanten am Oberrhein trotz vieler Gemeinsamkeiten doch einiges trennt. In: Die Rheinpfalz Nr. 40 , Balkon: Über Grenzen, Samstag, 16. Februar 2013

Christophe Neff, le 21.02.2013

Aschermittwochsblognotiz 2013 – eine bemerkenswerte Begegnung beim Schramberger Hanselsprung am Fasnetssonntag 2013 (10.2.2013)

Narro + Hansel, Hanselsprung Schramberg 2013
Narro + Hansel, Hanselsprung Schramberg 2013, © C. Neff 2013

Wie so viele Schramberger Expatriierte komme ich relativ regelmäßig, – zwar nicht jedes Jahr, aber dennoch relativ oft, zuletzt im Jahr 2011 zur Fasnet nach Schramberg zurück. Die „Da-Bach-na-Fahrt“ und der danach stattfindende Rosenmontagsumzug ist bestimmt  der überregionale bekannteste  Höhepunkt der Schramberger Fasnet, – wobei es auch andere „Highlights“ gibt die den Vergleich mit der Da-Bach-na-Fahrt nicht scheuen brauchen.  Aus meiner Sicht ist das immer noch der Hanselsprung mit anschließendem Brezelsegen welcher  traditionell am Fasnetssonntag stattfindet. Die NRWZ  hat das, mit der Schlagzeile „Hanselsprung für tausende Besucher ein rezeptfreies Antidepressivum – Hoorig, hoorig – Schramberg im Glückstaumel“  zum diesjährigen Hanselsprung sehr sehr gut getroffen. Ja, dieses Jahr hat es mich auch wieder auf die Fasnet nach Schramberg gezogen, – Hanselsprung am Fasnetssonntag,  die Da-Bach-na-Fahrt und der Rosenmontagsumzug standen wieder auf dem Programm.

Winterhimmel und Februarschnee in Schramberg
Winterhimmel und Februarschnee in Schramberg, © C. Neff 2013

Am Fasnetssonntag 2013 lachte die Sonne über Schramberg, – beglückte die Kleidlesträges und Zuschauer mit einem stahlblauen Winterhimmel. Das Februarlicht wurde von den Schneekristallen auf den Fichten und Tannen der Bergwälder des Schramberger Talkessels  vielfach reflektiert und tauchte die Talstadt in ein fast gleißendes Licht.  Und irgendwann gegen 14:30 ertönte dann die „Hoorig Katz“, – der Schramberger Narrenmarsch,- und vermischt mit dem Geschell der Hansel und Narros –  wurde die Talstadt zu einem einzigartigen akustischen Amphitheater – Hoorigkatz und Geschellenläuten verdichten sich im engen Schramberger Talkessel zu dieser einzigartigen Klanglandschaft –  die man nur an der Fasnet erleben kann. The unique „soundscape“ of the „Schramberger Hanselsprung“ so  könnte man  einen noch zu schreibenden wissenschaftlicher Artikel über den Schramberger Hanselsprung  und dessen (Klang)- Landschaften betiteln. Diese „Tonlandschaften & Klangwelten“ kann man übrigens auch erleben, wenn die „Wintersonne“ nicht gar so strahlt wie am Fasnetssonntag 2013.

Ja, und am Hanselsprung des Fasnetssonntag 2013, hatte ich während des Brezelsegens eine bemerkenswerte Begegnung mit einem „großen Hansel“.  Wir (.d.h. meine Tochter und meine Nichte) hatten uns schon ein paar Brezeln und Guzzle ersungen, da bemerkten wir einen sehr großen Hansel , der auf uns zukam.  Wir begann zu springen und die „Hoorig Katz“ zu singen. Der Hansel unterbrach mich per Handzeichen und unter der Maske erklang eine Männerstimme – „auf Französisch bitte“ – worauf ich so perplex war, – dass ich erst einmal verstummte. Dann ertönte es unter der Maske “en français Christophe“ – und ich erwiderte „die Hoorig Katz auf Französisch?“ – worauf der große Hansel nickte. Und so begann ich zur Melodie der Hoorig Katz  zur ersten Strophe anzusetzen „le chat n’a pas de poils“ – doch gleich wies mich der große Hansel mit einer Handbewegung an zu stoppen –  denn er hatte erkannt das das falsch war – denn richtiger weise heißt es „le chat a des poils“. Also versuchte ich dann mit „le chat a des poils“ – und bekomme dann endlich auch meine Brezel.  Die Brezel in der Hand, fällt mir ein, dass es eigentlich ganz korrekt „le chat poilu, le chat poilu, le chat poilu – et si le chat n’est pas poilu il ne plait guère aux filles – le chat poilu“ – aber da war der große Hansel schon längst wieder im Gewühl verschwunden. Ja, da waren wir (d.h. ich und meine zwei Begleiterinnen) doch alle sehr sehr überrascht, – ein großer Hansel (bestimmt ein Kopf größer als ich)  – der sich die „Hoorig Katz“ auf Französisch vorsingen lässt. Die Schramberger Fasnet ist wirklich für Überraschungen gut. Wer der große Hansel war, der mich die Hoorig Katz auf Französisch vorsingen ließ, weiß ich nicht, – die Stimme habe ich nicht zuordnen können, und unter Larve und Häs ist es sowieso sehr schwer jemanden zu erkennen.

großer Hansel - Hanselsprung Schramberg 2013
großer Hansel – Hanselsprung Schramberg 2013, © C. Neff 2013

Wer es auch immer gewesen sein mag, – das war wirklich ein gelungener „Fasnetsstreich“ – ein Fasnetsstreich der mir fast die Sprache verschlug – ich hatte wirklich Schwierigkeiten die Hoorigkatz aus dem Stehgreif zu übersetzten. Weiterhin hatte dieser „Fasnetsstreich“ auch einen gewissen Esprit, – die Hoorig-Katz auf Französisch auf singen zu lassen – denn  immerhin feierte man 2013 die 50 Jahre Élysée-Vertrag  (hierzu auch die Beiträge: Blognotice 22.01.2013: pensées personnelles franco-allemandes sur le cinquantième anniversaire du Traité de l’Elysée; Blognotice 30.12.2012: Réflexions sur « les Zungenknoten – ungebetene Gäste» de Martin Graff;  Blognotice 22.09.2012: Commémoration du discours historique de Charles de Gaulle du 9.9.1962 à Ludwigsburg). Weiterhin gehört Schramberg, dank der Initiative und Tatkraft des Bürgermeister Konstantin Hank, zu den ersten deutschen Städten die nach dem zweiten Weltkrieg, eine Städtepartnerschaft mit einer französischen Stadt aufnahmen. Im Jahres 1958, also schon fünf Jahre vor dem Abschluß des Élysée-Vertrages, wurde diese Städtepartnerschaft zwischen Hirson und Schramberg geschlossen.

Diese Begegnung mit dem großen Hansel auf dem Schramberger Hanselsprung am Fasnetssonntag 2013 wird mir wohl sehr lange in Erinnerung bleiben.  Soweit es die Schramberger Narrenzunft erlaubt, werde ich den gesamten Schramberger Narrenmarsch, – die berühmte „Hoorig Katz“ komplett ins Französische übersetzten und hier im Paysagesblog veröffentlichen.

Die Fasnet ist nun wieder vorbei, – der Aschermittwoch kündigt das Osterfest und die dazwischen liegende „Fastenzeit“ an. Nun wird es wieder ein Jahr dauern bis der Schramberger Talkessel von Schellenlärm und d’Hoorig Katz in sein sonderbares Klangbad eingetaucht werden wird. Ein Klangbad, welches das Ende des Winters und den baldigen Frühlingsbeginn ankündigt.

kleiner Hansel + Da Bach na Fahrer, Hanselsprung Schramberg 2013
kleiner Hansel + Da Bach na Fahrer, Hanselsprung Schramberg 2013, © C. Neff 2013

Die Begegnung mit dem großen Hansel, erinnerte mich an meine frühen Kindheitstage, – als ich, noch als ganz kleiner „Bua“ den Großeltern von den tollen Schramberger Hanseln erzählte. In Saulgau (damals noch ohne Bad) bei den Großeltern väterlichseits gab es zwar die auch sehr schönen „Dorausschreier“  mit ihrem bekannten  Narrenruf „Doraus, detnaus, bei der alte Linda naus.“  aber mit den Schramberger Hanseln und auch den Sulgener Krattenmacher konnten diese Saulgauer Narrenfiguren  in meinen damaligen Kinderaugen nicht bestehen. Bei den Großeltern mütterlicherseits, dem französischen Teil der Familie, – die Großeltern Migliori wohnten damals noch in Eckbolsheim bei Strasbourg – da waren es einfach die „ les fabuleux Hansel de Schramberg“.

Eh, oui – parfois ces fabuleux Schramberger Hansel comprennent  et parlent  même un peu de français.

Photos: alle © C. Neff 2013 ; Narro + Hansel; Winterhimmel und Februarschnee in Schramberg; großer Hansel; kleiner Hansel + Da – Bach – na-Fahrer; (alle vom Schramberger Hanselsprung 2013)

Christophe Neff, 13.02.2013