Blognotiz 4.3.2011: Krankenhausdebatte Schramberg – Presseerklärung des Oberbürgermeisters Dr. Herbert O. Zinell zum Bieterwettbewerb Kreiskrankenhäuser Rottweil Vergabebeschluss des Kreistages vom 28.2.2011

Als Ergänzung zu meinem letzten Blogbeitrag, der Blognotiz vom 2.3.2011, Blognotiz die sich mit dem aktuellen Stand der Krankenhausdebatte befasst bzw. dem fatalen Vergabebeschlußes des Kreistages vom 28.2.2011, anbei noch die Presseerklärung des Schramberger Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell vom 1.3.2011 im vollem Wortlaut. Abschliessend sollte noch erwähnt werden, dass im Anschluss an den Vergabebeschluss des Kreistages so manch interessantes Detail ans Tageslicht über den Abstimmungsprozess ans Tageslicht kam. Der Schramberger CDU Kreisrat Martin Maurer hat in diesem Zusammenhang von „Irregularitäten“gesprochen und hat beim Regierungspräsidium Freiburg Beschwerde gegen das Ergebnis des Bieterverfahrens eingelegt, und zwar weil diese  „gegen das Gleichheitsgebot, die Transparenz und die Nichtdiskriminierung verstoßen“ habe. Das letzte Wort in der Krankenhausdebatte Schramberg scheint also noch nicht gesprochen zu sein !

Anbei nun die Presseerklärung von Dr. Zinell in vollem Wortlaut.

„Der von Herrn MdL Kleinmann in Schramberg plakatierte Wunsch nach einer „glückseligen Fasnet“ kann aus Schramberger Sicht nur ironisch verstanden werden. Wie vielen Schramberger Bürgerinnen und Bürgern ist auch mir nach dem mit seiner Stimme getroffenen Kreistagsbeschluss das Lachen vergangen. Obwohl es mit dem Angebot von Ameos eine Alternative zur Schließung des Krankenhauses Schramberg gab, hat sich die Mehrheit des Kreistages für Helios entschieden. Natürlich habe ich als Demokrat diese Entscheidung zu akzeptieren. Billigen muss ich sie noch lange nicht.

 

Nach meiner Meinung hat die Kreistagsmehrheit eine Chance vertan. Mit dem Zuschlag für Ameos hätte der Abbau von 350 Arbeitsplätzen in Schramberg und Rottweil verhindert werden können. Der Kreistag hätte auch ein strukturpolitisches Zeichen setzen und den auch für den Landkreis wirtschaftspolitisch wichtigen Mittelbereich Schramberg mit seinen spezifischen Problemen stärken können. Das Gegenteil ist der Fall. Nehme ich alle in den letzten Jahren u.a. durch die Beschlüsse des Landes verlorenen Arbeitsplätze im öffentlichen Bereich hinzu, verliert Schramberg beinahe 450 Arbeitsplätze mit allen Folgen für die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung. Es zeigt sich einmal mehr, dass wir allein auf uns gestellt sind und selbst unsere Stärken stärken müssen. Kreisstädten werden hingegen Dienstleistungsarbeitsplätze auf dem silbernen Tablett serviert!

 

Allein dies macht es schon schwer genug, die gestrige Entscheidung zu verstehen. Aber emotional berührt bin ich von der Argumentation einiger Kreistagsmitglieder im Hinblick auf die Auswirkungen für die Beschäftigten. Distanzierter und kühler geht es nimmer!

 

Und mehr: „Die wirtschaften die Klinik an die Wand“, äußerte mir gegenüber ein Kenner der Materie bereits im Jahre 2003, als die Kreiskrankenhäuser noch schwarze Zahlen schrieben. Leider sollte er Recht behalten. Seit diesem Zeitpunkt forderten wir immer wieder vehement auch unter Inkaufnahme von Veränderungen am Schramberger Krankenhaus Strukturreformen bei den Kreiskliniken. Jahrelang wurden unsere Forderungen in den Wind geschlagen und nichts getan. Für eine verfehlte Gesundheitspolitik im Landkreis Rottweil und die eklatanten Management-fehler bis in die jüngste Zeit haben nun wir die Zeche zu bezahlen. So weiß ich nach einer unruhigen Nacht nicht, ob ich wütend oder enttäuscht sein soll. Frustriert bin ich allemal. Ob eine rechtzeitige und sachgemäße Reaktion zu einem besseren Ergebnis geführt hätte oder nicht, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Man hätte es aber zumindest probieren müssen! Ich sage es einmal mehr: Chancen wurden zuhauf vertan.

 

Ob es tatsächlich zur Schließung „unseres Krankenhauses“ kommt oder nicht, hängt nun von der rechtlichen Beurteilung des Vertrages und Verfahrens durch den Regierungspräsidenten und gegebenenfalls der von Ameos anzurufenden Gerichte ab. Der Ausgang der möglichen rechtlichen Überprüfung ist nur schwer einzuschätzen. Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen.

 

Danken möchte ich allen Kreisräten, die für Ameos und damit für beide Standorte gestimmt haben, aber auch den vielen Unterstützern im Umfeld der Krankenhäuser  und in der Bevölkerung. Auch wenn wir Stand heute unser Ziel, die Erhaltung des Krankenhausstandortes Schramberg, nicht erreicht haben, tat diese solidarische Unterstützung den Beschäftigten, aber auch mir gut. Gleichwohl beschleicht mich ein Gefühl der Traurigkeit, nachdem ich in meiner ganzen Amtszeit keinem Thema soviel Aufmerksamkeit, Zeit, aber auch Herzblut gewidmet habe. Mit der gleichen Intensität werde ich mich gemeinsam mit vielen anderen weiterhin um die medizinische Versorgung in Schramberg und Umgebung kümmern. Wir werden aber auch beim Kreis strukturpolitische Forderungen adressieren. Kreispolitik kann nicht weiter als „Einbahnstraße“ akzeptiert werden!“

Der Presseerklärung von Dr. Herbert O. Zinell ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Unabhängig davon wie die rechtliche Beurteilung des Vergabebeschlußes ausfällt, – die Erklärung des Schramberger Oberbürgermeister hat schon zeitgeschichtlichen Wert – den diese dokumentiert wie sehr der Vergabebeschluß des Kreistages des Landkreises Rottweil die Stadt Schramberg, ja die gesamte Raumschaft Schramberg in Mark und Bein getroffen hat !

Christophe Neff, Grünstadt le 4.3.2011

Blognotiz 2.3.2011

Der Kreistag des Landkreises Rottweil hat am 28.2.2011 beschlossen die Krankenhäuser des Landkreises Rottweil an den Berliner Klinikbetreiber Helios zu verkaufen.  Das Angebot des Züricher Klinikbetreibers Ameos, der u.a. das Schramberger Krankenhaus weiterbetreiben wollte, kam nicht zu Zuge.  25 Kreisräte stimmten für den Verkauf der Kreiskrankenhäuser an Helios, – 18 Kreisräte stimmten für das Ameos Angebot. Soweit zur Sachlage. Wie ich schon in einem meiner ersten Blogbeiträge „Gedanken zur Lage der deutschen und französischen Sozialdemokratie“ im Juni 2009 schrieb, – ohne Krankenhaus würde Schramberg die Gefahr drohen die Funktion eines Mittelzentrums zu verlieren.  Nun scheint es also soweit zu sein. Ähnliches schrieb ich ja auch in der Blognotiz am 27.2.2011. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, – es werden wohl auch noch Gerichte angerufen werden, – wird man also damit rechnen müssen, dass das Schramberger Krankenhaus bis Ende des Jahres geschlossen werden wird und weit mehr als 300 Beschäftigten, – und dies nicht nur in Schramberg – auch das Rottweiler Krankenhaus wird davon betroffen sein, die Arbeitslosigkeit droht.  Für die Stadt Schramberg, die Raumschaft Schramberg, ja den gesamten Westteil des Landkreises Rottweil ist der Beschluss des Kreistages vom 28.02.2011 zum Krankenhausverkauf ein  regelrechter Tiefschlag. Auch wenn ich es nur aus der Ferne betrachte, – für die Raumschaft Schramberg ist es eine regelrechte Katastrophe – und ich kann die Wut und Enttäuschung, die dort zur Zeit herrscht, sehr gut nachvollziehen.

Christophe Neff, Grünstadt le 2.3.2011

Krankenhausdebatte Kreiskrankenhaus Schramberg: Brief des Oberbürgermeisters Dr. Herbert O. Zinell vom 24.02.2011 an die Kreisräte des Kreistages des Landkreises Rottweil

Als Ergänzung zu meinem letzten Blogbeitrag „Blognotiz 27.2.2011 – Blick von Port Leucate in die Raumschaft Schramberg“ – welcher sich ja ausgiebig mit der Zukunft des Schramberger Kreiskrankenhauses befasst, habe ich (mit Erlaubnis der Stadt Schramberg) den Brief vom 24.02.2011 des Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell an die Kreisräte des Kreistages des Landkreises Rottweil hier ins paysagesblog gestellt. Der Brief wurde u.a. auch schon in der NRWZ unter dem Titel „Schrambergs OB Zinell appelliert an Kreisräte: „Stimmen Sie für Ameos-Konzept““ veröffentlicht. Ich denke, dass der Brief des Schramberger Oberbürgermeisters wie gesagt, meinen letzten Blogbeitrag hervorragend ergänzt.

Christophe Neff, Port Leucate 27.2.2011

An die

Mitglieder des Kreistages

des Landkreises Rottweil


Bieterwettbewerb

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben gestern, wie Ihnen angekündigt wurde, eine Informationsveranstaltung zur Zukunft der Kreiskrankenhäuser im Landkreis Rottweil veranstaltet. Es hat sich gezeigt, dass ein erhebliches Informations- und Diskussionsbedürfnis besteht. Einige Mitglieder des Kreis-tages waren ja zugegen. Ich möchte für Sie nochmals einige Punkte zusammenfassen:

1.

Sowohl Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel als auch Prof. Dr. Stefan Schick haben klargestellt, dass die Kreisräte bei der Entscheidung am kommenden Montag einen Entscheidungsspielraum haben. Beide haben erklärt, dass die Matrix zwar eine wichtige Entscheidungshilfe sei, dass allerdings aber auch andere Erwägungen einfließen können. Herr Prof. Dr. Stefan Schick hat ausdrücklich darauf verwiesen, dass jeder Kreisrat für sich die Bewertung der Angebote nach der beschlossenen Matrix vornehmen kann und muss. Die von der Verwaltung vorgelegte Bewertung sei nicht verbindlich. Ob Abfindungs-zahlungen von Helios mit Punkten belohnt werden ist also nicht
zwingend. Außerdem kann auch der erwartete Verlust für 2011 und in Folge auch die Bepunktung der Verlustübernahme nach eigenem
Ermessen bewertet werden.

2.

Herr Stefan Eschmann (Helios) hat klargestellt, dass entgegen seiner Auffassung vom Sommer vergangenen Jahres die Kreiskranken-häuser im Kreis Rottweil ein Betrieb seien. Herr Dr. Wolf-Rüdiger
Michel und Herr Prof. Dr. Stefan Schick haben dieselbe Auffassung vertreten. Damit ist klar, dass sich die Sozialauswahl auf beide Standorte beziehen wird. Im Krankenhaus Schramberg sind etwa 350
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, im Krankenhaus Rottweil über 600.

Ausgehend davon, dass nach Schließung des Standortes Schramberg etwa im Umfang von 300 Mitarbeitern Personal betriebsbedingt gekündigt werden muss und ausgehend von etwa gleichen Personalstrukturen in beiden Häusern, wird es beim derzeitigen Schramberger Personal zu 100 Kündigungen kommen, beim derzeitigen Rottweiler Personal etwa zu 200 Kündigungen. Die frei werdenden Arbeitsplätze in Rottweil werden dann mit Personal aus Schramberg besetzt.
Ameos hat erklärt, dass man noch nie ein Krankenhaus geschlossen hat und auch noch nie betriebsbedingte Kündigungen vorgenommen hat.

3.

Ameos hat angekündigt, das Rottweiler Krankenhaus ausbauen zu wollen und gegenüber der mächtigen Konkurrenz durch das nahe
liegende Schwarzwald-Baar-Klinikum gut aufstellen zu wollen. Hierzu sind Investitionen und laufende Aufwendungen in beträchtlicher Höhe erforderlich, die sich allerdings nur bei einer guten Auslastung tragen. Deshalb kommt Ameos zur Erkenntnis, dass das Rottweiler Haus ein Krankenhaus in Schramberg braucht, um die Auslastung auch zu
erreichen.

Sowohl Ameos als auch Helios gehen davon aus, dass bei Schließung des Schramberger Krankenhauses maximal 25% der Menschen in der Raumschaft Schramberg als Patienten ins Rottweiler Krankenhaus gehen werden. Helios rechnet einerseits mit Patientenverlusten aus emotionalen Gründen. Andererseits werden für viele Menschen in der Raumschaft die Krankenhäuser in Villingen-Schwenningen, in Wolfach, in Freudenstadt und für mache auch in Oberndorf eine Alternative zu Rottweil sein, die entfernungsmäßig etwa gleich liegen. Schließlich wird der Effekt zunehmen, dass bei der gegebenen Entfernung zwischen Rottweil und der Raumschaft Schramberg bei der Wahl der Klinik dann nicht mehr die Fahrstrecke oder die Fahrzeit ausschlaggebend sein wird.

4.

Während Helios behauptet, das Krankenhaus in Schramberg könne nicht erhalten bleiben, zeigt Ameos auf, dass sie erfolgreich Häuser dieser Struktur betreibt und verweist darauf, dass auch Helios durchaus erfolgreich aus ähnlichen Situationen heraus vergleichbare
Häuser zum Erfolg geführt hat. Allerdings scheint sich zwischenzeitlich die Firmenstrategie von Helios und scheinen sich die Ansprüche deren Gesellschafter verändert zu haben.

Selbstverständlich ist es mein und unser Interesse, in Schramberg eine Klinik zu erhalten. Wir wissen, dass uns dies nur gelingen wird, wenn der Krankenhausstandort Rottweil als gesichert gilt beziehungsweise sich positiv weiterentwickeln wird. Andererseits leuchtet die Argumentation von Ameos ein, dass der Standort Rottweil nur dann gegenüber der Konkurrenz gut weiterentwickelt werden kann,wenn Investitionen und Aufwendungen für Spezialisierungen und Weiterentwicklungen durch eine hohe Patientenbindung ausgelastet werden können.

Das Konzept von Helios sieht vor, dass der Standort Schramberg geschlossen wird. Dadurch werden nach dem Vertragsangebot von Helios betriebsbedingte Kündigungen in einem Umfang von bis zu 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern notwendig. Ameos möchte den Standort Schramberg nicht schließen und hat damit auch nicht die Notwendigkeit zu betriebsbedingten Kündigungen. Solche werden bis zum 31.12.2013 ausgeschlossen. Abgesehen davon, dass hinter jeder betriebsbedingten Kündigung ein menschliches Schicksal steckt und dass es vor allem formal geringer qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und solche, die aus welchen Gründen auch immer weniger mobil sind, schwer haben werden, wieder einen Arbeitsplatz zu finden, würde der Landkreis ein ungutes Signal für Wirtschaft und Arbeitsmarkt geben.

Die Schließung des Standortes Schramberg würde die Raumschaft Schramberg erheblich schwächen. Wir tun uns zunehmend schwer, qualifizierte Fachkräfte in unsere Raumschaft zu bringen. Ein Krankenhaus ist ein wichtiger Standortfaktor. Der Verlust des
Krankenhauses würde die Entwicklung, insbesondere die wirtschaft-liche Entwicklung, nachhaltig negativ beeinflussen.

Ich bitte Sie also, am kommenden Montag dem Angebot von Ameos zuzustimmen,

  • das den Standort Rottweil erhält und weiter entwickelt,
  • das uns betriebsbedingte Kündigungen in Schramberg und in Rottweil erspart,
  • das den Landkreis vor ungedeckelten finanziellen Risiken

bewahrt,

  • das den Krankenhausstandort Schramberg erhält,
  • das beiden Krankenhäusern hohe Investitionen garantiert.

Nutzen Sie bitte die Entscheidungsfreiheit, die Sie haben, um eine Entscheidung zu treffen, die Standorte und Beschäftigung erhält.

Falls Sie weitere Informationen oder auch ein Gespräch mit mir zur anstehenden Entscheidung wünschen, stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 
 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Herbert O. Zinell

Blognotiz 27.2.2011 – Blick von Port Leucate in die Raumschaft Schramberg

Die winterliche Tramontane fegt über die winterlichen Sanddünen von Port Leucate.Aufgenommen während des Praktikums/Exkursion „brûlage dirigée“ im Feb. 2011, © C.Neff

Über den Sanddünen von Port Leucate tobt die Tramontane. Das Meer leuchtet in einem bunten Farbenspiel welches von Türkisgrün bis Azurblau reicht. In der Raumschaft Schramberg in der ich aufgewachsen bin toben andere Stürme. Morgen, am Montag den 28.2.2011 entscheidet der Kreistag des Landkreises Rottweil über das Schicksal der Kreiskrankenhauses Schramberg.  So wie die Dinge stehen ist wohl wirklich zu befürchten, dass der Kreistag ggf. für eine Lösung stimmen wird, die letztendlich das Aus für den Krankenhausstandort Schramberg bedeutet.

Vor Jahren als ich noch an der Universität Mannheim tätig war führte ich immer wieder zu „Global Change Prozessen“ in Mittelgebirgen Exkursionen in den Schwarzwald durch und verglich dort die Prozesse mit den Prozessen in den periphären Gebirgsräumen Frankreichs. Landflucht und Verbuschungsprozesse führen dort nicht nur zu Waldbränden, – oder zum Einwandern von Luchsen und Wölfen, – sondern auch zum langsamen Sterben der öffentlichen Infrastruktur, – Schulklassen und Schulen werden geschlossen, – irgendwann zieht man die Gendarmerie ab, – und das Dahinsiechen und Sterben der ländlichen Krankenhausinfrastruktur wurde dort meist mit dem Kampf um die „Maternité“ (Geburtshilfestation) eingeleitet. Diese Prozesse in Frankreich und anderen frankophonen Räumen haben immerhin schon dazu geführt, dass dem Problemkreis „ländliche Krankenhausstruktur & ländliche Gesundheitsversorgung“ neuerlich ein ganzes Buch gewidmete wurde (Richoz et al. 2010: Santé et développement territorial, Enjeux et opportunités).

Luchse soll man ja inzwischen im Schwarzwald schon gesichtet haben, von Wölfen ist mir nichts bekannt, – aber das es eines Tages soweit kommen könnte, dass das Schramberger Krankenhaus zur Disposition stehen könnte, diese hätte ich mir während der Exkursionen in die Raumschaft Schramberg während der  Jahre 2000-2005 wohl nicht mal im Traume vorstellen können. Nun ist es also doch soweit gekommen, – und wir können im Schwarzwald Prozesse beobachten wie man dies so nur aus Frankreich kennt. Als aufmerksamer Beobachter der ganzen Krankenhausdiskussion im Landkreis Rottweil frage ich mich jedoch, weshalb man eigentlich letztlich nur die Wahl zwischen zwei Privaten Krankenhausträgern nämlich Helios und Ameos hat. Ist die öffentliche Hand in Deutschland nicht mehr in der Lage ein ländliches Krankenhaus mit zwei Standorten zu betreiben, – oder handelt es sich hier eher um einen Sonderfall der mit den Randbedingungen im Landkreis Rottweil zu tun hat. Sollte sich der Kreistag des Landkreises Rottweil morgen für das Heliosprivatisierungskonzept entscheiden, wird das Schramberger Krankenhaus wohl am 31.12.2011 geschlossen werden.  Eine Schließung des Krankenhausstandortes Schramberg hätte für die Raumschaft Schramberg wahrlich dramatische Konsequenzen, – aus geographischer Sicht würde damit der Beginn des Sterbens des Mittelzentrums Schrambergs eingeläutet werden.  Ich möchte es nochmals betonen, – es erscheint mir nicht nachvollziehbar weshalb es der öffentlichen Hand nicht möglich sein soll eine Krankenhausgesellschaft auf Kreisebene zu betreiben. Die privaten Krankenhausgesellschaften sind bestimmt keine Samariter, diese wollen a priori ersteinmal eine ordentliche Dividende erwirtschaften. Aber die Alternative die beiden Krankenhäuser des Landkreises Rottweils weiterhin in öffentlicher Hand zu betreiben stellt sich wohl zur  Zeit nicht (mehr).

Abschliessend nochmals – eine Schließung des Krankenhausstandortes Schramberg hätte für die Raumschaft Schramberg wahrlich dramatische Konsequenzen, – aus geographischer Sicht würde damit der Beginn des Ende des Mittelzentrums Schrambergs eingeläutet werden.  Weiterhin frage ich mich, wie eigentlich dann in Wintermonaten , – Rettungswesen und Erst/Akutversorgung in der Raumschaft Schramberg von statten gehen soll. Aber vielleicht hat man auch schon wieder längst vergessen, dass es in der Raumschaft Schramberg manchmal lange und schneereiche Winter gibt.

Blick von der Hohenschramberg auf das Schramberger Kreiskrankenhaus am 2.7.2010, © C.Neff

Photos: Alle © C.Neff.

1.) Blick auf die winterlichen Stranddünen von Port Leucate bei starker Tramontan. 27.2.2011 Canon Powershot A 720IS. © C.Neff.

2.) Blick auf das Schramberger Krankenhaus. Minolta 700AF Kodachrome C- 64 . 2.7.2010. © C.Neff.

Buchverweis:

Richoz, S., Bouliane, L.M., Ruegg, J.  (Eds.) (2010) : Santé et développement territorial, Enjeux et opportunités, Lausanne, Presses polytechniques et universitaires romandes, ISBN  978-2-88074-840-1

Christophe Neff, Port Leucate 27.2.2011

P.S. (28.2.2011): Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung im Kreistag, – das eingestellte Bild des Schramberger Kreiskrankenhaus hat wahrlich historischen Charakter, da es mit einem meiner letzten C-64 Kodachrome Diafilmen aufgenommen wurde. Mit dem Verschwinden des C- 64 wurde ein Kapitel Filmgeschichte beendet.

Blognotice 12.2.2011 – un air de Vormärz dans le monde arabe

Nous avons vécu une vraie semaine de redoux, les premières perce-neiges ont commencé à fleurir dans les jardins de Grünstadt et l’Unterhaardt. A Karlsruhe même les helléborines sont en fleur. Le « Vorfrühling » a bel et bien commencé, même si le froid hivernal peut toujours revenir. Le terme phrénologique « Vorfrühling » n’existe malheureusement pas en français. Ce Vorfrühling, vu les événements en Tunisie, Egypte et maintenant aussi en Algérie,  me rappelle un peu le Vormärz allemand. Beaucoup d’espoir qui fut malheureusement trempé dans le sang par la « réaction » – Robert Blum fusillé par les troupes impériales autrichiennes, la Forteresse  de Rastatt prise le 23.7.1849 par les troupes prussiennes,  et les révolutionnaires badois fusillés. Les révolutionnaires du Sud de l’Allemagne qui ne furent pas fusillés ou incarcérés  cherchèrent à se refugier en France, en Suisse et aux Etats Unis. Dans le souvenir populaire (au moins  en ce qui concerne ma génération) reste « das Heckerlied ».

Donc hier, quand j’appris que Moubarak quittait le pouvoir, j’ouvris une bonne bouteille de Pfälzer Dornfelder et je me souvins des paroles du Heckerlied en espérant que tout cela finirait moins tragiquement que la révolution de Mars 1848/49 dans la confédération germanique.

Donc voici pour finir, les premiers vers du Heckerlied , ce chant révolutionnaire en souvenir de Friedrich Hecker qui survécut jusqu’à nos jours dans une partie de la mémoire collective de certains pays et régions du Sud de l’Allemagne.

1. Wenn die Leute fragen,

Lebt der Hecker noch?

Könnt ihr ihnen sagen:

Ja, er lebet noch.

Refrain:

Er hängt an keinem Baume,

Er hängt an keinem Strick.

Er hängt nur an dem Traume

Der deutschen Republik.

Et voici, mon adaptation &traduction française des premiers vers du Heckerlied

1.       Si les gens vous demandent

Est-ce que le Hecker vit encore

Vous pourrez leur répondre

Oui le Hecker vit encore

Il ne pend pas à un arbre

Il ne pend pas à une corde

Il se cramponne, il pend encore très fort

Au rêve d’une libre république (allemande)

(©Traduction & adaptation C. Neff Février 2011)

En Tunisie comme en Egypte, le chemin vers un avenir meilleur sera rude et dur et pas toujours facile. Comme je l’écrivais dans les lumières du Fohrenbühl,  je crois sincèrement que la Tunisie réunit les conditions nécessaires pour trouver son chemin vers un avenir démocratique. En ce qui concerne l’Egypte je suis beaucoup plus sceptique et je rejoins ici l’analyse de Gilles Kepel – les défis de la révolution. En fait, jusqu’à présent Moubarak a bel et bien quitté le pouvoir, mais la structure du système politique égyptien ne semble pas encore avoir bien changé pour l’heure. Les militaires gèrent actuellement le pouvoir directement,  c‘ est tout.

En ce qui concerne les « analyses politiques » de la situation politique actuelle dans le monde arabe je trouve celle de Ayaan HisriNon, le monde arabe n’est pas l’Europe de l’Est en 1989!et celle d‘ Olivier Roy „la révolution post islamiste “ particulièrement intéressante.

Revenons à la fin du billet au Heckerlied et à Friedrich Hecker. L’article Friedrich Hecker (article créé par l’utilisateur Jospe le 31.12.2008) dans la Wikipedia.fr est d’une très bonne qualité , c’est vraiment un article dont on peut vivement recommander la lecture.

Espérons que la révolution démocratique arabe naissante ne finira pas comme le Vormärz allemand ou la révolution de mars 1848/49 dans la confédération germanique.

Christophe Neff, Grünstadt le 12.2.2011

Blognotice 1.2.2011

Temps gris d‘ hiver comme d‘ habitude dans le „Oberrheingraben“, – temps même tres gris. Pour oublier la grisaille de février ce soir la RDL nous recommande de regarder « A LA RECHERCHE DU TEMPS PERDU » de Nina Companéez (ce soir 1.2.2011 et demain 2.2.2011 sur A2). Peut être une bonne idée ? Normalement je ne regarde que rarement la télé – parfois Thalassa et Eisenbahnromantik – c’est tout. Mais cette semaine – il y a eu un événement télévisé en Allemagne qui m’a donc fait revenir vers le petit écran. Encore un Schimanski :«Schuld und Sühne » (Dimanche 30.1.2011 ARD 20:15) ,Schimanski comme durant mes années étudiantes à Mannheim.  Très belle critique du Schimanski « Schuld und Sühne » de Christian Buß dans le SPON. Durant mes années étudiantes à Mannheim, je n’avais même pas de Télé – donc le « Tatort Schimanski », c’était chez des amis ou chez les parents à  Schramberg en Forêt Noire. Pour le premier Schimanski (1982  Duisburg – Ruhrort) – j’étais encore lycéen – je n’avais même pas vingt ans , donc 19 ans après le premier Schimanski ,nous avons encore droit à notre dose de Schimanski. Nous n’avons certainement pas rajeuni – Schimanski non plus ;mais même avec un Götz George  ayant atteint ses 72 ans , Schimanski a encore un grand cœur, il est du côté de ceux qui n’ont pas toujours eu de chance dans leur vie … Dans « Schuld und Sühne » Schimanski  est confronté à la triste réalité du « Polizeialltag »( quotidien de la police) dans un milieu difficile, de la corruption entre ex. collègues etc. Ce Schimanski, c’est aussi un peu un Western ,les tournées dans sa vieille Citroën CX dans le port de Duisburg – le showdown remarquable  avec les policiers corrompus Petra Kroppen (Daniela Schulz) et Günther Patzaks (Hannes Jaenicke).  Oui c’est parfois un peu western, un peu nostalgique mais cela rappelle à ma génération les  années de nos vingt ans. Apres le Schimi – je me suis même permis le luxe de regarder  le talkshow politique Anne Will où on discutait sur l’affaire Gorch Fock et les  autres affaires qui actuellement secouent le ministre de la défense allemand sous le titre « Der „Selbstverteidigungsminister“ – bröckelt der Guttenberg-Mythos? ». Je me demande pourquoi ces affaires jusqu‘ á présent ne trouvent aucun reflet médiatique en France, car c’est la première fois que Karl-Theodor zu Guttenberg reçoit des sévères critiques de la part d’une grande partie de la presse politique allemande.

Donc avec cette surdose de télévision je ne sais vraiment pas si je regarderai A LA RECHERCHE DU TEMPS PERDU » de Nina Companéez, même si il faut avouer que le dernier billet de la RDL« Proust toujours ! La télévision rattrape le temps perdu »  donne vraiment envie d’allumer le poste de Télé ce soir. Mais j’ai encore devant moi la lecture du « Cannstatter Zuckerle » ,roman policier de Sigrid Ramge, qui joue à Stuttgart (le Cannstadter Zuckerle est un terroir viticole longeant le Neckar à Stuttgart Bad Cannstadt) et en Egypte et en plus une très belle anthologie des Poèmes de Johannes Bobrowski « Nachbarschaft » parue dans les Klaus Wagenbachs Oktavhefte. Les Poèmes de Bobrowski qui nous font découvrir des paysages perdus de l‘ Est  , méritent sûrement la lecture nocturne. Peut être plus qu’un téléfilm – même si il s‘ agit d‘ un téléfilm qui ose  toucher à un monument national pour citer les mots de Pierre Assouline.

Livres citées :

Ramge, Sigrid (2010) : Cannstadter Zuckerle. Ein Stuttgart-Krimi. Tübingen, Silberburg Verlag, ISBN 978-3-87407-990-7

Bobrowski, Johannes; Wagenbach, Klaus (2010):  Nachbarschaft : Gedichte / Johannes Bobrowski. Ausgewählt und mit einem Nachwort von Klaus Wagenbach. Klaus Wagenbachs Oktavhefte, Berlin, Klaus Wagenbach Verlag, ISBN 978-3-8031-3231-4

Christophe Neff, Grünstadt le 1.2.2011

Les lumières du Fohrenbühl et la révolution tunisienne (21.1.2011)

Au cours de la troisième semaine de janvier 2011, pendant que le peuple tunisien se soulevait contre le régime Ben Ali, semaine fatidique, j’étais au Fohrenbühl tenant un séminaire sur les changements globaux. Je pensais beaucoup aux événements en Tunisie, car exactement ici, au Fohrenbühl j’avais organisé durant l’été 2006 pour la GTZ avec le défunt Professeur Gonzague Pillet et mon ancienne collaboratrice Anna Viola Mai un séminaire sur les changements climatiques en Tunisie. Donc pendant ces jours fatidiques pour la Tunisie, au Fohrenbühl, je pensais d‘ abord avec beaucoup d’inquiétude à mes amis et collègues tunisiens, est- ce que ils avaient perdu un proche, un ami, un enfant, – un fils, une fille, un cousin ?

Avant de partir au Fohrenbühl, sidéré par le silence des medias allemands et européens j‘ avais rédigé une petite notice intitulée « Blognotice 11.1.2011 – le silence des medias allemands sur la tragédie tunisienne de l’hiver 2010/11 », choqué par l‘ incompétence de la diplomatie française, choqué par le silence d’une grande partie de la classe politique française, le silence des dirigeants de l‘ Europe politique. Quand un régime tire systématiquement à balles réelles sur ces propres enfants, quelle que soit la nature politique du régime (démocratie, régime autoritaire, dictature) – il perd toute légitimité. Les premiers morts de Sidi Bouzid, les morts de Kasserine, de Thalia n’ont guère perturbé la connivence et complaisance des dirigeants européens envers le régime de Ben Ali. En ce qui concerne la couverture médiatique en Europe, les choses ont commencé à bouger avec la publication de photo de la jeune fille morte à Sidi Bouzid le 10 janvier – qui a été reprise par le Monde du 12.1.2011 et qui a fait le tour du monde – et la mort de l‘ universitaire franco-tunisien Hatem Bettahar. Là, lentement, les medias européens semblèrent avoir compris que les choses allaient peut être basculer – ou tout simplement avaient-ils enfin compris que « l’autocrate souriant Ben Ali » n‘ hésitait pas à tirer sur sa propre jeunesse – que l‘ ami tunisien utilisait massivement et sans modération la force pour mater le soulèvement de la jeunesse étudiante et lycéenne tunisienne.

Au Fohrenbühl un peu coupé du Monde, – au Naturfreundehaus (maison de la nature) Sommerecke il n’y même pas possibilité d’utiliser un portable, j’essayais de suivre aussi bien que possible les événements en Tunisie, et particulièrement à Tunis et dans les banlieues de Tunis. Ces lumières du soleil couchant à travers les sapinières du Fohrenbühl, lumières du Fohrenbühl , elles emportaient mes pensées vers Tunis, – vers mes collègues et amis que j’avais connus durant mes années tunisiennes que je sentais en danger. Quel soulagement, le vendredi soir 14.1.2011 vers 19 :44, quant j’écrivais depuis l’hôtel Adler, (où je logeais durant ce séminaire et où il y la possibilité de se brancher sur Internet) un petit email à un ami tunisien que Ben Ali avait quitté la Tunisie. Enfin peut être les choses pourraient peut être s’améliorer en Tunisie. Peut être !

En revenant du Fohrenbühl, je découvris à quel point la couverture de événements, de la révolution tunisienne en Allemagne avait changé. Du grand silence on est passé à une couverture médiatique assez large. Ce qui m‘ étonne surtout ce sont ces soi-disant experts « du monde du maghreb », « de la Tunisie », « du monde arabe » etc. qui sortent partout de leurs trous et qui voient dans révolution de jasmin – terme que je n‘ apprécie pas du tout – car cette révolution en Tunisie, s‘ est passée dans une grande douleur , un début de mouvement de soulèvement démocratique qui à partir de la Tunisie gagnerait le Maghreb et après, le reste du Monde arabe. Où était la voix de ces soi-disant experts du Monde arabe et de la Tunisie le 11 janvier, le 10 janvier, – pendant les événements de Kassarine et de Thalia, – où était ces voix d’experts au début du mois de janvier – quand j’écrivais sur la neige, le froid et le désespoir dans le djebel tunisien dans ma blognotice du 4.1.2011 ? Peut être bien que je me trompe, mais je ne crois pas qu’on puisse comparer la situation tunisienne, l’évolution des événements en Tunisie à celle d’autres états du monde arabe.

Personnellement, je pense que si il y a une société capable de construire une démocratie laïque, une société civile libre des ses propres mains et sans interventions externe, dans le Monde arabe et en Afrique c’est bien la société tunisienne. Naturellement il y a le risque qu’après un période de transition un nouveau clan, une nouvelle famille reprenne le pouvoir en main, il y a aussi ,il ne faut pas le négliger , le risque de voir les islamistes s’accaparer le mouvement révolutionnaire, car c’est une véritable révolution qui a eu lieu en Tunisie, et là je suis d‘ accord Jean Tulard qui désigne ce janvier 2011 comme l’an 1789 de la révolution tunisienne.

La société tunisienne est une des rares sociétés dans le monde arabe (et africain), où il y a vraiment une large « classe moyenne » – « La Mittelschicht » – comme on dit en allemand – et c’est cette « classe moyenne tunisienne » qui peut construire de ses propres mains, comme elle a renversé pacifiquement le régime mafieux du clan Ben Ali, une démocratie laïque, une société libre. C’est la société civile qui a renversé Ben Ali (avec l’aide de l’armée qui ne voulait pas tirer sur le soulèvement populaire à Tunis le 14.1.2011). C’est cette large couche moyenne, une société civile qui a progressé malgré la lourdeur des dernières années du régime Ben Ali, qui a porté les événements de janvier 2011 en Tunisie ; mais franchement je ne vois pas un état dans le monde arabe ou nous ayons une si forte « classe moyenne » et « Société civile » qu‘ actuellement en Tunisie. Donc malheureusement les autocrates et dictateurs du monde arabe ont encore de beaux jours devant eux.

Je ne suis pas voyant, je ne partage pas le pouvoir clairvoyant de tant d‘ « experts du monde arabe » mais je pense que, si il y a actuellement une société du monde arabe qui pourrait réussir à construire une véritable démocratie laïque et une société libre c’est bel et bien la société tunisienne – le peuple tunisien .

Pendant que les lumières de Fohrenbühl traversaient les sapinières du Mooswaldkopf le 13,14,15 et 16 janvier 2011 emportant mes pensées vers la Tunisie, mes collègues tunisiens et leurs proches que je sentais en danger , j‘ espérais fortement voir venir le jour où les tunisiens pourront enfin vivre en liberté, manger à leur faim, choisir leur gouvernement librement. Peut être ces jours- là ont – ils enfin commencé ! Espérons-le !

Les lumières du Fohrenbühl - sapinières du Mooswaldkopf 15.01.2011
Photo: Les sapinières du Mooswaldkopf illuminées par le crépuscule des lumières du Fohrenbühl © C. Neff 15.1.2011.

Photo: Les sapinières du Mooswaldkopf illuminées par le crépuscule des lumières du Fohrenbühl © C. Neff 15.1.2011.

Christophe Neff, Grünstadt le 21.1.2011

Blognotice 11.1.2011 – le silence des medias allemands sur la tragédie tunisienne de l’hiver 2010/11

La Tunisie vient à nouveau de vivre un week-end sanglant et dans les medias allemands c’est presque le silence total. Enfin, le soir du lundi 10.1.2011  un article sur le SPON sous le titre « Unruhen im Urlaubsland – Tunesische Regierung schließt sämtliche Unis und Schulen„. Comme je l‘ écrivais déjà dans Blognotice du  7.1.2011 concernant la couverture des événements de Sidi Bouzid par les  « medias allemands : pas de souci pour les autorités tunisiennes – c‘ est plutôt le silence absolu – aujourd’hui après des jours et semaines de silence enfin un petit article dans le Spiegel « Hohe Arbeitslosigkeit schürt Unruhen » ».  J’aurais aimé trouver un Editorial tel que celui du „Monde“ du 10.1.2010 « Le silence de Paris sur la tragédie tunisienne » dans un grand journal allemand. Un titre tel que « Das Schweigende Europa und die tunesische Tragödie » – mais malheureusement c’est le grand silence qui règne dans le paysage médiatique allemand en ce qui concerne l’actualité tunisienne. Que le Monde à bien raison d’écrire « Mais ni la France ni l’Europe n’ont rien à dire ! » – et j’ajouterais « Mais ni la France, ni l’Allemagne, ni l’Europe n’ont rien à dire !».

Enfin ce matin mardi 11.1.2011 un petit article de Ralph Schulze dans la Rheinpfalz sous le titre « Blutiger Aufstand im Urlaubsland Tunesien (révolte sanglante dans le pays de vacances la Tunisie) – c’est déjà mieux que rien ! Mais à part les titres cités, c’est plutôt le grand silence !

Source :

Schulze Ralph : Blutiger Aufstand im Urlaubsland Tunesien. In: Die Rheinpfalz – Unterhaardter Rundschau, Nr. 8, Dienstag 11. Januar 2011

Christophe Neff, Grünstadt le 11.01.2011

Blognotice 7.1.2011

Le redoux est revenu dans le palatinat, – hier matin nous avions encore à peu près une vingtaine de centimètres de neige à Grünstadt – aujourd’hui presque toute la neige a fondu. Le 5.1.2011 le blog paysages a reçu une audience particulièrement grande – un nouveau record avec 283 visites journalières fut établi. Une partie des visites venait du avant – dernier billet de la République de livres – est avait pour cible la petite notice « Indignez- vous ! – Empört euch ! Sur la une de la Rheinpfalz du Mardi 4. Janvier 2011 » – mais indépendamment des discussions «houleuse» de la RDL les articles « Ein paar Worte zur Resonanz des Buches „Indignez- vous! von Stéphane Hessel in der Rheinpfalz vom 4.1.2011 » , „Die deutschsprachige Bücherwelt wird kleiner: Ammann schließt 2010“ ainsi que la „Blognotice 4.1.2011“ fut particulièrement bien visité. Surprise de voire « Die deutschsprachige Bücherwelt wird kleiner: Ammann schließt 2010“  dans les articles particulièrement bien visités ce jour là, car ce petit article sur la disparation de la maison d’édition zurichoise fut jusqu’à présent presque pas lu. En ce qui concerne le petit livre « Indignez Vous ! de Stéphane Hessel », il y a en Allemagne une grande demande de voire le livre traduit en allemand, – et cette demande arrive partiellement sur le petit billet « Ein paar Worte zur Resonanz des Buches „Indignez- vous! » En plus notons le – il existe déjà un article wikipedia.de sur le livre. Mais jusqu‘ à présent que je le sache – il n‘ y a pas de traduction allemande disponible. Le livre est enfin arrivé à Grünstadt, – en faite c’était une commande amazon.fr – qui contenait aussi le nouveau CD « Come back » de Eddy Mitchell – et je pourrais après avoir suivit « les discussions houleuses » dans la RDL me forger mon opinion personnelle sur le petit livret. Notons que la caravane des « commentateurs » sur la RDL a changé de place – c’est les voyages au bout de l’Inuit – un très beau billet – qui donne envie de lire et feuilleter ces 6 kg de livre – mais je ne saurais vraiment pas ou placer 6 kg de livres supplémentaires chez moi !

Je finis cette petite blognotice en me demandent, après avoir lu – que les sites le Monde.fr ne sont que partiellement inaccessible depuis la Tunisie comment les choses la bas vont évoluer? Même chose pour les blogs Le Monde, – pas de blog paysages en Tunisie, pas de république des livres (dernier billet : Voyages au bout de l’Inuit) en Tunisie, pas de KunstStoff Thierry Kron sur toile Traube (très beaux paysages ici dans Western Australia: Nature is the real goal of a trip so far away),  pas de Géographie du Monde, pas de Lichtbild, pas de pres loin (nice to read Hemingway PPDA – Hemingway) de Paul Edel, pas de Yol (Kazim Koyuncu, le chanteur laze qui aimait Ernesto et Rimbaud et détestait le nucléaire – sur un des symbole des révoltes écologiques en Turquie), pas d‘ Au Jour de Jour en Tunisie – pour simplement citer quelques exemples de blog le Monde que je lis assez régulièrement! Pour le medias allemand pas de souci pour les autorités tunisiennes – c‘ est plutôt le silence absolue – aujourd’hui après des jours et semaines de silence enfin un petit article dans le Spiegel « Hohe Arbeitslosigkeit schürt Unruhen ».

Christophe Neff, Grünstadt le 7.1.2010

Der Jahreswechsel 2010/11 in Grünstadt und der Unterhaardt – Schnee und winterliche Kälte

Der Jahreswechsel an der Unterhaardt war vor allem winterlich und kalt. In Friedelsheim, so berichtete es die Rheinpfalz wurden in der Nacht vom 25 auf den 26.12.2010  – 22,7 C (- 24,7 c am Boden) in der Klimastation des DLR gemessen. Es soll auch zu „nicht unerheblichen Frostschäden“ in den Rebanlagen gekommen sein. Grünstadt ist nicht Friedelsheim, – und soweit es meine Palmen betrifft – haben diese den bisherigen Winter relativ unbeschadet überstanden. Aber gewöhnlicherweise, d.h. im statistischen Mittel kommt die große Kälte (soweit diese kommt) ja erst Ende Januar/Anfang Februar.  Aber vorher soll es ja erst einmal frühlingshaft mild werden. Winterlich ist es ja nicht nur hier in Mitteleuropa – sondern auch in Nordafrika. Ich schrieb darüber (in Französisch) hier und hier. Es liegt auch Schnee in der Kroumirie, – und auch in Algerien soll es relativ kalt sein, wie ich per email aus Alger erfuhr. Und wie ich schon in meinem letzten Posting schrieb – das winterliche Tunesien durchlebt in diesen Tagen eine unruhige Zeit. Nur bekommen wir das hier nicht so mit!

Quellen:

Die Rheinpfalz – Unterhaardter Rundschau – Mittwoch 29. Dezember 2010: Frostschäden in Pfälzer Weinbergen

Christophe Neff, Grünstadt le 5.1.2011

P.S. 6.1.2011 9:00: Eine umfassende Beschreibung der „winterlichen Situation“ in Tunesien findet man in diesem Artikel von Marion Sollety (auf französisch).